Planungen für neue Gütertrasse gehen weiter (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa | Uli Deck)

Aufwendiges Planungsverfahren

Zahl der Varianten für Güterbahnstrecke Mannheim-Karlsruhe schrumpft

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Für die geplante Gütertrasse zwischen Mannheim und Karlsruhe gibt es noch 20 mögliche Planvarianten. Sie wurden am Mittwoch von der Bahn der Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Juni hatte die Bahn noch 50 verschiedene Planvarianten im Rennen, die Stück für Stück abgearbeitet werden. Wie die Bahn mitteilte, sind zuletzt vor allem drei von vier linksrheinischen Varianten über Landau gestrichen worden. Dafür gibt es auf der baden-württembergischen Rheinseite noch insgesamt 16 Planvarianten, die zumindest theoretisch für die zweigleisige Strecke in Frage kommen könnten.

Langwieriges Ausleseverfahren

Die Prüfugen werden weiter fortgesetzt. Umweltschutz, Streckenlänge und eine detaillierte Kosten-Nutzen-Rechnung müssen noch genauer untersucht werden, hieß es von der Bahn. Bis spätestens Ende 2023 will sich die Bahn dann für eine Variante entschieden haben.

Bevor die Bahn in die eigentliche Detailprüfung gehen will, soll die Zahl der Varianten noch einmal auf zehn bis 15 reduziert werden. Um die Öffentlichkeit auf dem Laufenden zu halten, wird die Bahn in der kommenden Woche in Karlsruhe gegenüber dem Eingang des Hauptbahnhofes einen Infocontainer einrichten. Dort können sich Interessierte nach vorheriger Anmeldung über den Stand der Dinge informieren. Ein ähnlicher Infopunkt ist auch für Mannheim geplant.

Widerstand von Kommunen

Die Planungen für das Bahnprojekt Mannheim-Karlsruhe umfassen den durchgehenden Raum von Mannheim-Waldhof im Norden über die gesamte Rheinebene bis nach Karlsruhe im Süden. In mehreren Städten und Gemeinden regt sich Widerstand gegen die Planungen der Bahn. Die Kritiker befürchten Lärmbelästigung und Folgen für die Umwelt.

Die Güterbahnstrecke Mannheim-Karlsruhe wird von Experten seit Jahren gefordert. Im Rahmen der großen europäischen Güterstrecken ist der nordbadische Abschnitt um Jahre hinter der Planung zurück. Er stellt einen Flaschenhals auf der stark befahrenen Strecke im Rheintal dar.

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SWR