Die Universität Konstanz erweitert ihr Psychotherapie-Angebot deutlich. Ein neues Psychotherapie-Zentrum hat in der Stadt geöffnet. Neben der Therapieambulanz für Erwachsene gibt es nun auch Abteilungen für Kinder und Jugendliche sowie für Menschen im höheren Alter.
Ambulanz in Konstanz ist Lehr- und Forschungseinrichtung
Schon seit vielen Jahren bietet die Universität ein Psychotherapie-Angebot an, bislang allerdings in deutlich geringerem Umfang. Die neue Ambulanz ist mit ihren drei Abteilungen auf drei Stockwerken angesiedelt. Die Räumlichkeiten in der Konstanzer Innenstadt sind angemietet.
Die Ambulanz ist eine Lehr- und Forschungseinrichtung, in der auch Psychologie-Studenten arbeiten. Eine Stärke der Einrichtung sei, dass neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in die Therapien einbezogen werden, so die Universität in einer Mitteilung. Menschen mit schwereren psychischen Störungen - wie Psychosen - aber auch Menschen mit Essstörungen oder Demenz werden in der neuen Hochschulambulanz in Konstanz behandelt.
Von dem Zentrum profitieren gleichermaßen die Patient*innen, die Psychologie-Studierenden und die psychologische Forschung.
Reform in der Ausbildung erfordert größere Kapazitäten
Die Universität Konstanz erweitert das Angebot auch aufgrund einer Reform in der Ausbildung von Psychotherapeuten. Nach einem neuen Gesetz sei es den Konstanzer Psychologie-Studierenden möglich, künftig direkt mit ihrem Abschluss die Approbation zu erlangen, also die Erlaubnis, den Beruf auszuüben. Dazu sei jedoch mehr Zeit am Krankenbett notwendig, heißt es von der Universität.