Ein Student organisiert sein Studium vom Wohnzimmer der Eltern aus und blickt auf die Webseite der Uni. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa/Guido Kirchner (Symbolbild))

Für nicht akademische Familien

Bildungschancen: Baden-Württemberg fördert Arbeiterkinder-Projekt

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Das Land BW unterstützt das Projekt "ArbeiterKind.de" mit insgesamt 120.000 Euro bis 2024. Es will Kindern aus nicht akademischen Familien die Entscheidung für ein Studium erleichtern.

Baden-Württemberg fördert das Projekt "ArbeiterKind.de" mit insgesamt 120.000 Euro in den Jahren 2023 und 2024. Damit sollen Schülerinnen, Schüler und Studierende aus nicht akademischen Familien bei der Entscheidung für ihren künftigen Bildungsweg unterstützt werden, teilte die Grünen-Fraktion am Samstag mit. Die finanzielle Unterstützung sei für den laufenden Betrieb, für Sachmittel und Personal vorgesehen.

Ziel: Gleiche Chancen ungeachtet der Herkunft

Michael Joukov, Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion für die Belange der Studierenden, erklärte, junge Menschen sollten ungeachtet ihrer Herkunft die gleichen Chancen auf ein Studium erhalten. "Die Hürden, ein Studium zu beginnen, wenn die Eltern selbst nicht studiert haben, sind nach wie vor hoch", so Joukov. Eine gute Beratung sei dann besonders wichtig. Am Ende profitiere die ganze Gesellschaft von diesem Projekt.

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Organisation unterstützt seit 2008 Kinder aus nicht akademischen Familien

Seit 2008 unterstützt "ArbeiterKind.de" den Angaben zufolge Schülerinnen und Schüler aus Familien ohne Hochschulerfahrung dabei, als Erste in ihrer Familie zu studieren. 6.000 Ehrenamtliche engagieren sich bundesweit in 80 lokalen ArbeiterKind.de-Gruppen. Sie informieren Schülerinnen und Schüler über die Möglichkeit eines Studiums und beraten sie auf ihrem Weg vom Studieneinstieg bis zum erfolgreichen Studienabschluss und Berufseinstieg.

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