Coronavirus unter dem Mikroskop  (Foto: Getty Images, Montage: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Samstag, 31. Juli 2021

STAND

Das war der Samstag in Baden-Württemberg

Gericht bestätigt Verbote für "Querdenker"-Demos am Sonntag

22:44 Uhr

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) hat weitere Verbote für zwei am morgigen Tag geplante Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen bestätigt. Es handelt sich um die Versammlung unter dem Motto "Für Frieden, Freiheit und Grundrechte" und die Versammlung "Unser Weg zum friedlichen Wohlstand für alle". Das Gericht begründet seine Entscheidung, damit dass "Leben und Gesundheit von Menschen mit Blick auf die Gefahr einer Covid-19-Infektion gefährdet seien, wenn die Versammlungsteilnehmer den Mindestabstand und die jeweils zu beachtenden Hygieneregeln wie das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske missachteten."

Nach Corona-Unterstützung: Kloster dankt Soldaten

21:12 Uhr

In der Corona-Pandemie sind Soldaten eine Woche ins Kloster Reute bei Bad Waldsee (Kreis Ravensburg) gegangen. Nicht um innere Einkehr zu üben, sondern um den hochbetagten Schwestern zu helfen, unter denen das Virus umging. Die Franziskanerinnen waren von der weltlichen Unterstützung so begeistert, dass sie jetzt danke gesagt haben:

Israel beginnt mit dritter Impfung älterer Menschen

20:46 Uhr

In Israel können sich ab Sonntag alle  Menschen ab 60 zum dritten Mal gegen das Coronavirus impfen lassen, wenn ihre zweite Impfung mindestens fünf Monate zurückliegt. Zudem werden Impfungen von Kindern im Alter zwischen fünf und elf Jahren mit besonders hohem Gesundheitsrisiko erlaubt. Kindern ab zwölf Jahren stehen die Impfungen bereits seit Anfang Juni offen. Trotz einer intensiven Impfkampagne steigt auch in Israel die Zahl der Neuinfektionen wieder an. Deshalb hatte sich die Regierung zu dem Alleingang bei den Auffrischungsimpfungen mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer entschlossen. Trotz der steigenden Infektionszahlen dürfen geimpfte Touristen ab Sonntag wieder nach Israel einreisen.

Ab morgen: Corona-Testpflicht bei Einreise

19:28 Uhr

Ab Sonntag gilt eine verschärfte Testpflicht für Reiserückkehrer auch an den Grenzen zu Baden-Württemberg. So will die Politik eine weitere Corona-Ausbreitung zum Ende der Sommerferien verhindern.

"Querdenken"-Demo am Abend in Berlin bleibt verboten

18:25 Uhr

Eine für den Abend angemeldete Demonstration aus dem "Querdenken"-Milieu in Berlin bleibt verboten. Das hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) jetzt entschieden. Die Entscheidung ist rechtskräftig. Damit bestätigte das OVG eine Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts. Insgesamt wurden 13 für das Wochenende geplante Demonstrationen von Gegnern der Corona-Maßnahmen verboten. Über das endgültige Verbot einer weiteren "Querdenken"-Kundgebung im Berliner Tiergarten, an der 22.500 Menschen angemeldet worden waren, hat das OVG noch nicht befunden.

In voller Länge: Kretschmann hält Ansprache zur Corona-Lage

18:00 Uhr

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat zum Ferienstart noch einmal dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen. Er warnte Ungeimpfte vor den Folgen einer neuen Corona-Infektionswelle im Herbst. Hier sehen Sie die Ansprache in voller Länge:

Corona-Ansteckungen in Baden-Württemberg steigen stetig

17:05 Uhr

Die Zahl der Corona-Infektionen in Baden-Württemberg nimmt weiter zu. Das Landesgesundheitsamt registrierte (Stand: 16 Uhr) 296 Corona-Neuinfektionen, am Samstag vor einer Woche waren es 219 Fälle und eine Woche davor 201. Zwei weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus beträgt in Baden-Württemberg nun 10.393. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 14,9 nach 14,2 am Vortag und 13,6 am Donnerstag. Im zwischenzeitlich stark belasteten Hohenlohekreis ist der Inzidenzwert (33,7) deutlich zurückgegangen. Am Mittwoch hatte der Wert dort noch 47,9 betragen. Damit liegen wieder alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg unter der Marke von 35.

Weltorganisationen: Mehr Impfstoff für Entwicklungsländer

16:59 Uhr

Vier der wichtigsten internationalen Organisationen haben in einem gemeinsamen Appell mehr Corona-Impfstoff für ärmere Länder gefordert. In den Entwicklungsländern herrsche eine "akute und alarmierende Knappheit" an Vakzinen, erklärten am Samstag die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Welthandelsorganisation (WTO), der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank. Länder mit großen Impffortschritten sollten dringend Dosen für ärmere Länder freigeben und bestehende Exportbeschränkungen aufheben. In den Ländern, die laut Weltbank-Kriterien die höchsten Einkommen haben, wurden 98,2 Dosen pro hundert Einwohner gespritzt. In den 29 ärmsten Ländern der Welt waren es demnach 1,6 pro hundert Einwohner.

Grünen-Politiker Dahmen: Aufklärung statt kostenpflichtiger Tests

16:45 Uhr

Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen bezweifelt, dass mit der Abschaffung der kostenlosen Corona-Tests Menschen zum Impfen bewegt werden können. Das sei ein Trugschluss, sagte Dahmen dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Ich bin als Arzt und Politiker nicht davon überzeugt, dass wir zum aktuellen Zeitpunkt Menschen mit Debatten über Druck, Zwang und Bestrafung zum Impfen bekommen." Dahmen forderte stattdessen mehr Aufklärung und Informationen über das Impfen. "Faktisch fehlt es offensichtlich an überzeugenden, zielgruppenspezifischen Aufklärungskampagnen", sagte er. Nötig seien mehr Mobilität - "also Impfbus statt Impfzentrum" - und eine Corona-Warn-App, "die Menschen auf Spontan-Impfangebote in der Umgebung hinweist", so der Grünen-Politiker.

Wieder Zehntausende bei Demonstrationen in Frankreich

16:01 Uhr

Der Protest gegen die Ausweitung des Gesundheitspasses und die Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen in Frankreich hält unvermindert an. In der Hauptstadt Paris versammelten sich tausende Menschen, um gegen die verschärften Regelungen zu demonstrieren. Insgesamt waren in mehr als 150 Städten - darunter Toulon, Montpellier, Bordeaux, Marseille und Nizza - ebenfalls Demonstrationen angemeldet. Bereits an den beiden vergangenen Wochenenden waren in Frankreich jeweils mehr als 100.000 Menschen auf die Straße gegangen.

Kinderärzte fordern Impfempfehlung für Jugendliche

14:35 Uhr

Die Kinderärzte fordern vor dem beginnenden Schuljahr eine klare Corona-Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Jugendliche ab 12 Jahren. "Wir erwarten, dass sich die Stiko erneut und möglichst zeitnah äußert", sagte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, der "Ärzte Zeitung". "Die Eltern brauchen eine klare Perspektive, wie es weitergeht und ob sie ihr Kind impfen lassen sollen", fügte er hinzu. Es gebe inzwischen zahlreiche Studien, die die Impfung positiv bewerten. Die Stiko empfiehlt eine Corona-Impfung für Jugendliche unter 18 Jahren bislang nur für Vorerkrankte und Risikogruppen.

Testspiel VfB - Barcelona findet trotz weiterer Corona-Fälle statt

13:58 Uhr

Beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart sind zwei weitere Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Testspiel des VfB Stuttgart gegen den FC Barcelona kann dennoch stattfinden. Das teilte der Fußball-Bundesligist am Nachmittag mit. Die beiden am Freitag positiv getesteten Profis befinden sich nach VfB-Angaben in häuslicher Isolation, alle weiteren Akteure sowie die Mitglieder des Trainer- und Betreuerteams wurden negativ getestet. Nach Rücksprache mit den zuständigen Gesundheitsbehörden sowie den Verantwortlichen des FC Barcelona könne die Partie somit stattfinden, hieß es weiter. Anpfiff ist um 18 Uhr.

Erste landesweite Impfaktion für Kinder und Jugendliche gestartet

13:17 Uhr

40 baden-württembergische Impfzentren und Arztpraxen haben eine Impfaktion für Kinder und Jugendliche gestartet. Nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums können sich 12- bis 17-Jährige und ihre Eltern zum Beispiel im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) von Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall) oder in den Kreisimpfzentren (KIZ) in Öhringen (Hohenlohekreis), Heilbronn, Wolpertshausen und Rot am See (beides Kreis Schwäbisch Hall) ohne Termin impfen lassen. Sie werden vor Ort individuell zu einer Covid-Schutzimpfung beraten und wenn gewünscht direkt mit dem Biontech-Impfstoff gespritzt. Bei einer solchen Aktion am vergangenen Wochenende im Kreisimpfzentrum Wolpertshausen waren rund 200 Jugendliche mit ihren Eltern gekommen. Das Gesundheitsamt in Stuttgart plant insgesamt drei Impfaktionen für Jugendliche und ihre Eltern an Wochenenden in den Sommerferien.

Corona-Schnelltests weiterhin kostenlos - vorerst

13:12 Uhr

Die Bundesregierung hat offenbar noch nicht endgültig entschieden, wie lange Corona-Schnelltests noch kostenlos verfügbar sein sollen. Allerdings werden die Forderungen nach einem Ende für die kostenlosen Bürgertests lauter. Das Bundesgesundheitsministerium teilte dem ARD-Hauptstadtstudio auf Anfrage mit, Minister Jens Spahn (CDU), habe schon vor Wochen gesagt, er halte es für denkbar, Tests zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr kostenlos für Ungeimpfte anzubieten. Der genaue Zeitpunkt sei noch festzulegen. Aus Regierungskreisen hieß es allerdings auch, eine Einigung gebe es dazu noch nicht.

Impfaktion am Rande des Fußballspiels VfB-Stuttgart gegen FC Barcelona

12:16 Uhr

Der Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart spielt heute in der Mercedes-Benz-Arena gegen den Weltclub FC Barcelona. Rund um das Spiel kann sich jeder, der möchte, gegen Corona impfen lassen. Die Spontan-Impfaktion des Robert-Bosch-Krankenhauses und des Sozialministeriums wird von der Stadt Stuttgart und dem VfB unterstützt. Zwischen 14:30 Uhr und 20:30 Uhr stehen mobile Impfteams unter anderem auf einem Parkplatz an der Arena bereit. Um sich impfen zu lassen, ist keine Eintrittskarte für das Spiel erforderlich. Mitgebracht werden müssen nur ein Personalausweis und - falls vorhanden - ein Impfpass. Zur Verfügung stehen Impfstoffe von Biontech und Johnson & Johnson. Das Spiel ist ausverkauft, zugelassen wurden 25.000 Fans.

Kretschmann appelliert an Bürger, sich impfen zu lassen

12:00 Uhr

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Menschen im Land dringend aufgerufen, sich impfen zu lassen. Dies sei die "erste Bürgerpflicht", sagte Kretschmann in seiner Ansprache zur Lage in Baden-Württemberg. Nicht-Geimpfte müssten bei deutlich steigenden Corona-Inzidenzzahlen im Herbst mit Einschränkungen rechnen. Zum Beispiel Besuche in Gaststätten oder im Kino seien dann wohl nur noch mit negativem Corona-Test möglich. Außerdem müsse man damit rechnen, die Tests selbst zahlen zu müssen, wenn man auf das Impfangebot verzichte, so der Ministerpräsident. Er appellierte auch an die Solidarität der Erwachsenen mit den Kindern und Jugendlichen. Vor allem sie hätten sich in der Pandemie sehr zurücknehmen müssen: "Sie konnten nicht zur Schule gehen, nicht in den Sportverein und sie konnten nur wenige Freunde treffen. Sie haben es getan, um ihre Eltern und Großeltern zu schützen. Jetzt sind wir Erwachsenen an der Reihe, solidarisch zu sein, indem wir uns impfen lassen", sagte Kretschmann.

Berliner Oberverwaltungsgericht befasst sich mit Demo-Verboten

11:05 Uhr

Die Verbote von Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen beschäftigen nun auch das Berliner Oberverwaltungsgericht. Bis zum frühen Vormittag seien zwei Beschwerden gegen Entscheidungen des Verwaltungsgerichts eingegangen, so eine Gerichtssprecherin. Dieses hatte am Freitag Eilanträge gegen die Verbote zurückgewiesen. Die Berliner Polizei hatte bis Freitagabend insgesamt 13 am Wochenende geplante Demonstrationen verboten, die dem Milieu der "Querdenken"-Szene zugerechnet werden. Zur Begründung hieß es, dass Teilnehmende dieser Versammlungen regelmäßig gesetzliche Regelungen zum Schutz vor Infektionen und damit zum Schutz des Grundrechts auf Leben und körperliche Unversehrtheit nicht akzeptierten.

CDU-Politiker Bosbach gegen "Impfzwang durch die Hintertür"

10:47 Uhr

Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach hat sich gegen einen indirekten Impfzwang ausgesprochen. "Daumen runter für die Idee, die Ausübung von Grundrechten von vorherigen Impfungen abhängig zu machen", sagte Bosbach dem "Kölner Stadt-Anzeiger" und dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Politik verliere Vertrauen, wenn zuvor ganz ausdrücklich versichert wurde, dass es keine Impfpflicht geben werde. Das bedeute auch, "keine Impfpflicht durch die Hintertür oder faktische Impfpflicht", betonte der ehemalige stellvertretende Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion. Es verbiete sich hier der Gedanke, "Euch Nicht-Geimpften werden wir es schon zeigen. Wir werden Euch das Leben so unbequem machen, dass Ihr Euch impfen lassen werdet". Die Ausübung der Grundrechte müsse gesichert sein. Wer sich allerdings "bewusst gegen eine Impfung entscheidet, aber zum Beispiel an Veranstaltungen teilnehmen möchte, wo nur Genesene, Geimpfte oder negativ Getestete Zutritt haben, dann mag derjenige auch den Test selber bezahlen", sagte Bosbach.

Zentralrat der Muslime empfiehlt Impfung

9:51 Uhr

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. "Es gibt für Muslime keine religiösen Gründe, das Impfen gegen Corona abzulehnen", sagte der Vorsitzende, Aiman A. Mazyek, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Im Gegenteil: Der Schutz anderer vor Krankheiten und die eigene gesundheitliche Unversehrtheit sind im Islam ein hohes Gut." Nicht alle, die noch ungeimpft sind, seien Impfgegner, so Mazyek. Viele seien einfach zu bequem. "Jetzt geht es darum, das letzte Drittel aus seiner Impflethargie zu holen." Viele Moscheegemeinden böten vor allem an Wochenenden Impfaktionen an, betonte er.

RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter

5:31 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit nun dreieinhalb Wochen an. Nach Angaben des Robert- Koch-Instituts (RKI) liegt sie aktuell bei 16,9 - gestern betrug der Wert 16,5, am Samstag der Vorwoche 13,6. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI 2.400 weitere Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1.919 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge 21 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 28 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.769.165 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.658.

Städtetag fordert mehr Impfungen an Schulen

4:51 Uhr

Der Deutsche Städtetag hat zum Beginn des neuen Schuljahrs in einigen Bundesländern mehr Impfungen für ältere Schüler an Schulen gefordert. "Um den Unterricht in Präsenz abzusichern, appellieren wir an die Länder, mehr Impfungen in Schulen möglich zu machen", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Das Impfangebot für die über Zwölfjährigen sollte ausgeweitet werden." Dies könne ein Beitrag sein zum Schutz junger Menschen und für weniger Infektionen an Schulen.

Umfrage im Mittelstand: Knappe Mehrheit für Impfpflicht

4:48 Uhr

Eine knappe Mehrheit von Mittelständlern in Deutschland ist einer Umfrage zufolge für eine allgemeine Impfpflicht - wenn dadurch ein erneuter Lockdown verhindert werden könnte. Das geht aus einer Blitzumfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) hervor. Dabei wurden die Teilnehmer gefragt, ob sie einer allgemeinen Impfpflicht zustimmen würden, wenn dadurch ein erneuter Lockdown mit Schulschließungen verhindert und Einschränkungen der Freiheitsrechte aufgehoben werden könnten. Mit Ja antworteten knapp 54 Prozent der Firmen, mit nein 45 Prozent, keine Meinung hatte knapp ein Prozent. An der Umfrage beteiligten sich rund 2.950 Firmen.

21 neue Corona-Fälle bei den Olympischen Spielen

4:42 Uhr

Im Umfeld der Olympischen Spiele in Tokio sind 21 weitere Corona-Fälle registriert worden. Das haben die Organisatoren der Spiele am Samstag bekannt gegeben. Athleten seien dieses Mal aber nicht betroffen. Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe in Japan stieg damit auf 241. Insgesamt infizierten sich demnach bislang 23 Sportler mit dem Coronavirus. Am Tag der Eröffnungsfeier hatte es im deutschen Team mit Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben. Einen weiteren prominenten Fall gab es mit dem positiv getesteten Stabhochsprung-Weltmeister Sam Kendricks aus den USA.

Bundeswahlleiter: Sind auch für vierte Corona-Welle gewappnet

3:28 Uhr

Die Bundestagswahl am 26. September ist nach den Worten von Bundeswahlleiter Georg Thiel auch bei einer heftigen vierten Corona-Welle gesichert. Darauf sei man vorbereitet. "Wir haben alle Schlüsselpositionen dreifach besetzt", sagte Thiel der "Rheinischen Post". Auf den Corona-bedingt steigenden Anteil an Briefwählern seien die Landes- und Kreiswahlleiter ebenso gut vorbereitet, sagte der Bundeswahlleiter weiter. So gebe es QR-Codes auf den Wahlbenachrichtigungen, um die Beantragung der Briefwahlunterlagen zu vereinfachen und zu beschleunigen. Zudem sei das Personal für die Bearbeitung dieser Anträge stark aufgestockt worden. Vielerorts werde es weniger Wahlhelfer in den Urnenwahllokalen und dafür mehr in den Briefwahlbezirken geben.

SPD-Chefs für mehr Corona-Impfungen bei Kindern und Jugendlichen

1:44 Uhr

Führende SPD-Politiker dringen auf mehr Impfungen gegen das Corona-Virus bei jungen Menschen. "Die Infektion selbst mag bei den meisten Kindern und Jugendlichen harmlos verlaufen. Doch auch bei ihnen gibt es die Gefahr von Long-Covid", sagte die Co-Parteivorsitzende Saskia Esken dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Esken, die im Bundestag den Wahlkreis Calw/Freudenstadt vertritt, sprach sich dafür aus "Impfmobile" an Schulen zu schicken, um Jugendlichen ein Impfangebot zu machen. Sie und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz forderten junge Menschen auf, sich auch ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) impfen zu lassen. Die Stiko empfiehlt die Impfung für zwölf- bis 17-Jährige bislang nicht generell, sondern nur für Risikogruppen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat die Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna aber bereits für diese Altersgruppe freigegeben. Mit dem Einverständnis ihrer Eltern können die Jugendlichen sich deshalb bereits impfen lassen.

DKG fordert Abkehr von Sieben-Tage-Inzidenz

1:06 Uhr

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert eine Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuansteckungen als maßgeblichen Richtwert in der Pandemie. "Die Politik muss endlich handeln und einen Indikatorenmix festlegen", sagte DKG-Chef Gerald Gaß dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND). "Es kann doch nicht sein, dass das Robert-Koch-Institut auf allen diesen Daten sitzt, keine neuen Vorschläge macht und wir nach wie vor nur über die Inzidenzen reden." Das Robert-Koch-Institut (RKI), das maßgeblich für die Beobachtung des Infektionsgeschehens zuständig ist, will weitgehend an der Inzidenz als Richtwert für Corona-Maßnahmen festhalten. "Das ist für mich unbegreiflich", sagte DKG-Chef Gaß. Es gehe schließlich darum, "die Akzeptanz in der Bevölkerung für Maßnahmen gegen Corona zu erhalten".

Samstag, 31. Juli 2021

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