Rukwied und Özdemir in Weinsberg (Foto: SWR)

Hitze und Trockenheit wirken sich auch auf Landwirtschaft aus

Getreide- und Honigernte in BW: Ein gutes Jahr für frühreife Sorten, ein schwächeres für spätere Arten

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Eine deutlich größere Ernte wird im Land bei der Sommergerste erwartet. Bauernpräsident Joachim Rukwied rechnet bundesweit dagegen mit einer schwächeren Ernte als im Vorjahr.

Auch wegen Hitze und Trockenheit ist bei der Getreideernte in Baden-Württemberg in diesem Jahr bei frühreifen Sorten ein gutes, bei späteren Arten ein schwächeres Ergebnis zu erwarten. Wie das Statistische Landesamt am Freitag in Stuttgart mitteilte, wird die Getreideernte ohne Körnermais mit schätzungsweise 2,8 Millionen Tonnen das Vorjahresergebnis von 2,6 Millionen Tonnen deutlich übersteigen und fast das langjährige Mittel von 2,9 Millionen Tonnen erreichen.

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Bauernpräsident Rukwied erwartet schwächere Ernte als im Vorjahr

Trockenheit und Hitze sind laut Ernteberichterstattern für die späten Sorten aber ein Problem. Das beschreibt auch der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, aus Eberstadt (Kreis Heilbronn) mit Blick auf ganz Deutschland.

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Bauernpräsident Rukwied im ARD ZDF Morgenmagazin zu den Auswirkungen der Trockenheit auf die Ernte:

Statistisches Landesamt: Deutlich größere Ernte bei der Sommergerste

Laut Mitteilung des Statistischen Landesamt wird eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich größere Ernte bei der Sommergerste erwartet. Hintergrund sei unter anderem eine spürbar ausgeweitete Anbaufläche. Es wird mit einer Menge von 0,34 Millionen Tonnen gerechnet. 0,59 Millionen Tonnen Wintergerste soll es bei unveränderter Anbaufläche geben. Bei der wichtigsten Getreideart, Winterweizen, wird ein Ertrag von gut 1,5 Millionen Tonnen prognostiziert. Bei Roggen wird mit einem Rückgang gerechnet und bei Winterraps mit einem höheren Ertrag.

Honigernte: Schönes Frühjahr gut für Bienen, Sommerhitze schlecht

Baden-Württembergs Imker haben in diesem Frühjahr deutlich mehr Honig geerntet als im Vorjahr. In der sogenannten Frühtracht habe jedes Bienenvolk im Schnitt 18,4 Kilo Honig produziert, teilte das Fachzentrum Bienen und Imkerei der Deutschen Presse-Agentur mit. Im verregneten Vorjahr waren es nur 10,1 Kilo gewesen und 2020 17,5 Kilo. Grund für den hohen Erntewert in diesem Frühjahr war das gute Wetter. "Es war sonnig und trocken, zugleich hatte der Boden aber noch eine Grundfeuchtigkeit", sagte der Leiter des Fachzentrums, Christoph Otten. "Dadurch wuchsen die Pflanzen gut und die Bienen konnten viel Nektar sammeln." Die Ernte - "Tracht" genannt - unterteilt sich in Früh- und Sommertracht. Der Präsident des Landesverbandes Badischer Imker, Klaus Schmieder, freute sich über die bessere Frühjahrsernte.

Das Imkern als Hobby boomt - seit Jahren wächst die Zahl der Freizeitimker. Was bringt so viele Menschen dazu, Bienen zu halten? SWR-Redakteur Pascal Fournier diskutierte am 17. März mit Klaus Eisele vom Imkerverband Rheinland Pfalz, Martin Klatt vom NABU Baden-Württemberg und der Imkerin Alissa Schick.

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Für das ganze Jahr erwartet er aber nur eine durchschnittliche Menge, weil die Hitze der Sommertracht ein vorzeitiges Ende bereitet habe. Angesichts des letztjährigen Totalausfalls sei man aber zufrieden. Und: "Die Qualität ist dieses Jahr sehr gut", sagte er.

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