Nora Welsch im Rollstuhl auf Weltreise: Auf Tuchfühlung mit einem Kamel im Oman.

Nora Welsch auf Zwischenstopp in Deutschland

Von Selbstzweifel zu Glücksgefühlen: Wie sich eine Weltreise im Rollstuhl anfühlt

Stand
Autor/in
Rebekka Plies
Ein Bild von Rebekka Plies

Drei Monate hat Nora Welsch im Rollstuhl die Welt bereits bereist. Von Kenia über Ägypten nach Asien. Für einen kurzen Stopp ist sie zurück in Deutschland. Das ist ihr Zwischenfazit:

Aufregende und abenteuerliche Monate liegen hinter Nora Welsch. Seit Mitte März war die 30-Jährige auf Weltreise im Rollstuhl. Jetzt macht sie einen geplanten Zwischenstopp zurück in Deutschland, bevor ihre Reise weitergehen soll. Viele schöne Eindrücke konnte sie aus den vergangenen Wochen mitnehmen und sie musste feststellen, wo Barrierefreiheit im Ausland an ihre Grenzen stößt.

Das Meer ist für Nora Welsch ein ganz besonderer Ort. Im Wasser fühlt sie sich frei.
Das Meer ist für Nora Welsch ein ganz besonderer Ort. Im Wasser fühlt sie sich frei. Bild in Detailansicht öffnen
Nora Welsch auf Weltreise: Die Pyramiden - ein absolutes Muss in Ägypten.
Die Pyramiden - ein absolutes Muss in Ägypten Bild in Detailansicht öffnen
Barrierefreie Toiletten sind nicht überall im Ausland so zahlreich zu finden, musste Nora Welsch feststellen.
Barrierefreie Toiletten sind nicht überall im Ausland so zahlreich zu finden, musste Nora Welsch feststellen. Bild in Detailansicht öffnen
Stationen der Weltreise von Nora Welsch
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Nora und ihre Assistentin Anna unterwegs auf Streifzug.
Nora und ihre Assistentin Anna unterwegs auf Streifzug. Bild in Detailansicht öffnen
Es muss nicht immer alles so ernst sein: Nora und ihre Assistentin Anna haben Spaß miteinander.
Es muss nicht immer alles so ernst sein. Bild in Detailansicht öffnen
Wunderschöne Aussichten konnte Nora Welsch mit ihrer Assistentin besichtigen.
Wunderschöne Aussichten konnte Nora Welsch mit ihrer Assistentin besichtigen. Bild in Detailansicht öffnen

Das Zwischenfazit der Weltreise Teil 1:

Während Asien-Trip: Assistent kündigt überraschend

Nach ihren Weltreisestationen in Kenia und in der arabischen Welt zog es Nora Welsch und ihre Assistenten nach Asien. Doch bereits im Flugzeug Richtung Japan lief es nicht nach Plan. Einer ihrer Assistenten musste medizinisch versorgt werden und stand Nora beispielsweise als Hilfe beim Heben nicht mehr zur Verfügung. Kurze Zeit später kündigte der Assistent und Nora musste von Japan aus innerhalb von zwei Wochen Ersatz suchen.

Man kann den Menschen nicht in den Kopf schauen und manchmal funktioniert es nicht so gut, wie man gehofft hatte.

Aber Nora hat es auch anders erlebt. Besonders mit ihrer Assistentin Anna ist sie in den vergangenen Monaten eng zusammengewachsen. "Sie war ein echter Glücksgriff", sagt Nora.

Nora und ihre Assistentin Anna unterwegs auf Streifzug.
Nora und ihre Assistentin Anna unterwegs auf Streifzug.

Es habe nie Stress oder ein böses Wort gegeben, obwohl man sich nicht so gut kannte. Aber das habe super funktioniert.

Insgesamt war Asien für Nora sehr interessant. Sie habe viele neue Dinge ausprobiert: Aal in Japan, Insekten in Thailand und schärfere Gerichte. Aber vor allem bleibt ihr eins in Erinnerung: die Freundlichkeit der Menschen, egal ob in Japan oder Thailand.

Reise abbrechen oder weitermachen? Nora Welsch gibt nicht auf!

Die 30-Jährige sagt, dass sie viele tolle Momente in den vergangenen Monaten erlebt hat, in denen sie dankbar war, überhaupt an diesem Ort sein zu können. Aber es gab auch die Momente, wo sie sich gefragt hat, ob es das wert ist und warum sie sich das angetan hat.

Ich habe gemerkt, dass schwierige Momente auch dazu gehören und eine Reise eben nicht geradlinig verläuft.

Nora ist im Verlauf der Reise auch deutlich gelassener geworden:

Als Frau im Rollstuhl muss Nora Welsch deutlich mehr Zeit für Organisatorisches aufbringen. Flüge organisieren, den Rollstuhl aufwendig anmelden, nach barrierefreien Unterkünften suchen, Transporte buchen. Das kann zwischenzeitlich auch mal stressig werden. Doch für sie überwiegt das Positive. Auch nach der Kündigung des einen Assistenten, habe der neue Assistent eine neue, schöne Stimmung mitgebracht.

Ich bin froh, dass ich weitergemacht habe, weil es so viele schöne Momente gab.

Weltreise-Assistentin für Juli und August dringend gesucht

Mitte Juli startet dann der zweite Teil der Weltreise von Nora Welsch. Obwohl es schon in wenigen Wochen losgeht, gibt es noch keinen konkreten Plan. Vielleicht geht es nach Brasilien, vielleicht noch mal in den Oman. Ideen gibt es auf jeden Fall.

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Aber ein wesentliches Puzzleteil fehlt noch: Nora sucht noch eine Assistentin, die sie von Mitte Juli bis Mitte August auf ihrer Reise begleitet. Interessenten können sich gerne bei ihr melden, lacht Nora.

Das will Nora Welsch beim zweiten Teil der Weltreise anders machen

Bis Herbst will sie mit ihrem Rollstuhl und Assistenten weiter durch die Welt reisen. Ein Fazit aus dem ersten Teil: Nora möchte länger an einem Ort bleiben, um nicht ständig Dinge organisieren zu müssen.

Ich habe Lust, länger an einem Ort zu bleiben, um mich auch mehr auf mein Umfeld einlassen zu können.

Sich immer wieder neu orientieren zu müssen - wie funktioniert das Bad, wie gut sind die Wege - das alles kann ganz schön stressig sein und das will sie vermeiden.

Hilfsmittel Nr. 1 - Noras Rollstuhl hält gut durch

Ihr Rollstuhl, oder wie sie ihn auch liebevoll nennt, ihr "Freund", hat sehr gut durchgehalten. Egal auf welchem Untergrund. Auf ihr wichtigstes Hilfsmittel war während der Reise die ganze Zeit Verlass.

Ich bin sehr stolz auf ihn.

Grundsätzlich sei das Reisen im Rollstuhl aber so, wie sie es erwartet hat. Die ständige Anmelderei sei zwar zwischendurch nervig, aber generell laufe das sehr gut.

Wunderschöne Aussichten konnte Nora Welsch mit ihrer Assistentin besichtigen.
Wunderschöne Aussichten konnte Nora Welsch mit ihrer Assistentin besichtigen.

Während ihres geplanten Zwischenstopps zuhause in Deutschland wird auch ihr "Freund" noch mal auf Herz und Nieren geprüft, damit er auch beim zweiten Teil ihrer Weltreise verlässlich alle Abenteuer mitmacht.

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