Menschen mit Transparenten für Frieden in der Ukraine (Foto: SWR, Rebecca Luer)

Jahresrückblick Januar bis April

Corona, Hackerangriff und Solidarität mit der Ukraine

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Das Wetter ist mild gewesen, die Corona-Inzidenz hoch – so hat das Jahr in der Region Bodensee-Oberschwaben begonnen. Wenige Wochen später erschütterte der Krieg in der Ukraine die Menschen.

Das Jahr 2022 begann mit erneut steigenden Corona-Inzidenzen in der Region Bodensee-Oberschwaben. Die Omikron-Variante des Coronavirus stellte die Kliniken vor neue Herausforderungen, wie etwa den Gesundheitsverbund im Kreis Konstanz. Der Klinikverbund Oberschwabenklinik im Kreis Ravensburg warnte ebenfalls vor einer Überlastung der Normalstationen in seinen Krankenhäusern. Dort lagen immer mehr Patienten, die mit der Omikron-Variante infiziert waren, während sich die Lage auf den Intensivstationen entspannte.

Hackerangriff legt Medizin Campus Bodensee lahm

Am Medizin Campus Bodensee (MCB) in Friedrichshafen bereitete nicht nur Corona Sorgen. Hacker legten im Januar sämtliche Server und Computer lahm, verschlüsselten Daten und forderten Lösegeld. Die Behörden ermittelten wegen Erpressung gegen Unbekannt. Weil zeitweise die komplette Informationstechnik (IT) ausgefallen war, wurden unter anderem Operationen abgesagt und Notfälle in andere Krankenhäuser gebracht. Die Höhe des entstandenen Schadens wird auf 600.000 Euro geschätzt. Bis alles wieder lief, dauerte es Monate.

Das Klinikum Friedrichshafen des Medizin Campus Bodensee (MCB) (Foto: SWR, Rebecca Lüer)
Das Klinikum Friedrichshafen des Medizin Campus Bodensee (MCB) wurde Anfang 2022 Opfer eines Hackerangriffs. Rebecca Lüer

Auch wettertechnisch bereitete der Jahresbeginn manchen Sorgen: Zu warm, zu trocken und viel Sonne: Der Januar fiel in der Region Bodensee-Oberschwaben für einen Wintermonat recht mild aus - im Schnitt war er eineinhalb Grad zu warm.

Ukraine-Krieg erschüttert auch die Region Bodensee-Oberschwaben

Ein Thema überschattete dann aber nach wenigen Wochen im neuen Jahr alles: Der Krieg in der Ukraine begann am 24. Februar. In der Region Bodensee-Oberschwaben waren das Entsetzen und die Solidarität groß. In der ganzen Region fanden Friedensdemonstrationen und Mahnwachen statt, so wie hier in Konstanz:

Menschen auf Mahnwache vor dem Konstanzer Münster (Foto: SWR, Friederike Fiehler)
Die Veranstalter, mehrere politische Jugendorganisationen, hatten ursprünglich nur mit wenigen hundert Teilnehmenden gerechnet. Friederike Fiehler Bild in Detailansicht öffnen
Organisiert wurde die Kundgebung von insgesamt sechs politischen Jugendorganisationen. Rebecca Luer Bild in Detailansicht öffnen
Konstanzerinnen und Konstanzer mit Freunden und Familie in der Ukraine berichteten in emotionalen Reden, was sie und ihre Lieben durchlebt haben. Rebecca Lüer Bild in Detailansicht öffnen
Nach der Kundgebung entzündeten viele Teilnehmerinen und Teilnehmer Kerzen am Münsterplatz in Konstanz. Friederike Fiehler Bild in Detailansicht öffnen
Viele Teilnehmende brachten Plakate zu den Mahnwachen mit. Friederike Fiehler Bild in Detailansicht öffnen

Hilfsgüter wurden gesammelt und ab März wurden Hallen für Geflüchtete umgebaut. Privatleute nahmen Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine auf. So zum Beispiel Familie Rother aus Wangen im Allgäu - wie ein Beitrag von Anfang März zeigt:

Das ganze Jahr 2022 lang bewegte der Ukraine-Krieg die Menschen in der Region. Die Unterbringung von immer mehr Geflüchteten in den Kreisen der Region Bodensee-Oberschwaben bleibt weiterhin schwierig.

Gute Nachrichten von Paralympics-Teilnehmerin vom Bodensee

Für gute Nachrichten sorgte im Frühjahr die Monoskifahrerin Anna-Lena Forster aus Radolfzell (Kreis Konstanz). Sie kam als erfolgreichste deutsche Teilnehmerin der Paralympics in Peking an den Bodensee zurück. Die 26-Jährige wurde ihrer Favoritenrolle gerecht.

Anna-Lena Forster bejubelt ihre Goldmedaille im Slalom bei den Paralympics in Peking. (Foto: IMAGO, IMAGO/Xinhua)
Anna-Lena Forster bejubelt ihre Goldmedaille im Slalom bei den Paralympics in Peking. IMAGO/Xinhua

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