Protestaktion von Ver.di in Freiburg

Protestaktion von Ver.di vor Tarifverhandlungen

Beschäftigte der Uni Freiburg: Zum Streik bereit

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Wenn alles teurer wird, müssen auch die Löhne steigen, betont die Gewerkschaft ver.di bei einer Protestaktion im Institutsviertel in Freiburg und kündigt an, notfalls zu streiken.

Rund 100 Angestellte der Uni Freiburg versammelten sich am Mittwochmittag in ungewöhnlicher Zusammensetzung - von Wissenschaftlerinnen über Reinigungskräfte bis hin zu IT- Experten. Der Anlass: die am Donnerstag beginnenden Tarifverhandlungen. Ver.di fordert für die Angestellten im öffentlichen Dienst der Länder 10,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 500 Euro mehr monatlich. Nachwuchskräfte sollen 200 Euro im Monat mehr bekommen.

Ver.di: Lohnerhöhung wegen steigender Preisen unumgänglich

Ver.di begründet die Forderung mit den steigenden Preisen. Lebensmittel und Energie würden teurer und die Löhne müssten entsprechend steigen, sagt Ver.di-Gewerkschaftssekretärin Gabriele Strnadt.

Es funktioniert nicht mehr, neue Leute zu finden.

Die Leute gingen eher zu Bund und Kommunen, wo sie für die gleiche Arbeit mehr Geld bekämen, so Strnadt. Deswegen brauche es ein wettbewerbsfähiges Einkommen. Die letzte Gehaltserhöhung von 2,8 Prozent gab es Anfang 2022.

Ver.di-Gewerkschaftssekretärin Gabriele Strnadt sagt im Interview mit dem SWR, warum die Löhne steigen müssen:

Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di vertritt die Interessen von 2,5 Millionen Beschäftigten, die im öffentlichen Dienst der Länder arbeiten. Davon sind 1,2 Millionen Tarifbeschäftigte und 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamte.

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