Klaus Edele - nominiert für die Landesauszeichnung: Wir machen Mobilitätswende. (Foto: Pressestelle, KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH)

Landesauszeichnung "Wir machen Mobilitätswende"

Ravensburger Umweltmanager Edele erhält Preis

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Das nachhaltige Mobilitätskonzept beim Ravensburger Unternehmen Vetter Pharma hat eine der fünf Landesauszeichnungen für Mobilität erhalten. Das wurde am Montagabend in Ludwigsburg bekanntgegeben.

Umweltmanager Klaus Edele hat sich in der Kategorie "Verbesserter und vernetzter Rad- und Fußverkehr" des Landespreises "Wir machen Mobilitätswende" durchgesetzt. Er hatte Angebote für Radler bei Vetter Pharma entwickelt. Das gab das baden-württembergische Verkehrsministerium bekannt. Für die Auszeichnung „Wir machen Mobilitätswende“ waren auch eine Frau aus Ravensburg und ein Mann aus Konstanz nominiert.

Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) vergab am Montagabend in Ludwigsburg die Landesauszeichnung "Wir machen Mobilitätswende". Sie ging an sechs von 18 nominierten Bewerbern, die umweltfreundliche Fortbewegungskonzepte entwickelt haben.

 

Mit dem Rad zur Arbeit

Umweltmanager Klaus Edele bekam einen der Mobilitätspreise, weil er beim Unternehmen Vetter Pharma in Ravensburg Angebote schuf, um mehr Beschäftigte zum Umstieg auf das Rad, den ÖPNV oder E-Mobile zu bewegen. Vetter bietet zum Beispiel seinen Mitarbeitenden ein Leasingmodell für Fahrräder und installierte 500 geschützte Abstellplätze für Räder.

Außerdem können Radler vor Arbeitsbeginn kostenlos Duschen mit Spinden nutzen. An drei Standorten des Pharmaunternehmens können Beschäftigte für Fahrten zwischen Bahnhof und Arbeitsplatz kostenlos Räder nutzen.

Zu Fuß oder mit dem Rad durch ein "Autofreies Lauratal"

Hermine Städele aus Ravensburg wurde nominiert, weil sie für ein "Autofreies Lauratal" kämpft. So wurde seit 2021 an bereits vier Aktionswochenenden das Naherholungsgebiet Lauratal für Autofahrer gesperrt - damit Menschen rund um Weingarten und Schlier zu Fuß oder mit dem Rad auf Entdeckungstour gehen konnten.

Das Aktionsbündnis, in dem sich Städele engagiert, will an solchen verkehrsfreien Wochenenden nicht nur Menschen in die Natur locken. Geworben wird auch für die Vorzüge von autofreien Räumen und für alternative Mobilität: Zum Beispiel mit dem Verleih von Lastenrädern.

Hermine Städele - nominiert für die Landesauszeichnung: Wir machen Mobilitätswende. (Foto: Pressestelle, KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH)
Hermine Städele - nominiert für die Landesauszeichnung: Wir machen Mobilitätswende. Pressestelle KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH

Mit dem Elektroboot über den Bodensee

Christoph Witte von den Bodensee Schiffsbetrieben in Konstanz war nominiert, weil er mit seinem Team das erste vollelektrische Passagierschiff auf dem Bodensee in Betrieb genommen hat: Die MS Insel Mainau. Der barrierefreie Katamaran ist strombetrieben und deckt zudem bis zu 20 Prozent seines Energiebedarfs aus einer Solarzellenüberdachung. Das Schiff fährt zwischen Unteruhldingen, der Mainau und Meersburg.

Christoph Witte - nominiert für die Landesauszeichnung: Wir machen Mobilitätswende. (Foto: Pressestelle, KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH)
Christoph Witte - nominiert für die Landesauszeichnung: Wir machen Mobilitätswende. Pressestelle KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH

Sechs Preise in unterschiedlichen Kategorien

Bei dem Landeswettbewerb "Wir machen Mobilitätswende" haben sich in diesem Jahr 55 Menschen beworben, davon wurden 18 nominiert. Die Preisträgerinnen und Preisträger vom Montagabend erhielten für die Weiterentwicklung ihrer Projekte Hilfen von Experten im Wert von bis zu 3.000 Euro. Die Auszeichnungen wurden in fünf Kategorien vergeben.

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