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Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Donnerstag, 5. November 2020

Stand

Das war der Donnerstag in Baden-Württemberg

Land will Schulen und Kitas unbedingt offen lassen

21:46 Uhr

"Wir werden alle Maßnahmen ergreifen, um Schulen flächendeckend offen zu haben", so Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) im SWR-Politikmagazin "Zur Sache Baden-Württemberg". In Einzelfällen werde man dort reagieren, wo ein Infektionsgeschehen auftrete. Es sei ein Abwägungsprozess, dass Schulen und Kitas auch in Pandemiezeiten möglich sein müssten. Angesprochen auf die neue Helmholtz-Studie, dass Kinder sechsmal häufiger infiziert seien als bisher angenommen, verwies Eisenmann auf das Recht auf Bildung. Außerdem seien derzeit in Baden-Württemberg nur 279 von insgesamt 67.500 Schulklassen in Quarantäne. Eisenmann verdeutlichte auch die Bedeutung des Stoßlüftens. Das müsse sein, um weiterhin gut durch die kältere Jahreszeit zu kommen.

Corona-Tagesrückblick für Baden-Württemberg

21:15 Uhr

Wenn es an den Schulen bislang einen Corona-Fall gab, dann wurde oft die ganze Klasse in Quarantäne geschickt. Das soll sich jetzt laut Sozialministerium ändern. Dies und mehr im Corona-Tagesrückblick.

Theatermacher verstehen striktes Aufführungsverbot nicht

21:02 Uhr

Nachdem das kulturelle Leben den Sommer über wieder langsam zurückkehren konnte, sind die Vorhänge seit Montag wieder zu. Egal ob an den großen staatlichen Bühnen oder an den kleineren wie dem Zimmertheater Rottweil: Die Theaterleute sind im Corona-November-Blues.

Viele Parks und Schlösser wegen Corona geschlossen

20:58 Uhr

Bei vielen Sehenswürdigkeiten und sogar in manchen Parks im Land stehen Besucher vor verschlossenen Toren. Die Betreiber haben Angst, dass sich zu viele Menschen ansammeln könnten - zum Leid mancher benachbarter Gastronomen, die auf "To-Go-Kundschaft" angewiesen wäre.

Hohe Dunkelziffer bei erster Corona-Welle in München

20:24 Uhr

Eine großangelegte Münchner Antikörper-Studie hat eine hohe Dunkelziffer von Infizierten bei der ersten Corona-Welle entdeckt. Der Untersuchung mit rund 3.000 Münchner Haushalten zufolge hatten bis Anfang Juni rund 1,8 Prozent der Bevölkerung Antikörper gegen das Virus entwickelt. Das sei viermal mehr als der Anteil der damals nachgewiesenen Infektionen, teilten die Forscher der Infektions- und Tropenmedizin der Uniklinik München mit. Die Sterblichkeit der Infizierten lag demnach bei 0,76 Prozent - und damit um ein Vielfaches über der für saisonale Grippeinfektionen, wie die Wissenschaftler erläuterten. Die Münchner Studie habe für Deutschland eine höhere Bedeutung als Untersuchungen lokaler Ausbrüche. 25 Teams waren rund zwei Monate unterwegs gewesen, um gut 5.300 Freiwilligen ab 14 Jahren Blut abzunehmen.

Weitere 2.529 Corona-Neuinfektionen gemeldet

19:12 Uhr

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg steigt weiter an. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes kamen seit dem Vortag 2.529 gemeldete Fälle hinzu. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie nachweislich 93.267 Menschen in Baden-Württemberg infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 20 Fälle auf 2.091. Weitere 1.037 Menschen im Land gelten demnach als genesen (gesamt: 59.997). Der geschätzte 7-Tages-R-Wert liegt bei 0,90 (Stand: 30.10.) und damit unter der kritischen Marke von 1,0. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt landesweit bei 122,4 Infektionen pro 100.000 Einwohnern. Die höchsten Sieben-Tages-Inzidenzen landesweit hatten die Stadtkreise Heilbronn (217,2) und Pforzheim (215,9).

Ausschusssitzung zu Corona-Verordnung geplatzt

18:57 Uhr

Die für heute anberaumte Sitzung des Ständigen Ausschusses im Landtag ist geplatzt, weil Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) nur virtuell teilnehmen wollte. Darüber ärgern sich nun nicht nur die Oppositionsparteien, die dem Grünen-Politiker eine Missachtung des Parlaments vorwerfen. Die Koalitionspartner schieben sich wiederum gegenseitig die Schuld in die Schuhe. Eigentlich sollte in der Sitzung die Corona-Verordnung öffentlich beraten werden. Nach Angaben der CDU-Fraktion habe man sich mit den Grünen darauf geeinigt, die Sitzung auf kommenden Mittwoch zu verschieben.

Corona-Beschränkungen treffen Tourismusbranche hart

18:54 Uhr

Auch die Tourismusbranche am Bodensee leidet unter den neuen Corona-Beschränkungen. Sie seien schmerzhaft, erklärte die Internationale Bodensee-Tourismus-Gesellschaft.

Weiterer Todesfall in Mössinger Pflegeheim

18:24 Uhr

Ein weiterer Bewohner eines Pflegeheims in Mössingen (Kreis Tübingen) ist am oder mit dem Coronavirus gestorben. Damit gibt es nun sechs Tote, die an Covid-19 erkrankt waren. Insgesamt haben sich 29 Bewohner und 13 Mitarbeiter infiziert. Die Mehrheit der infizierten Bewohner habe bislang keine oder nur leichte Symptome, sagte die Pflegeheimleiterin dem SWR. Sechs älteren Menschen gehe es aber schlecht. Im Haus herrschen nun noch strengere Hygiene-Regeln als zuvor. Besucher dürfen zum Beispiel nur noch in Schutzkleidung kommen.

Zwei weitere Tote in Laichinger Altenheim

18:16 Uhr

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Laichingen (Alb-Donau-Kreis) sind zwei weitere Bewohner des Hauses gestorben. Das teilte das Landratsamt mit. Die Zahl der Verstorbenen, die positiv auf das Virus getestet worden waren, erhöhe sich damit auf 17.

Masken-Verweigerer greift Bahnmitarbeiter an

18:07 Uhr

Ein 62-jähriger Masken-Verweigerer hat gestern im Kreis Heidenheim einen Zugbegleiter angegriffen. Das teilte die Bundespolizei mit. Der Passagier habe den 51 Jahre alten Bahnmitarbeiter beleidigt und mehrfach versucht, ihn zu schlagen und zu treten. Zuvor habe der Zugbegleiter den Reisenden gebeten, Mund und Nase zu bedecken. Nachdem der 62-Jährige sich geweigert habe, habe er ihn aufgefordert, den Regionalzug zu verlassen. Der Zugbegleiter blieb laut Polizei unverletzt. Den Masken-Verweigerer erwarten nun eine Anzeige wegen versuchter Körperverletzung und ein Bußgeld wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung.

Studie: Kita-Kinder sind keine Pandemie-Treiber

17:48 Uhr

Kinder in Kitas sind keine Pandemie-Treiber. Zu dem Ergebnis kommt eine neue hessische Studie. Für diese haben die Forscher von Mitte Juni bis Mitte September jede Woche 825 Kita-Kinder getestet. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass sich keines der Kinder mit dem Coronavirus infiziert hat. Die Anzahl der Kinder bei der Studie ist allerdings eine sehr kleine Datenbasis im Vergleich zu anderen deutschen Studien. Diese stützen sich auf mehrere tausend Teilnehmer. Außerdem waren im Sommer die Infektionszahlen bundesweit niedrig und das Ansteckungsrisiko dementsprechend gering.

Vertrauen in Medien gut für befolgen von Corona-Regeln

16:42 Uhr

Menschen, die der Corona-Berichterstattung bewusst aus dem Weg gehen, halten sich weniger an die Vorschriften zur Bekämpfung der Pandemie. Das ist das Ergebnis einer Studie von Mannheimer Psychologen. Die Forschenden haben nach eigenen Angaben herausgefunden, dass der Stress bedingt durch die Corona-Nachrichtenflut das Einhalten der Schutzmaßnahmen allgemein erhöht. Wenn Menschen die belastenden Informationen über Corona vermeiden und das Thema bewusst ausblenden, halten sie sich dagegen weniger an die staatlichen Maßnahmen - so die Studie. Interessant sei darüber hinaus, dass das Verhalten der Menschen mit ihrem Vertrauen in die Medien zusammenhänge. Je höher das Vertrauen der Befragten in Zeitungen, Radio und Fernsehsender war, desto schwächer sei ihre Neigung gewesen, sich den Informationen zu entziehen.

Urlaub in Heidelberg: Paar scheitert vor dem VGH

16:35 Uhr

Ein Ehepaar, das in Heidelberg Urlaub machen wollte, ist jetzt mit einem Eilantrag vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim gescheitert. Eigentlich wollte das Paar im November eine Woche lang Urlaub in Heidelberg machen und hatte dort auch ein Hotelzimmer gebucht. Doch die neuen Corona-Regeln haben ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht: Hotels im Land dürfen keine Touristen mehr beherbergen. Dagegen war das Paar vorgegangen und hat einen Eilantrag eingereicht. Schließlich, so die Kläger, habe man diesen Urlaub von langer Hand und nach früheren Maßgaben der Bundesregierung geplant. Von den Mannheimer Richtern heißt es allerdings: Ein Verzicht auf den geplanten Urlaub wiege zwar schwer, allerdings sei es wichtiger, Leib und Leben der Menschen zu schützen und die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystem aufrecht zu erhalten. Auch mit Blick auf die Hotelbetreiber sei die Maßnahme verhältnismäßig - sie würden ja auch von staatlicher Seite entschädigt.

Caritas-Aktion "Eine Million Sterne" in diesem Jahr digital

16:30 Uhr

Die Caritas-Solidaritätsaktion "Eine Million Sterne" für hungernde und notleidende Menschen weltweit findet am 14. November vor allem digital statt. Wegen Corona sei es nicht möglich, wie geplant auf öffentlichen Plätzen in bundesweit rund 100 Städten Kerzen anzuzünden und dabei um Spenden zu werben, betonte die Caritas. Stattdessen gehe es nun darum, online Zeichen gegen die weltweite Armut zu setzen. Unter dem Hashtag #EineMillionSterne können am 14. November auf Facebook, Instagram und Twitter Bilder von brennenden Kerzen gepostet werden. Die Einzelbilder sollen auf der Aktions-Internetseite ein "Lichtermeer der Mitmenschlichkeit" bilden.

Mit diesen Herausforderungen kämpfen Autozulieferer am meisten

15:53 Uhr

Die Corona-Pandemie und der Wandel zur E-Mobilität gefährden tausende Jobs bei Autozulieferern wie Bosch oder ZF. Wirtschaft und Politik haben über neue Strategien gesprochen.

Vesperkirchen mit neuen Konzepten

15:46 Uhr

In vielen Städten Baden-Württembergs soll es in diesem Winter trotz der Coronavirus-Pandemie wieder Vesperkirchen geben. Allerdings in geringerem Umfang und teils mit eingeschränkten Angeboten, wie die Evangelischen Landeskirchen in Württemberg und Baden mitteilten. Derzeit seien 25 Vesperkirchen im Land geplant, 9 weniger als 2019. Der Württembergische Landesbischof Frank Otfried July nannte Vesperkirchen unverzichtbar. "Sie legen den Finger in die Wunde des Sozialstaats." In der Pandemie verschärften sich die sozialen Gegensätze.

Labore überlastet – Testergebnisse im Main-Tauber-Kreis verzögern sich

15:39 Uhr

Das Gesundheitsamt des Main-Tauber-Kreises muss immer länger auf Corona-Testergebnisse warten. Abstriche seien schnell möglich. Doch die Überlastung der Labore führe zu Verzögerungen bei der Ermittlung der Befunde, sagte der erste Landesbeamte Christoph Schauder dem SWR. "Das Problem ist momentan, dass die Labore landesweit, deutschlandweit am Limit sind. Wir konnten bis vor zwei Wochen in den meisten Fällen garantieren oder uns darauf einstellen, dass wir binnen 48 Stunden die Ergebnisse vorliegen haben." Das sei jetzt nicht mehr der Fall. Es dauere im Regelfall drei bis fünf Tage, bis die Ergebnisse vorliegen.

Stadt Karlsruhe steht vor rasantem Schuldenanstieg

14:45 Uhr

Karlsruhes Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) hat vor einem schnellen und starken Anstieg der städtischen Verschuldung gewarnt. "Die Ampel steht auf rot", sagte die Finanzbürgermeisterin:

Roboter gegen den Corona-Blues?

13:49 Uhr

Abstand halten und Kontakte auf ein Minimum reduzieren - das ist das Gebot der Stunde. Doch was gegen weitere Infektionen helfen soll, führt auch zur Vereinsamung. Unterschiedliche Arten sozialer Roboter könnten helfen, so Marah Blaurock von der Universität Hohenheim im SWR:

Wichtige Fragen und Antworten rund um das Virus

13:26 Uhr

Ist man nach einer Corona-Erkrankung immun? Kann man sich im Supermarkt über Verpackungen anstecken? Und ist eine Covid-19-Erkrankung für ein ungeborenes Kind gefährlich? Diese und andere Fragen klären wir hier:

Rund 60 Infizierte nach Gottesdiensten - Amt prüft Anzeige

13:18 Uhr

Nach einem Corona-Ausbruch unter Anhängern einer Freikirche in Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) prüft das Landratsamt eine Anzeige gegen die Kirche. Knapp 60 Personen hätten sich im Zusammenhang mit zwei Gottesdiensten Ende Oktober infiziert, teilte eine Sprecherin der Behörde heute mit. Die Zahl der Folgefälle nehme weiter zu. Insgesamt besuchten demnach rund 150 Menschen die Gottesdienste. Über eine Anzeige denke man nach, weil es in der Verantwortung der Kirche gelegen habe, vollständige Teilnehmerlisten vorzulegen. Auf den Listen fehlten aber teils die Adressen, außerdem seien falsche Namen und Telefonnummern angegeben worden. Zu der Frage, ob bei den Gottesdiensten die Hygieneregeln missachtet worden seien, lägen dem Amt keine Informationen vor, sagte die Sprecherin.

SPD-Fraktionschef: "Landesregierung hat versagt"

13:12 Uhr

Ein erheblicher Teil der Corona-Finanzhilfen für Vereine oder Klein-Unternehmen in Baden-Württemberg ist bislang noch nicht ausgezahlt worden. Dies geht aus der Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervor, die dem SWR vorliegt. Von 4,1 Milliarden Euro Corona-Soforthilfen sind bis Ende September 1,4 Milliarden Euro ausgezahlt worden. Der SPD-Landes-und Fraktionsvorsitzende Andreas Stoch kritisiert dies scharf: Er erwarte von der Landesregierung, dass die Mittel, die das Land nicht ohne Grund zur Verfügung stelle, auch an die Betroffenen ausgeschüttet würden. "Die Landesregierung hat bei der Bewältigung der Folgen der Krise versagt", so Stoch. Das Sozialministerium teilte auf SWR-Anfrage mit, bisher seien elf Anträge bewilligt worden. 350 Anträge würden noch geprüft. Vielfach mussten Unterlagen nachgefordert werden.

Neuinfektionen: Warum die Zahlen trotzdem Hoffnung machen

13:08 Uhr

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg hat einen neuen Tageshöchstwert erreicht. Dennoch geben die Zahlen Anlass zur Hoffnung - mit einem großen "Aber".

"Querdenken"-Vertreter bedrohen massiv Polizist und Familie

12:40 Uhr

Laut einem Bericht des Berliner "Tagesspiegels" werden ein Berliner Polizist und seine Familie massiv von Anhängern der "Querdenken"-Bewegung bedroht. Vertreter der Szene, die unter anderem gegen die Corona-Maßnahmen protestieren, haben ein Video der Demonstration vom 1. August in Berlin veröffentlicht. Darauf ist der Einsatzleiter einer Hundertschaft zu sehen, der laut Bericht damals die Aufgabe hatte, einen Protest der Stuttgarter Initiative "Querdenken 711" am Brandenburger Tor aufzulösen. Nach seinem Einsatz hätten Corona-Skeptiker den Namen, Foto und Privatadresse des Polizisten in sozialen Netzwerken veröffentlicht. Danach seien der Beamte und seine Familie über Wochen Beschimpfungen und Drohungen unter anderem über das Telefon ausgesetzt gewesen, schreibt der "Tagesspiegel".

Erste Operationen in Mannheim werden verschoben

11:10 Uhr

Die Krankenhäuser in Mannheim, Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis betreuen rund 150 Corona-Patienten stationär. Davon müssen knapp 30 beatmet werden. Patienten, deren Operationen sich verschieben lassen, müssen am Mannheimer Uniklinikum aktuell länger warten.

BW will Teststellen in überlasteten Kommunen ausbauen

10:41 Uhr

Wenn Stadt- und Landkreis beim Testen nicht mehr hinterherkommen, können sie zusätzliche Kapazitäten beim Gesundheitsministerium anmelden. Das teilte die Corona-Lenkungsgruppe der Landesregierung heute mit. Geplant sind vier mobile Testzentren mit jeweils bis zu zwei Teststraßen - sie sollen für zwei bis maximal vier Wochen an Orten wie Gemeinde- oder Mehrzweckhallen eingerichtet werden. In jedem Testzentrum können bis zu 300 Tests am Tag durchgeführt werden. Beim Betrieb soll es Unterstützung geben, etwa von der Bundeswehr und Hilfsorganisationen. Von heute an unterstützen außerdem 200 Polizeifreiwillige die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Kontakten.

Verband: Corona-Verordnung Katastrophe für Einzelhandel

9:49 Uhr

Kurz nach Beginn der neuen coronabedingten Einschränkungen schlägt der Einzelhandel Alarm. "Die Lage ist superdramatisch", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Einzelhandelsverbands Baden-Württemberg, Sabine Hagmann, am Donnerstag in Stuttgart. Insbesondere die Modebranche leide unter Umsatzeinbußen von mehr als 50 Prozent. Auch große Kaufhäuser seien betroffen. Die Einschränkungen träfen die Geschäfte zum ungünstigsten Zeitpunkt. "Im November und Dezember läuft das Weihnachtsgeschäft, auf das etwa 30 Prozent des Jahresumsatzes entfallen."

Polizeifreiwillige unterstützen Gesundheitsämter

9:41 Uhr

Laut einer Mitteilung des baden-württembergischen Staatsministeriums werden knapp 200 Mitglieder des freiwilligen Polizeidienstes die Gesundheitsämter unterstützen. Sie sollen dabei vor allem bei der Verfolgung von Kontaktpersonen helfen. Die Ehrenamtlichen springen ansonsten vor allem dann ein, wenn es auf den Polizeidienststellen personelle Engpässe gibt und helfen bei Veranstaltungen oder im Verkehr. Die Unterstützung ist nötig, weil viele Gesundheitsämter im Land, etwa auch das größte in Karlsruhe, an ihre Grenzen stoßen.

RKI: Häufig unklare Ansteckungswege

9:33 Uhr

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) können aktuell bei drei Viertel der gemeldeten Corona-Fälle in Deutschland keine Aussagen mehr über die Infektionsquelle getroffen werden. In Baden-Württemberg liegt der Anteil dieser Fälle bei 60 Prozent. Das heißt, es ist oft unklar, ob die Infektion bei privaten Treffen oder im öffentlichen Raum erfolgt ist und wer Treiber der Infektionen ist.

Kärcher-Chef erwartet Insolvenzwelle

8:54 Uhr

Hartmut Jenner, Vorstandsvorsitzender des Reinigungsgeräteherstellers Kärcher, rechnet für 2021 mit schlimmen Folgen der Corona-Pandemie für die Wirtschaft. Es werde nicht die dynamische Erholung der deutschen Wirtschaft geben, die viele prophezeien, sagte er dem "Handelsblatt" (Donnerstag). Außerdem drohe eine große Welle von Insolvenzen, die steigende Arbeitslosenzahlen und sinkende Steuereinnahmen bedeutet. "Und der Staatengemeinschaft wird schlicht das Geld für weitere Konjunkturprogramme ausgehen", so Jenner.

Immer mehr Klagen gegen Corona-Verordnung

7:46 Uhr

Die Betroffenen streben Eilverfahren vor den Verwaltungsgerichten an. Etwa beim Berliner Verwaltungsgericht sind bis Mittwoch 60 Eilanträge eingegangen, schreibt das Handelsblatt. Beispielweise Gastronomen könnten nicht verstehen, dass sie ihre Betriebe schließen müssten, Friseursalons aber offen bleiben. Einzelne Mitgliedsbetriebe des Hotel- und Gaststättenverbandes Rheinland-Pfalz erwägen deshalb ebenfalls, zu klagen. Auch in Baden-Württemberg geht der Verband davon aus, dass es Klagen geben wird, will aber noch warten. Weil immer mehr Gerichte einzelne Beschränkungen aus den Corona-Maßnahmen kippen, soll nun das Infektionsschutzgesetz geändert werden. Die Große Koalition in Berlin will eine entsprechende Gesetzesreform am Freitag im Bundestag beraten. Darin sollen im Detail Schutzmaßnahmen aufgelistet werden, die Bund und Länder im Falle einer Pandemie verhängen können.

Nachbarländer haben so hohe Infektionszahlen wie noch nie

7:36 Uhr

Die Schweiz, das Fürstentum Liechtenstein und Österreich haben innerhalb von 24 Stunden so viele Corona-Neuinfektionen gemeldet wie noch nie. Daher gelten in den Ländern strenge Einschränkungen im Alltagsleben. Österreich etwa befürchtet eine Überlastung der Krankenhäuser. Auf dem Messegelände in Dornbirn (Vorarlberg) soll eine Notversorgung für Covid-19-Patienten vorbereitet. Das Notspital war schon im Frühjahr aufgebaut worden, wurde aber bisher nicht gebraucht. Jetzt sei die Belegung der Intensivbetten in Vorarlberg stark gestiegen. Das Krankenhaus Dornbirn sei am Limit.

Investitionshilfe für Odenwald-Tourismus gefordert

7:22 Uhr

Die Pandemie wird den weltweiten Tourismus langfristig verändern. Für den regionalen Tourismus könnte das durchaus Chancen beinhalten, hofft der Landrat und Touristikchef im Odenwald, Achim Brötel. Wenn zukünftig immer mehr Deutsche im eigenen Land Urlaub machen, müssten aber Gasthäuser und Hotels umso mehr unterstützt werden. Neben den geplanten Überbrückungshilfen für den November fordert Brötel langfristige Investitionshilfen von Land und Bund, damit die deutlich steigende Nachfrage nach Urlaub in deutschen Ferienregionen vor Ort auch befriedigt werden kann: Beispielsweise für die Modernisierung von Gasthöfen oder für den Bau neuer Ferienhäuser.

Wie Corona-Kontakte zu bewerten sind

7:19 Uhr

Die Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg steigen wieder stetig an. Wie welcher Kontakt zu bewerten ist und welche Folgen er für die Arbeit und das tägliche Leben hat:

Ärzte als Corona-Leugner - Kammer spricht von vielen Beschwerden

7:15 Uhr

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg berichtet von zahlreichen Beschwerden über Ärzte, die die Gefahren und Risiken der Corona-Pandemie herunterspielen, sie leugnen oder in Verschwörungstheorien einbetten. Es handele sich um persönliche Einzelmeinungen. Die Mehrzahl der mehr als 70.000 Ärzte im Land finde es mehr als bedauerlich, dass Vertreter des Berufsstandes Gefahren durch das Coronavirus verharmlosten, den Glauben an angeblich dahinter steckende "dunkle Mächte" verbreiteten und wissenschaftlich erwiesenermaßen falsche Informationen streuten. Die Mehrheit der Ärzte arbeite in der medizinischen Versorgung in Kliniken, Praxen, Behörden und an anderen Stellen, oft am Rande der eigenen Belastbarkeit.

Rektoren: Digitales Studium hat gravierende Folgen

7:08 Uhr

Die vollständige Umstellung auf Online-Lehrbetrieb macht den Universitäten im Land zu schaffen. "Dies führt beispielsweise in den Buchwissenschaften dazu, dass ein Bachelorstudierender ein Drittel seiner oder ihrer Studienzeit die Universität nicht betreten wird und keinen direkten Austausch mit den Lehrenden oder seinen Kommilitonen hat", sagte Stephan Dabbert, Vorsitzender des Gremiums. Dies würde sich dauerhaft auch auf die Leistungen auswirken. Der Heidelberger Rektor Bernhard Eitel unterstrich unter anderem die Hürden für die Erstsemester: "Die aktuellen Umstände erschweren es massiv, sich untereinander kennenzulernen, Informationen auszutauschen und ein Studium auch als Lebensabschnitt zu organisieren." Erschwerend komme laut der Rektoren hinzu, dass die Studienanfänger des Jahrs 2021 aufgrund des eingeschränkten Schulbetriebs mit größeren Lücken als die diesjährigen Abiturienten ihr Studium beginnen würden. Für eine baldige Rückkehr zum Konzept eines eingeschränkten Präsenzbetriebs sprach sich auch Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) aus.

Donnerstag, 5. November 2020

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.

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