Figur der Justizia hält eine Waage in der Hand.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | David-Wolfgang Ebener)

Damit er in psychiatrische Behandlung kommt

Schwäbisch Hall: Anwalt will sich ehrenamtlich für Mandanten einsetzen

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Wegen neun Straftaten in zweieinhalb Wochen hat das Amtsgericht Schwäbisch Hall einen 41 Jahre alten Mann verurteilt. Jetzt will sich sein Anwalt ehrenamtlich für ihn einsetzen.

Das Amtsgericht Schwäbisch Hall hat einen 41 Jahre alten Mann zu einem Jahr Haft verurteilt, weil er innerhalb von zweieinhalb Wochen neun Straftaten begangen hat. Jetzt will sich sein Anwalt ehrenamtlich dafür einsetzen, dass er anschließend in psychiatrische Behandlung kommt.

Rechtsanwalt Nikolaos Sakellariou hält die Haftstrafe für seinen Mandanten für falsch. Seit seinem 23. Lebensjahr sei der Mann psychisch krank, sagte er dem SWR. Die Straftaten habe er in einem Zeitraum begangen, in dem er keine Medikamente erhielt.

Diebstähle und Beleidigungen

Aus zwei Geschäften stahl der Verurteilte Kleidung, er randalierte, beleidigte unter anderem Beamte und bespuckte Polizisten. Auch ihn habe er beleidigt, sagte Rechtsanwalt Sakellariou. Später unter Beruhigungsmitteln sei er jedoch "lammfromm" gewesen.

Behandlungsplatz gesucht

Die Haftstrafe mache seinen Mandanten sicher nicht gesünder, so Sakellariou weiter. Zusammen mit dem Pfarrer der Haftanstalt suche er jetzt ehrenamtlich für ihn einen Platz in einer psychiatrischen Anstalt. Vor Gericht hatte der Verurteilte den Wunsch geäußert, bei der Erlacher Höhe unterzukommen. Die hält auch sein Rechtsanwalt für wünschenswert.

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