Hallenbäder schließen im Winter, um Energie zu sparen. (Foto: dpa/ Uwe Zucchi)

Einsparungen wegen Energiekrise

Hallenbäder in Mannheim und Heidelberg öffnen mit Einschränkungen

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In Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis öffnen nach und nach die Hallenbäder. Viele wegen der Energiekrise aber mit Einschränkungen, kälterem Wasser oder ohne Saunen.

In Mannheim wird nach Angaben der Stadt die Wassertemperatur in allen Bädern zwei Grad kälter sein als sonst. Außerdem bleibe die Sauna im Herschelbad geschlossen. Die Sauna im Gartenhallenbad Neckarau öffnet dagegen wie geplant am 12. September.

Bäder sollen so lange wie möglich in Betrieb bleiben

Mit diesen Maßnahmen folgt die Stadt Mannheim den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Badewesen. Wie Mannheims Sportbürgermeister Ralf Eisenhauer (SPD) mitteilte, sei es nach den Einschränkungen während der Corona-Pandemie wichtig, dass die Bäder so lange wie möglich in Betrieb blieben und das Schwimmen für die Bevölkerung ermöglicht werde.

Heidelberg schließt mehrere Saunen

In Heidelberg öffnen am 12. September das City-Bad im Darmstädter Hofzentrum und das Hallenbad Hasenleiser. Die Saunen im Hallenbad Hasenleiser in Heidelberg-Rohrbach bleiben nach Angaben der Stadt zu. Im ganzjährig geöffneten Hallenbad Köpfel im Stadtteil Ziegelhausen seien die Sauna, die Solarien und die Infrarotkabine geschlossen. Außerdem entfielen die Warmbadetage an Montagen und Dienstagen. Nur der Warmbadetag mittwochs im Nichtschwimmerbecken bleibe wegen der Babyschwimmkurse erhalten. Das Köpfelbad werde seit einigen Wochen mit alternativen Energiequellen zu Gas betrieben, so die Stadt.

Keine Salzlounge und keine Rutsche im AQWA in Walldorf

Der Bäder- und Saunapark AQWA in Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis) öffnet am 19. September. Die Sauna, die Salzlounge, der Whirlpool und die Rutsche bleiben allerdings geschlossen. In Leimen (Rhein-Neckar-Kreis) öffnet das Hallenbad am 13. September, die Sauna bleibt ebenfalls zu.

Wassertemperatur wird auch in anderen Bädern im Rhein-Neckar-Kreis gesenkt

In Edingen-Neckarhausen wird nach Angaben der Verwaltung die Wassertemperatur im Freizeitbad sowie im Hallenbad in Edingen schrittweise um zwei Grad abgesenkt. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für das Bäderwesen spare eine um zwei Grad niedrigere Wassertemperatur ein Viertel der Energie ein. Im Hallenbad "HaWei" in Weinheim und im "Bellamar" in Schwetzingen wird die Wassertemperatur in den Becken ebenfalls abgesenkt, heißt es. In Heddesheim entfallen die Warmbadetage, die bisher dienstags und mittwochs stattfanden. Außerdem werde die Lufttemperatur in der Schwimmhalle, in den Umkleiden und in den Räumen im Saunabereich reduziert.

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SWR