Im Rems-Murr-Kreis kam es zu zwei größeren Polizeieinsätzen. Verletzt wurde niemand. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Friso Gentsch)

Nach Ermittlungen gegen Beamten

Mannheimer Polizist schoss im Einsatz aus Notwehr

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Das Ermittlungsverfahren gegen einen Polizeibeamten wegen eines Schusses im Einsatz ist eingestellt worden. Er hatte Mitte Mai einen Mann in Mannheim ins Bein geschossen.

Nach dem Ergebnis der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen sei der Polizeibeamte mit seinem Streifenpartner zu einer Wohnung in Mannheim-Waldhof gerufen worden. Dort seien die Beamten auf einen 31-Jährigen getroffen, der sich dem äußeren Anschein nach in einem psychischen Ausnahmezustand befunden habe. Am Hals hatte er bereits eine Wunde.

31-Jähriger reagierte nicht auf Aufforderungen

Der Mann habe ein großes Küchenmesser in der Hand gehalten. Zunächst habe der Polizist den 31-Jährigen aufgefordert, das Messer weg- und sich selbst hinzulegen. Der Mann habe darauf nicht reagiert. Deshalb habe der Polizist Pfefferspray eingesetzt - ohne Erfolg. Der 31-Jährige sei immer weiter auf den Polizeibeamten zugekommen, der bereits seine Dienstwaffe gezogen hatte, heißt es vonseiten der ermittelnden Staatsanwaltschaft.

Mannheimer Polizist schießt aus Notwehr

Als der 31-Jährige mit dem Messer in der Hand nur noch wenige Schritte von dem Polizeibeamten entfernt gewesen sei, habe der gezielt auf den Oberschenkel des 31-Jährigen geschossen. In Notwehr, um sich gegen einen Angriff zu verteidigen. Denn ein Angriff sei für den Polizisten nicht auszuschließen gewesen, so die Staatsanwaltschaft weiter. Der Schuss traf keine wichtigen Gefäße.

Unmittelbar nach der Schussabgabe habe sich der 31-Jährige unterhalb des Halses selbst einen Stich versetzt. Letztendlich sei das die alleinige Todesursache gewesen. Er starb noch in der Wohnung.

Weiterer Polizeieinsatz in Mannheim mit Todesfolge

Ende Mai hatte ein weiterer Polizeieinsatz mit Todesfolge in Mannheim für Aufsehen gesorgt. Dabei war ein 47-Jähriger ums Leben gekommen. Ein Arzt des Zentralinstituts für seelische Gesundheit hatte mit Hilfe der Polizei einen Patienten gesucht. Im Rahmen einer Kontrolle überwältigten zwei Polizisten den 47-Jährigen, der daraufhin zusammenbrach und im Krankenhaus starb.

Gegen die beiden an der Kontrolle beteiligten Beamten wird wegen des Verdachts auf Körperverletzung im Amt mit Todesfolge ermittelt. Ein abschließendes Untersuchungsergebnis zu den Todesumständen des Mannes wurde noch nicht veröffentlicht.

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SWR