Ein Polizeibeamter versucht die festgeklebte Hand eines Demonstranten der Umweltschutzgruppe "Letzte Generation" vom Asphalt zu lösen.

Am selben Tag neuer Klebe-Protest in Ludwigsburg

Kretschmann lehnt Treffen mit Aktivisten der "Letzten Generation" ab 

Stand

Ministerpräsident Kretschmann hält die Mittel der Aktivistengruppe nicht für zielführend, wie er am Dienstag mitteilte. In Ludwigsburg kam es zu einer erneuten Straßenblockade.

Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (Grüne), hat den Klebe-Protest der Aktivistengruppe "Letzte Generation" auf der Landespressekonferenz am Dienstag erneut abgelehnt. Die sogenannten Klima-Kleber würden mit ihren Aktionen Gefahr laufen, dass der Kampf gegen den Klimawandel an Akzeptanz in der Bevölkerung verliert.

"Wenn die Mittel das Ziel diskreditierten, dann sind es offensichtlich nicht die richtigen Mittel", so der Ministerpräsident. Beim überwältigenden Anteil der Bevölkerung stießen die Aktionen auf Missfallen und seien deshalb nicht das richtige Mittel. "Dazu braucht es kein Gespräch mit mir", betonte er. Das Ziel, beschleunigt gegen den Klimawandel zu kämpfen, würde man aber mit den Aktivistinnen und Aktivisten teilen. Kretschmann hatte bereits im Dezember des vergangenen Jahres den Klebe-Protest der Aktivistinnen und Aktivisten als "nicht sinnhaft" abgelehnt.

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Polizei verhindert Blockade der B27

Am frühen Dienstagmorgen hatten Klimaaktivisten mutmaßlich versucht, die stark befahrene Bundesstraße 27 in Ludwigsburg zu blockieren. Den Angaben der Polizei nach versammelten sich mehrere Menschen am Fahrbahnrand, gingen nach Gesprächen mit den Beamten aber wieder. Das hatten die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten" berichtet.

Später am Vormittag habe sich doch noch ein Mensch auf einer anderen Hauptverkehrsachse der Stadt festgeklebt, sagte ein Polizeisprecher. Plakate der Klimaaktivisten der Gruppe "Letzte Generation" hätten die Blockade gesäumt. Nach Angaben der Polizei war die Straße gegen halb zwölf Uhr wieder frei.

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SWR