In Straßburg wurden Ende Januar jüdische Studierende beim Plakatieren attackiert. Die Universität will nun hart durchgreifen. (Foto: SWR)

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Übergriff auf jüdische Studierende: Universität Straßburg will hart durchgreifen

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In Straßburg wurden Ende Januar jüdische Studierende beim Plakatieren attackiert. Die Universität reagiert mit Strafanzeigen und will die Videoüberwachung ausweiten.

Ende Januar (28.1.) kam es auf dem Uni-Campus zu einem Angriff auf jüdische Studierende. Die beiden Schwestern und ein befreundeter Jurastudent waren gerade dabei, Plakate für die Freilassung der israelischen Hamas-Geiseln aufzuhängen. Nachdem sie zunächst von zwei Frauen belästigt wurden, sei plötzlich eine Gruppe von fünf bis sechs Männern aufgetaucht, die sie niedergeschlagen hätten, erzählt eines der Opfer.

Sie rannten uns hinterher und sagten, wir werden euch nicht in Ruhe lassen.

Zwei Passanten, die den Vorfall beobachteten, griffen laut Aussage der jüdischen Studierenden nicht ein.

Universität Straßburg erteilt Strafanzeige

Die Universität Straßburg verurteilte den Angriff mit aller Deutlichkeit. Sie hat wie die Betroffenen Strafanzeige gestellt. Michel Deneken, Präsident der Universität, kündigte an, "mit aller Härte" gegen die Täter vorgehen zu wollen.

Alle Minderheiten, ob politisch, religiös, oder aus welchen Gründen auch immer, dürfen im Alltag keine Diskriminierung erfahren.

Seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober hat sich in Frankreich die Anzahl antisemitischer Vorfälle vervielfacht. Während die Ermittlungen der Polizei laufen, will die Universität die Videoüberwachung auf dem Campus ausweiten.

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