Peter Weibel in seinem Büro im ZKM (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa | Uli Deck)

ZKM-Chef vor dem Abschied

Stadt Karlsruhe und Land kaufen Kunst von Weibel für ZKM

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Oliver Grimm
Bild von Oliver Grimm (Foto: SWR, Patricia Neligan )

Die Stadt Karlsruhe und das Land Baden-Württemberg haben Kunstwerke und Archivmatarial des Medienkünstlers und ZKM-Chefs Peter Weibel gekauft, der Ende März in Ruhestand geht.

Nach Angaben der Stadt Karlsruhe handelt es sich um zehn Kunstwerke und große Teile von Peter Weibels Archiv. Die Auswahl der Werke umfasst laut Kulturamt das künstlerische Schaffen Weibels von 1968 bis 1993.

"Die Arbeiten von Peter Weibel sind von großer Intensität und Spannung. Mit dem Ankauf gewinnt das ZKM ein Kaleidoskop von sechs Jahrzehnten Medienkunst."

Medienkünstler Weibel hinterlässt umfangreiches Medienarchiv

Dazu gehören Performances, elektronische Experimente, Videoinstallationen und computerbasierte Installationen. Das Archiv besteht aus Fotografien, Zeichnungen, Manuskripten und Skizzen sowie etwa 300 Videos, Filmen und Tonaufzeichnungen.

"Der Kunstankauf ist eine einmalige Chance, die Werke von Peter Weibel für die einzigartige Sammlung des ZKM zu sichern."

Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) ist der Vorsitzende des ZKM-Stiftungsrates. Ermöglicht wurde der Ankauf laut ZKM durch die Initiative und eine großzügige Zuwendung der Elke und Wolfgang Kuentzle Stiftung, des Landes Baden-Württemberg, der Stadt Karlsruhe und des ZKM. Peter Weibel habe demnach selbst mit einer umfangreichen Schenkung beigetragen.

ZKM-Chef geht im März in den Ruhestand

Der 78-Jährige Weibel geht nach 24 Jahren als wissenschaftlich-künstlerischer Vorstand des ZKM Ende März in den Ruhestand. Er gilt als eine zentrale Figur der europäischen Medienkunst.

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