Bizerba

Balinger Waagenhersteller baut IT-Sicherheit aus

Nach Cyberangriff: Bizerba hat wohl kein Lösegeld gezahlt

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Acht Monate nach dem Cyber-Angriff auf das Balinger Unternehmen Bizerba ist nun mehr über die Ursache und die Konsequenzen bekannt.

Man habe sich nicht erpressen lassen und stattdessen eine komplett neue IT-Abwehr installiert. Das teilt der Balinger Waagenhersteller Bizerba acht Monate nach einem Cyber-Angriff mit. Die Schadsoftware "LockBit" hatte Bizerba komplett lahmgelegt - und zum Aufbau einer ganz neuen Firmen-Sicherheitsstruktur im Internet geführt. Mit der Schadsoftware wurden offenbar weltweit Firmen angegriffen und dann Lösegeldforderungen gestellt. Bizerba habe nach eigenen Angaben kein Lösegeld bezahlt.

Weltweit alle Systeme abgeschaltet

Der Cyber-Angriff im Juni 2022 hatte dazu geführt, dass bei Bizerba weltweit alle Systeme abgeschaltet wurden. Mehrere Wochen konnte das Unternehmen mit Sitz in Balingen seine Produkte nicht an die Kunden ausliefern. Es dauerte Monate, bis der Betrieb bei Bizerba wieder normal lief.

Gut aufgestellt, aber nie fertig

IT-Spezialisten hätten in dieser Zeit daran gearbeitet, das gesamte System neu aufzubauen statt nur zu reparieren. Damit sei man jetzt sehr gut aufgestellt, schreibt Bizerba und „bestens gerüstet für die Zukunft“. Dennoch: Mit dem Aufbau von IT-Sicherheit sei man nie fertig. Die Balinger Firma hat rund 4.500 Beschäftigte weltweit und gilt als führend in den Bereichen Wäge-, Schneide- und Auszeichnungstechnik.

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SWR