Coronavirus unter dem Mikroskop  (Foto: Getty Images, Montage: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Montag, 2. August 2021

STAND

Das war der Montag in Baden-Württemberg

Wie die Stiko aktuell über Corona-Impfungen bei Kindern denkt

21:33 Uhr

Die Politik hat beschlossen, dass alle Kinder ab zwölf Jahren ein Corona-Impfangebot bekommen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt bisher keine generelle Impfung von Kindern und Jugendlichen. Wie der Ulmer Virologe und Stiko-Chef, Thomas Mertens, im SWR sagte, sei es deutlich, dass die Impfung von Kindern für den gesamten Pandemie-Verlauf keine wesentliche Bedeutung habe. Dennoch geht der Ulmer Virologe davon aus, dass in den kommenden Tagen eine überarbeite Impfempfehlung für 12- bis 17-Jährige herausgegeben wird - er wisse jedoch nicht, wie diese ausfallen wird. Der Mainzer Kinderarzt Fred Zepp ist ebenfalls Mitglied der Stiko. Die Kommission sei generell für Impfungen, erklärt Zepp. Man warte aber noch auf wichtige Daten:

Rechtslage bei Impfungen von Kindern und Jugendlichen

20:48 Uhr

Können sich Kinder und Jugendliche auch ohne Einwilligung der Eltern impfen lassen? Ein Überblick über die Rechtslage:

BW-Minister Lucha begrüßt Impfung für Minderjährige

20:45 Uhr

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) hat die Entscheidung, 12- bis 17-Jährigen ein Corona-Impfangebot zu machen, begrüßt. Man setze sich damit nicht über die Ständige Impfkommission hinweg, betonte Lucha. Die Gesundheitsminister seien vielmehr von den Vorteilen einer Impfung für Minderjährige überzeugt und würden das tun, was geboten sei, sagte er gegenüber dem SWR. "Das ist ein Spielraum, den uns die Ständige Impfkommission lässt, den wir aktiv und offensiv umsetzen" so Lucha. Die Ständige Impfkommission hat die Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen bisher nicht generell empfohlen.

Bad Krozingen startet Crowdfunding für Luftfilter in Schulen

19:35 Uhr

Bad Krozingen will mit einer Crowdfunding-Aktion Luftfilter für Schulen finanzieren. Sie sollen helfen Präsenzunterricht nach den Ferien dauerhaft zu ermöglichen. 150 mobile Luftfilteranlagen für die Klassenzimmer in Schulen will die Stadt Bad Krozingen langfristig anschaffen. Die Filter sollen helfen, Präsenzunterricht trotz steigender Infektionszahlen dauerhaft zu ermöglichen. Ein Gerät kostet rund 4.000 Euro. An diesen Kosten können sich Unternehmen und Bürger mit Spenden beteiligen. Die Stadt hat dafür extra eine Spenden-Plattform im Internet eingerichtet.


Impf-Angebote für Kinder ab 12 und Auffrisch-Impfungen in allen Ländern beschlossen

18:30 Uhr

Als Corona-Schutz zum Schulstart nach den Sommerferien sollen zusätzliche Impfgelegenheiten für Kinder und Jugendliche kommen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beschlossen am Montag, dass nunmehr alle Länder Impfungen für 12- bis 17-Jährige auch in Impfzentren oder auf andere niedrigschwellige Weise anbieten sollen. Dabei sei entsprechende ärztliche Aufklärung erforderlich. Außerdem sollten Kinder und Jugendliche auch durch Kinder- und Hausärzte sowie im Rahmen von Impfungen für Angehörige von Beschäftigten in Firmen geimpft werden können. Für Jugendliche und junge Erwachsene in Universitäten und Berufsschulen sind ebenfalls Impf-Angebote geplant. In einem weiteren Beschluss wurde vereinbart, ab September im Sinne einer gesundheitlichen Vorsorge in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen eine Auffrischimpfung in der Regel mindestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie anzubieten. Patientinnen und Patienten mit Immunschwäche oder Immunsuppression sowie Pflegebedürftige und Höchstbetagte in ihrer eigenen Häuslichkeit sollen durch ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte eine Auffrischimpfung angeboten bekommen


Sieben-Tage-Inzidenz geht landesweit leicht zurück

18:20 Uhr

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist leicht gesunken. Sie liegt heute laut Landesgesundheitsamt (Stand: 16 Uhr) bei 14,5. Am Vortag lag sie bei 15,0 - am Montag vor einer Woche bei 12,3. Im Vergleich zum Vortag wurden 95 Neuinfektionen im Land gemeldet (gesamt: 506.129). Sechs weitere Person starben im Zusammenhang mit Covid-19 (gesamt: 10.401). Der geschätzte Sieben-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,06. Der Wert gibt an, wie viele Menschen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt. Einer der 44 Stadt- und Landkreise liegt über der politisch relevanten Inzidenz-Marke von 35: Heilbronn (38,7). Der Wert ist für Lockerungen etwa bei Freibadbesuchen, in der Außengastronomie und bei Kulturveranstaltungen wichtig. Den geringsten Wert verzeichnen aktuell die Landkreise Tuttlingen (1,4), Sigmaringen (2,3) und Schwäbisch Hall (3,0).

Wird Frankreich zum Hochrisikogebiet?

16:11 Uhr

Die Corona-Inzidenz in Frankreich liegt landesweit über 200. Was bedeutet das für Grenzpendler aus Deutschland, den kurzen Einkauf im französischen Supermarkt oder den geplanten Urlaub im Nachbarland? Ein Überblick.

Bund will mit Ländern über Ende von kostenlosen Corona-Tests beraten

15:23 Uhr

Die Bundesregierung will mit den Ländern über ein Ende kostenloser Corona-Schnelltests beraten. Das Thema soll am 10. August in der Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidentinnen- und Ministerpräsidenten besprochen werden, wie die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte. Sie betonte, dass Schnelltests "ganz sicher nicht über Nacht plötzlich kostenpflichtig" werden, sondern noch eine ganz Weile kostenlos bleiben sollen. Aus Fairnessgründen solle erst allen Menschen die Chance gegeben werden, sich mit dem gebotenen Abstand zweimal impfen zu lassen und die dann vorgesehenen 14 Tage zusätzlich einhalten zu können, nach denen der Impfschutz als vollständig gilt.

Altmaier und Scholz für Verlängerung von Corona-Hilfen

14:08 Uhr

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat bekräftigt, die Corona-Hilfen für Firmen über den September hinaus verlängern zu wollen. Eine Sprecherin sagte: "Minister Altmaier setzt sich seit langem dafür ein, die Überbrückungshilfen über den September hinaus zu verlängern, um betroffene Betriebe und ihre Beschäftigten zu unterstützen, die vielfach noch länger mit den Corona-Folgen zu kämpfen haben." Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gesagt: "Niemand soll kurz vor der Rettung ins Straucheln geraten." Hilfen wie die Kurzarbeiter-Regelung und auch die Wirtschaftshilfen seien bis zum 30. September befristet. Er wolle beides bis zum Jahresende verlängern, so Scholz. "Möglicherweise müssen wir auch im nächsten Jahr dem einen oder anderen Unternehmen helfen."

Verband fordert Veranstaltungen nur für Geimpfte und Genesene

13:56 Uhr

Die Veranstaltungsbranche hat sich dafür ausgesprochen, Veranstaltungen nur für geimpfte und genesene Besucher zu erlauben, falls das Infektionsrisiko bei Getesteten zu groß sei. Im Bereich der Großveranstaltungen und Konzerte gebe es spätestens ab Ende September, wenn jeder ein Impfangebot bekommen habe, nur diesen Weg, sagte der geschäftsführende Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV), Jens Michow, der "Welt". "Wenn das Infektionsrisiko bei Getesteten zu groß ist, müssen Veranstaltungen nur für Geimpfte und Genesene erlaubt werden", sagte Michow weiter. Sollten Veranstaltungen unter diesen Bedingungen ohne Abstandsregeln stattfinden können, "erlaubt es unser Hausrecht, nur diesen Personen Zugang zu gewähren". Auch das Personal und die Künstlerinnen und Künstler müssten für solche Veranstaltungen dann natürlich geimpft sein, so Michow weiter.

Handwerk trotzt der Corona-Pandemie

13:23 Uhr

In Baden-Württemberg hat sich die Zahl der neu gegründeten Handwerksbetriebe trotz Lockdown und coronabedingten Einschränkungen im ersten Halbjahr 2021 erhöht. Bis Ende Juni waren exakt 138.869 Unternehmen bei den Handwerkskammern eingetragen. Das seien 1.232 mehr als im Januar, so Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold. Die Zahlen zeigten, dass das Handwerk bisher gut durch die Krise gekommen sei. Demnach gab es insgesamt sogar weniger Betriebsschließungen als in den Vorjahren. Gegründet wurden vor allem Unternehmen in der Elektrotechnikbranche, es gibt aber auch mehr Zimmereien und Stuckateure. Mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen hatten dagegen vor allem Kosmetik-Studios. Zwar stieg auch hier die Zahl der Kosmetiker im Land, die Schließungen nahmen aber deutlich zu.

Landesschülerbeirat begrüßt Impfangebote für Schüler ab 12 Jahren

12:43 Uhr

Der Landesschülerbeirat in Baden-Württemberg findet es richtig, dass alle Jugendlichen ab 12 Jahren in den jeweiligen Bundesländern ein Impfangebot bekommen sollen. Die Sprecherin des Beirats, Elisabeth Schilli, sagte dem SWR, ihr wäre es am liebsten, wenn die Erstimpfungen gleich zu Beginn der Sommerferien stattfänden und sich die meisten Schülerinnen und Schüler auch impfen ließen. "Dann würden wir quasi einen sicheren Schulstart schaffen und der Regelbetrieb im nächsten Schuljahr wäre garantiert." Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten heute über die weitere Impfkampagne. Geplant ist ein Beschluss, der Impfangebote für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren vorsieht.

Fast 60 Prozent der Baden-Württemberger einmal geimpft

12:17 Uhr

In Baden-Württemberg haben bislang 59,9 Prozent der Gesamtbevölkerung eine Impfdosis bekommen. 53,2 Prozent sind vollständig geimpft. Das geht aus aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts hervor.

Bundeszentrale informiert über Kinder-Impfungen

11:47 Uhr

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung berät Eltern und Ärzte über die Möglichkeiten zur Corona-Schutzimpfung bei Kindern und Jugendlichen. Die Zentrale veröffentlichte dazu im Internet ein Merkblatt. Die Ständige Impfkommission (Stiko) habe zwar bisher keine allgemeine Impf-Empfehlung ausgesprochen. Sie empfehle aktuell jedoch die Impfung für junge Menschen ab zwölf Jahren bei bestimmten Vorerkrankungen, hieß es. Das Merkblatt informiert den Angaben zufolge auch darüber, welche Impfstoffe es für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gibt und welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen auftreten können. Außerdem gibt es eine Checkliste, die bei der Entscheidung über die Impfung helfen kann.

Impftempo in Deutschland sehr gering

10:53 Uhr

Das Tempo bei den Erstimpfungen gegen das Coronavirus in Deutschland ist so gering wie seit Monaten nicht. Mittlerweile haben 61,7 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens eine Impfdosis bekommen, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Das sind gut 51,3 Millionen Menschen. "Allerdings ist Zahl der Erstimpfungen so niedrig wie zuletzt im Februar", schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter. "Damals hatten wir nicht genug Impfstoff, das ist heute anders: bitte impfen lassen!" Vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind mittlerweile 52,3 Prozent der Bevölkerung - also knapp 43,5 Millionen Menschen.

Stiko will bei Impfungen für Jugendliche weiter abwarten

10:42 Uhr

Die Ständige Impfkommission (Stiko) bleibt trotz des Drängens einzelner Politiker bei ihrer Zurückhaltung in Sachen Corona-Schutzimpfungen für Jugendliche. Derzeit gebe es noch zu wenige Daten über mögliche gesundheitliche Folgeschäden für Zwölf- bis 17-Jährige, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens im Radiosender NDR Info. "Wir sagen, wir können nicht eine generelle Empfehlung aussprechen, solange wir diesbezüglich nicht die notwendige Datensicherheit haben." Die Stiko empfiehlt die Corona-Impfung bei jungen Menschen derzeit nur, wenn bestimmte Vorerkrankungen vorliegen. Mertens räumte in dem Radio-Interview ein, dass er und seine Kollegen den öffentlichen Druck spüren, möglichst schnell zu einer weiter gehenden Entscheidung zu kommen. Dies habe aber keinen Einfluss: "Es kann durchaus sein, dass wir unsere Empfehlung ändern werden, aber sicher nicht, weil Politiker sich geäußert haben", sagte Mertens.

Corona-Welle im Elsass: Pflegepersonal fehlt

10:12 Uhr

Die Straßburger Unikliniken bereiten sich auf mehr Corona-Patienten vor. Im Unterelsass steigt die Zahl der Neuinfektionen aktuell sehr schnell - aber es fehlt Pflegepersonal. Mit drei Wochen Verzögerung könnte die neue Corona-Infektionswelle die Krankenhäuser erreichen. Davor warnt besonders Josiane Chevalier, die Präfektin des Département Bas-Rhin. Alle Signale stünden auf rot, sagte sie und verschärfte die Corona-Maßnahmen. "In einer Altersgruppe, nämlich bei den 20 bis 29-Jährigen, sind wir bei einem Inzidenzwert von mehr als 300", so Chevalier. "In Straßburg ist die Marke von 250 überschritten. Wir registrieren wieder viele Personen in den Notaufnahmen, mehr Krankenhausaufnahmen und mehr Covid-Patienten auf den Intensivstationen."

Bundesregierung unterstützt freie Ensembles

9:21 Uhr

Die Bundesregierung unterstützt angesichts der Corona-Pandemie ein Förderprogramm des Deutschen Musikrats für freie Ensembles mit 35 Millionen Euro. Davon sind fünf Millionen Euro für die Unterstützung von Nachwuchsensembles vorgesehen, teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) mit. "Die Folgen der Pandemie waren und sind für die freien Ensembles und insbesondere auch für den künstlerischen Nachwuchs existenzbedrohend", sagte Grütters. Freie Ensembles prägten das Musikleben in seiner ganzen Bandbreite von der Alten Musik bis zur zeitgenössischen Musik, so die Staatsministerin weiter. Antragssteller können bis zu 150.000 Euro aus diesem Förderprogramm erhalten. Voraussetzung ist, dass die Ensembles nicht überwiegend öffentlich finanziert werden und die Projekte im Inland durchgeführt werden.

Nach Lockerungen: mehr Umsatz für Einzelhandel

08:57 Uhr

Deutschlands Einzelhändler haben im Juni deutlich von den Lockerungen der Corona-Beschränkungen profitiert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg der Umsatz - bereinigt um Preiserhöhungen - um 4,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Als Grund nannten die Statistiker die gesunkenen Corona-Inzidenzen im Juni und die damit verbundenen Lockerungen. Gegenüber Juni 2020 stiegen die Erlöse real um 6,2 Prozent. Allerdings hatte der Juni 2021 mit 26 Tagen einen Verkaufstag mehr. Ein kräftiges Umsatzplus von real 70,5 Prozent zum Vormonat verzeichnete im Juni der von Geschäftsschließungen besonders betroffene Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren. Er lag damit erstmals wieder über dem Vorkrisenniveau vom Februar 2020. Der Internet- und Versandhandel, der während des Lockdowns boomte, verzeichnete im Juni hingegen ein Umsatzminus von 7,5 Prozent.

FDP-Chef Lindner begrüßt Impfangebot für Kinder ab 12 Jahren

08:49 Uhr

Der Vorsitzende der FDP, Christian Lindner, unterstützt den Vorschlag, Kindern über zwölf Jahren generell ein Impfangebot zu machen. Im Inforadio des rbb sagte Lindner, es sei richtig, dass auch Kinder und Jugendliche und ihre Familien ein Impfangebot erhalten: "Die Impfstoffe sind ja zugelassen auch für Jüngere." Einen Impfzwang lehnt Lindner dagegen ab. Es müsse ausdrücklich bei einem Angebot bleiben: "Es darf auch keinen sozialen Druck geben, solange es noch nicht einmal eine entsprechende Empfehlung der Ständigen Impfkommission gibt." Lindner sprach sich zugleich für mehr Impfangebote für alle aus. Mobile Impfteams könnten ohne Termin beispielsweise in Hochschulen und Stadtteilen impfen.

Lehrerverband beklagt Mangel an Luftfiltern

8:21 Uhr

In Baden-Württemberg haben die Sommerferien gerade begonnen - in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern fängt heute dagegen schon wieder das neue Schuljahr an. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, findet, dass die Schulen bei den Corona-Schutzmaßnahmen inzwischen etwas besser aufgestellt sind als im vergangenen Jahr. In Sachen Luftfilter in den Klassenräumen gebe es aber noch Nachholbedarf, sagte er im ARD-Morgenmagazin. Das Bundesprogramm sei erst im Juli und damit viel zu spät gekommen, so der Verbandspräsident. Weil jetzt alle Schulen auf einmal bestellten, verzögerten sich die Lieferzeiten. "Ich fürchte, dass im Herbst die Mehrzahl der Schulen nicht in den Genuss von Raumluftfilteranlangen kommen wird", so Meidinger.

Lauterbach: Stiko bei Kinderimpfen verrannt?

7:49 Uhr

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bezeichnet die Haltung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Corona-Schutzimpfungen als "Außenseiterposition". Wesentliche Studien hätten ergeben, dass eine Durchseuchung mit der Delta-Variante viel gefährlicher sei als die Impfung von Kindern, sagte der Bundestagsabgeordnete am Montag im Deutschlandfunk. Zugleich verteidigte er die Stiko im Grundsatz. Sie habe in der Vergangenheit "ganz hervorragende Arbeit geleistet". Medienberichten zufolge wollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Montag beschließen, Kindern und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren generell eine Impfung anzubieten. Dazu gibt es bislang keine Empfehlung der Stiko. Das Expertengremium hat nur eine Impfempfehlung für Kinder aus Risikogruppen ausgesprochen. Lauterbach sagte, möglicherweise habe sich die Impfkommission in der Frage der Corona-Impfungen für Kinder "ein bisschen zu früh festgelegt und verrannt".

Pilotengewerkschaft: Nach Corona-Pause kein Sicherheitsproblem

7:12 Uhr

Flugreisende müssen sich der Pilotengewerkschaft zufolge nach der coronabedingten Zwangspause von Piloten und Pilotinnen keine Sorgen um die Sicherheit im Flugzeug machen. "Die deutschen Airlines, deren Piloten wir auch als Vereinigung Cockpit vertreten, tun das Maximum, um die Sicherheit wie vor der Pandemie zu gewährleisten", sagte der Präsident der Pilotenvereinigung Cockpit (VC), Stefan Herth, der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Montagsausgaben). Alle Flugzeugführer trainierten mit Simulatorsitzungen und Checkflügen, bis sie wieder eingesetzt werden - auch die Theorie. "Da braucht sich niemand Gedanken zu machen."

"Rollende Intensivstation" steht ungenutzt in Ulm

7:08 Uhr

Das baden-württembergische Sozialministerium hat im Frühjahr einen Großraum-Rettungswagen unter anderem zur Verlegung von Corona-Patienten angeschafft, der bisher nicht eingesetzt wird. Der Bus mit der Ausstattung einer Intensivstation steht nach SWR-Informationen ohne Zulassung in einer Halle in Ulm.

Corona sorgt für deutlich mehr Müll

6:55 Uhr

Der Lockdown und seine Folgen haben dafür gesorgt, dass die Baden-Württemberger im Jahr 2020 deutlich mehr Hausmüll produziert haben. Das zeigt die aktuelle Abfallbilanz.

Bundesweite Inzidenz steigt weiter

5:30 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz auf Bundesebene ist weiter angestiegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) von heute morgen lag sie bei 17,8 - am Vortag hatte der Wert 17,5 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9 betragen. Vor einer Woche lag der Wert bei 14,3. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 847 Corona-Neuinfektionen. Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden ein Todesfall verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.772.109 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Kritik an Planung der Auffrischungsimpfung

4:44 Uhr

Bund und Länder planen einen baldigen Start der Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus. Für Patientenschützer kommt der Einstieg in die Planung aber zu spät.

Montag, 2. August 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

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