Das Bild zeigt eine Großaufnahme des Schömberger Bürgermeisters Karl-Josef Sprenger (Foto: Stadt Schömberg)

Medizinisches Problem soll Ursache sein

Doch keine K.o.-Tropfen: Schömberger Bürgermeister erklärt seinen Ausraster

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Nathalie Waldenspuhl
Nathalie Waldenspuhl ist Reporterin für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen. (Foto: SWR, Jochen Krumpe)

Nach einer Vereinsversammlung soll der Bürgermeister von Schömberg beleidigend und aggressiv geworden sein. Jetzt hat er sich zu dem Vorfall geäußert und eine Erklärung geliefert.

Der Bürgermeister von Schömberg (Zollernalbkreis), Karl-Josef Sprenger (CDU), hat eine Erklärung zu seinem Verhalten nach der Hauptversammlug der historischen Bürgergarde abgegeben. In dem Schreiben macht der Bürgermeister medizinische Probleme für sein ausfälliges Verhalten verantwortlich. Bei dem Verein hat er sich entschuldigt.

Sprenger: Ursache für Entgleisungen war wohl Diabetes

Der Grund für seinen Ausraster war laut dem Bürgermeister wohl eine "diabetische Entgleisung". Sprenger schreibt in seiner Stellungnahme, er sei seit drei Jahren Diabetiker. Bei extrem hohen Zuckerwerten könne es bei ihm daher zu Bewusstseinsstörungen kommen. Nach ärztlicher Meinung sei also nicht der Alkohol Auslöser für sein Verhalten gewesen, sondern die Körperreaktion auf den Zucker, so Sprenger. Das sei ihm zum ersten Mal passiert, schreibt der Bürgermeister, er könne sich an sein Verhalten an dem Abend überhaupt nicht mehr erinnern.

Entschuldigung an Bürgergarde

Bei der historischen Bürgergarde entschuldigte sich Bürgermeister Sprenger. Seinen Verdacht, jemand habe ihm bei deren Versammlung etwas ins Getränk gemischt, nimmt er zurück. Er hoffe sehr, mit der Bürgergarde Schömberg wieder ein gutes Miteinander pflegen zu können.

"Es tut mir sehr leid. Soweit mein aggressives Verhalten wohl zurecht beklagt wurde, ist dieses im Zuge dieser diabetischen Entgleisung zu sehen.

Eklat nach Versammlung der Bürgergarde

Mitte November soll Sprenger nach der Hauptversammlung der Bürgergarde Schömberg verbal ausfällig und sogar handgreiflich geworden sein. Beteiligte hatten den Eindruck, der Bürgermeister habe zu viel getrunken. Am Tag nach dem Ausraster habe Sprenger aber in einer WhatsApp-Nachricht geschrieben, ihm sei etwas ins Getränk gemixt worden. Der Verein fühlte sich daher zu Unrecht beschuldigt.

Auch das Landratsamt des Zollernalbkreises hat sich eingeschaltet, um zu prüfen, ob Sprenger mit seinem Verhalten seine Dienstpflicht als Bürgermeister verletzt hat, hieß es vergangene Woche. Mittlerweile habe sich Landrat Pauli mit dem Bürgermeister ausgetauscht, so ein Sprecher des Landratsamts. Sprengers Erklärung sei schlüssig, ein Dienstvergehen liege nicht vor.

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