Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Freitag, 27. August 2021

Stand

Das war der Freitag in Baden-Württemberg

Gericht kippt Verbot für eine Demo gegen die Corona-Politik in Berlin

23:05 Uhr

Das Berliner Verwaltungsgericht hat das Verbot für eine der vielen Demonstrationen gegen die Corona-Politik am Wochenende gekippt. In den insgesamt vier Eilverfahren seien drei andere Verbote hingegen bestätigt worden, teilte das Gericht am Freitagabend mit. Im Fall einer für den 28. und 29. August angemeldeten Versammlung mit je 500 erwartenden Teilnehmern sei eine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit nicht erkennbar, deshalb sei dieses Verbot suspendiert worden.

Corona Task Force: Ulm steckt mitten in der vierten Welle

22:23 Uhr

Ulm steckt mitten in der vierten Corona-Welle. Das sagt der stellvertretende Leiter der Task Force Corona am Uniklinikum Ulm. Die Zahl der Intensivpatienten sei deutlich anstiegen.

Warum die 2G-Regel Ungeimpfte schützt

21:53 Uhr

In Baden-Württemberg könnte bei einem extremen Pandemie-Verlauf eine 2G-Regel gelten. Damit wären Ungeimpfte von manchen Bereichen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen - eine solche Regel würde dann aber auch Nicht-Geimpfte schützen, meint SWR-Wissenschaftsredakteur Pascal Kiss.

Einschränkungen für Ungeimpfte: Land plant "Corona-Ampel"

20:52 Uhr

Die baden-württembergische Landesregierung arbeitet aktuell an neuen Corona-Regeln. Diese könnten das Leben von Nicht-Geimpften weiter einschränken. Geplant ist eine Ampel.

Merkel: Deutschland spendet 70 Millionen Impfdosen

20:09 Uhr

Deutschland wird in diesem Jahr nicht wie bisher geplant 30 Millionen, sondern 70 Millionen Corona-Impfdosen an ärmere Staaten spenden. Das gab Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einem Treffen mit afrikanischen Staats- und Regierungschefs bekannt. Merkel nannte es eine "dramatische Ungerechtigkeit", dass in Europa 60 Prozent, in Afrika aber nur zwei Prozent der Menschen gegen das Coronavirus geimpft sind. "Dies müssen wir schnell überwinden", sagte sie. Bei dem Treffen der Initiative "G20 Compact with Africa", der zwölf afrikanische Länder angehören, ging es auch um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Merkel betonte die Bedeutung der Verfügbarkeit von Impfstoffen für die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas.

Neue Corona-Regeln für Schulen und Kitas: Testen statt Quarantäne

19:44 Uhr

Die Corona-Quarantäneregeln für Schulen und Kitas in Baden-Württemberg werden ab morgen gelockert. Das hat das Sozialministerium bekanntgegeben. Künftig sollen in Baden-Württemberg keine Mitschüler mehr automatisch in Quarantäne geschickt werden, wenn in einer Klasse ein Corona-Fall auftritt. Stattdessen gilt: In weiterführenden Schulen müssen sich die Mitschülerinnen und Mitschüler aus der Klasse oder dem Kurs an fünf Tagen in Folge täglich testen. Wer dabei positiv getestet wird, muss in Quarantäne. Geimpfte und genesene Schüler sind von all dem ausgenommen. In Grundschulen und Kitas gilt: Nach einem positiven Fall müssen die übrigen Kinder aus der Klasse oder Gruppe einmalig negativ getestet werden. Genesene Kinder sind auch hier ausgenommen.

Curevac hofft auf seinen Impfstoff der zweiten Generation

18:45 Uhr

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac gibt nicht auf: Trotz der eher enttäuschenden Wirksamkeit seines ersten Corona-Impfstoffs forscht man dort weiter und ist guter Dinge, was die zweite Generation des Serums angeht.

Inzidenz im Land jetzt über 70

18:22 Uhr

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist laut Landesgesundheitsamt auf 71,8 (gestern: 68,1) gestiegen (Stand: 16 Uhr). Weitere 1.396 Menschen haben sich neu mit Corona angesteckt. Das sind 552 mehr als vor einer Woche und 246 weniger als gestern. Den höchsten Inzidenzwert hat weiterhin der Stadtkreis Heilbronn mit 125,6, den niedrigsten der Kreis Emmendingen mit 36,7. Auf den Intensivstationen im Land werden derzeit 102 Covid-19-Fälle behandelt. Zwei weitere Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben (Insgesamt: 10.467). Der Hospitalisierungsindex in Baden-Württemberg liegt jetzt bei 1,95 (Vortag 1,85). Das heißt, pro 100.000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen 1,95 Personen mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingewiesen.

​Die Vorbereitungen auf die vierte Welle laufen

18:06 Uhr

Laut Robert-Koch-Institut ist die vierte Welle der Corona-Pandemie bereits angekommen in Deutschland. Verantwortlich sind zum Großteil Reiserückkehrer, die das Virus aus dem Urlaub mitbringen oder gebracht haben. Da in Baden-Württemberg die Sommerferien noch nicht zu Ende sind, kommt das dicke Ende vermutlich erst noch. Aber die Gesundheitsämter sind vorbereitet.

EVG kritisiert geplante 3G-Pflicht in Fernzügen

18:01 Uhr

Die Eisenbahner-Gewerkschaft EVG ist dagegen, dass in Fernzügen die 3G-Regel angewendet wird. Die Zugbegleiter könnten entsprechende Kontrollen nicht leisten. Außerdem seien auch gar nicht sie zuständig, sondern die Bundespolizei. Damit reagiert die Gewerkschaft auf einen entsprechenden Vorstoß der Bundesregierung. Die will, dass Passagiere in Fernzügen und auf Inlandsflügen nachweisen müssen, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind, und läßt derzeit prüfen, ob das möglich ist.

Spahn verteidigt geplante regionale Klinik-Inzidenz

17:54 Uhr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Pläne verteidigt, auf einen bundesweit einheitlichen Schwellenwert bei der Klinikbelegung mit Covid-19-Patienten zu verzichten. Dem SWR sagte er, in Städten wie Berlin oder München gebe es ganz andere Behandlungskapazitäten in den Krankenhäusern als in ländlichen Flächenregionen. Wegen dieser regionalen Unterschiede könne man den Wert nicht einheitlich zentral vorgeben. Das Bundesgesundheitsministerium plant, die Zahl der Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in den regionalen Kliniken zur wichtigsten Messlatte für Corona-Beschränkungen zu machen. Die Schwellenwerte sollen jeweils die Länder festlegen. Bisher gilt in ganz Deutschland die regionale Sieben-Tage-Inzidenz von 50 als Auslöser für Beschränkungen.

Tübinger Forschergruppe an Guinness-Weltrekord beteiligt

17:20 Uhr

Eine Tübinger Forschergruppe ist als Teil des internationalen Forschungsnetzwerks CovidSurg an einem Guinness-Weltrekord beteiligt. Dabei geht es um eine Corona-Studie des Netzwerks, an der über 15.000 Mediziner und Wissenschaftler aus aller Welt mitgearbeitet haben - darunter auch Chirurgen und Ärzte der Tübinger Uniklinik. Das im März vergangenen Jahres gegründete Netzwerk sammelt weltweit Daten zum Nutzen von Covid-19-Impfungen vor chirurgischen Eingriffen. Für den Ärztlichen Direktor der Tübinger Chirurgie, Professor Alfred Königsrainer, ist dieses Netzwerk auch ein Paradebeispiel für effektive Zusammenarbeit über alle Länder- und Sprachbarrieren hinweg.

BW will verstärkt "Long Covid" erforschen lassen

15:50 Uhr

Baden-Württemberg will die Kompetenzen des Forschungs- und Medizinstandorts bündeln und auf die Erforschung der Corona-Spätfolgen ausrichten. "Wir wollen in Deutschland einen Standard in der Long-Covid-Forschung setzen. Langfristig soll die Therapie gegen Long Covid aus Baden-Württemberg kommen", sagte Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz der "Südwest Presse". Eine vom Land mit 2,3 Millionen Euro geförderte gemeinsame Studie der Unikliniken Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm zu Corona-Spätfolgen stehe in den Startlöchern. Allein in Baden-Württemberg leben bereits 50.000 bis 100.000 Menschen mit Long-Covid-Symptomen, die Zahl wird absehbar weiter steigen.

Studie: Blutgerinnsel-Risiko nach Impfung geringer als bei Infektion

15:43 Uhr

Das Risiko, nach einer Corona-Impfung seltene Blutgerinnsel zu entwickeln, ist einer neuen Studie zufolge deutlich geringer als bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Laut der in der Fachzeitschrift "British Medical Journal" veröffentlichten Studie von Forschern der Universität von Oxford ist etwa die Gefahr, eine Venenthrombose zu entwickeln, nach einer Covid-Erkrankung fast 200 Mal höher als nach einer Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca. Für ihre Studie verglichen die Forscher die medizinischen Daten von 29 Millionen Menschen in England, die zwischen Dezember 2020 und April 2021 ihre erste Dosis mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer oder dem von der Oxford-Universität mitentwickelten Astrazeneca-Vakzin erhalten hatten, mit denen von fast zwei Millionen Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. 

Wie wird man überflüssige Corona-Pfunde los?

15:40 Uhr

Corona hat viele Menschen zum Nichtstun verdammt. Kein Sport im Verein, kein Fitnessstudio - da kamen schnell ein paar Kilos mehr auf die Rippen. Doch wann wird Übergewicht zum Problem? Und was kann man dagegen tun?

Tschechien setzt Deutschland bei Corona-Ampel auf Rot

15:30 Uhr

Tschechien stuft Deutschland angesichts steigender Infektionszahlen auf seiner Corona-Ampel als rotes Land mit hohem Ansteckungsrisiko ein. Die Änderung gelte von Montag an, teilte das Gesundheitsministerium in Prag mit. Damit erschwert sich die Einreise für ungeimpfte Touristen aus der Bundesrepublik nach Tschechien erheblich. Sie müssen nicht nur einen negativen PCR-Test vorweisen, sondern sich nach der Ankunft in Tschechien in Quarantäne begeben. Diese kann frühestens am fünften Tag mit einem zweiten negativen PCR-Testergebnis beendet werden. Wer seit mindestens 14 Tagen vollständig geimpft ist, muss hingegen nur das obligatorische Online-Meldeformular ausfüllen. Tschechien setzt dabei auf das digitale Covid-Zertifikat der EU, das auch als Eintrittskarte für Hotels, Restaurants und Schwimmbäder dient.

Bundesregierung prüft 3G-Regel für Fernzüge und Inlandsflüge

15:25 Uhr

Die Bundesregierung prüft angesichts steigender Corona-Fallzahlen, ob in Fernzügen und auf Inlandsflügen künftig nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete mitreisen dürfen. Regierungssprecher Steffen Seibert bestätigte, dass die Anwendung der sogenannten 3G-Regeln für den Fernverkehr geprüft werde. 3G bezieht sich auf Genesene, Geimpfte und negativ Getestete. "Diese Prüfung gilt auch für die Inlandsflüge", sagte Seibert. "Auf vielen Auslandsflügen ist es ja bereits der Fall", fügte er hinzu. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums kündigte an, dass die entsprechenden Prüfaufträge ordnungsgemäß abgearbeitet würden. Zur Dauer der Prüfung machte er keine Angaben. 

Infektion trotz Impfung - Gesundheitsamt BW hat erste Zahlen

15:20 Uhr

Das Landesgesundheitsamt hat erstmals Zahlen für sogenannte Corona-Impfdurchbrüche in Baden-Württemberg veröffentlicht. Demnach infizieren sich aktuell zehn von 100.000 Geimpften in Baden-Württemberg trotz vollem Impfschutz. Für die Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz der Impfdurchbrüche wird die Zahl der trotz Impfung Erkrankten mit der Zahl der vollständig Geimpften in Bezug gesetzt. In Baden-Württemberg haben etwa 6,5 Millionen Menschen den vollständigen Impfschutz. 

BW fordert Impfstatus-Abfragemöglichkeit für Arbeitgeber

14:27 Uhr

Das Land Baden-Württemberg will, dass Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber künftig den Impfstatus ihrer Mitarbeitenden abfragen können. Das Gesundheitsministerium in Stuttgart hat den Bund aufgefordert, bei der Neufassung des Infektionsschutzgesetzes eine Rechtsgrundlage für solche Abfragen zu schaffen. In einem Brief fordert Amtschef Uwe Lahl das Bundesgesundheitsministerium auf, die Ermächtigung der Abfrage des Impfstatus' der Mitarbeitenden auf weitere Bereiche zu erweitern. Bisher gebe es nur für Arztpraxen und Krankenhäuser die rechtliche Möglichkeit, den Impfstatus der Beschäftigten abzufragen. Die Ermächtigung sei insbesondere auf Bereiche, in denen ein höheres Infektionsrisiko aufgrund eines erhöhten Publikumsverkehrs besteht, auszuweiten, so Lahl. An erster Stelle stünden hier Pflegeeinrichtungen. Es sei aber auch denkbar, "die Rechtsgrundlage auf weitere kontaktintensive Bereiche wie Schulen" auszuweiten. Auch für die Polizei käme dies in Frage.

Ab Sonntag keine Quarantäne mehr für Spanien-Urlauber

13:30 Uhr

Noch rechtzeitig während der Sommerferien in Baden-Württemburg wird Spanien zurückgestuft und ist am Sonntag kein Corona-Hochrisikogebiet mehr. Das gelte für ganz Spanien, teilte das Robert-Koch-Institut. Vergangene Woche hatte es bereits eine Entwarnung für Teile Spaniens gegeben. Auch der Großraum Lissabon in Portugal wird nach den neuen Einstufungen ab Sonntag nicht mehr als Hochrisikogebiet eingestuft, dies gilt auch für Chile. Neues Hochrisikogebiet ist dagegen ab Sonntag Jamaika. Ungeimpfte Einreisende aus Hochrisikogebieten müssen in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne.

Ärger um Husten-App

11:59 Uhr

Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium will die Entwicklung einer Husten-App zur Bestimmung von Corona-Infektionen mit knapp zwei Millionen Euro fördern. Das zuständige Referat im Ministerium hatte davon abgeraten. Die App soll bei Menschen am Klang des Hustens erkennen, ob sie mit dem Coronavirus infiziert sind. Das Projekt der Hochschule Reutlingen basiert auf Künstlicher Intelligenz, laut Wirtschaftsministerium könne es neuen Erkenntnisse für die praktische Anwendung in der Medizintechnik liefern. In einem Vermerk des Fachreferats, der dem SWR vorliegt, wurde Ende April allerdings von der Förderung in Höhe von 1,8 Millionen Euro abgeraten, weil eine Marktreife nicht absehbar sei und ähnliche Projekte bereits weiter sind. Für die FDP dränge sich der Eindruck auf, dass CDU-Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut das Geld zugesagt habe, um sich kurz vor Ende der Koalitionsverhandlungen an der Regierung zu halten, so der Landtagsabgeordnete Reith (FDP) gegenüber dem SWR.

Evangelische Heimstiftung fordert Impfpflicht für Pflege-Beschäftigte

11:02 Uhr

Die Evangelische Heimstiftung (EHS) in Stuttgart fordert die Einführung einer Corona-Impfpflicht für Beschäftigte in der Pflege. "Es ist nicht zu verantworten, dass alte Menschen trotz Impfung angesteckt werden und schwer erkranken, weil sich einige Beschäftigte in der Pflege nicht impfen lassen wollen", so die EHS. Nach Einschätzung der Stiftung sind zwar fast 100 Prozent der Heimbewohner geimpft, aber weniger als 70 Prozent der Mitarbeitenden. Derzeit werde das Virus durch ungeimpfte Mitarbeitende, die aus dem Urlaub zurückkehrten, wieder verstärkt in die Pflegeheime getragen. Die älteren Bewohner in den Heimen könnten jedoch auch trotz doppelter Impfung schwer erkranken.

Umfrage: Homeoffice wird weniger genutzt

9:41 Uhr

Der Anteil der Beschäftigten im Homeoffice ist einer Umfrage zufolge im August den dritten Monat in Folge gesunken. 23,8 Prozent arbeiteten zumindest teilweise von Zuhause aus, wie das Ifo-Institut zu seiner Umfrage mitteilte. Im Juli waren es noch 25,5 Prozent, im Juni 28,4 Prozent und im Mai 31,0 Prozent. "Die Impfzahlen steigen, immer mehr Angestellte gehen wieder ins Büro", erklärte Ifo-Experte Oliver Falck den Trend. Im August fiel der Rückgang allerdings weniger stark aus als in den Vormonaten. "Das deutet darauf hin, dass sich die Quote auf einem Niveau höher als vor Corona stabilisieren dürfte", sagte Falck.

RKI: Vierte Welle trifft vor allem junge Menschen

9:25 Uhr

Die vierte Corona-Welle nimmt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vor allem über Ansteckungen bei Jüngeren weiter an Fahrt auf. Dabei nehme die Verbreitung auch unter den mittleren Altersklassen zu, heißt es im RKI-Wochenbericht. Zur Behandlung ins Krankenhaus kämen dann vor allem Ungeimpfte. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei Ansteckungen unter den 15- bis 34-Jährigen lag am Donnerstag bei 115 pro 100.000 Einwohnern. Das war fast doppelt so hoch wie der bundesweite Vergleichswert (66) in der Gesamtbevölkerung. Ein Grund für die hohe Zahl der Ansteckungen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen könnte auch die abnehmende Impfbereitschaft sein. Laut RKI sind die Älteren mit dem höchsten Risiko für schwere Verläufe größtenteils schon geimpft und geschützt.

Weltärztebund: Impfstoffzulassung für Kinder ab fünf

8:53 Uhr

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hofft darauf, dass bald auch Kinder ab fünf Jahren gegen das Coronavirus geimpft werden können. Im SWR sagte er: "Ich weiß, dass es Studien gibt und hoffe, dass die bald zu Ergebnissen kommen, dass man auch Kinder ab dem Alter von fünf Jahren impfen kann. Das wäre ein großer Schritt vorwärts." Allerdings müsse man dabei sehr vorsichtig vorgehen, da diese Kinder noch 70 bis 80 Jahre an Lebenserwartung vor sich hätten. "Das ist bei einer Betrachtung von Langzeitfolgen bei einer solchen Impfung besonders schwierig", so Montgomery. Gleichzeitig forderte er, das Impftempo bei all jenen, die man impfen könne, zu erhöhen. "Wir müssen versuchen, auch diejenigen, die noch impfskeptisch sind, davon zu überzeugen, dass diese Impfung ein absolut lebensrettender und lebenserhaltender Akt ist." Falschmeldungen über den Nutzen und die Gefahren der Impfstoffe müsse man begegnen. "Das kann man nur durch Transparenz und Offenheit und klare Zahlen", so Montgomery.

Klinikchef kritisiert Corona-Verordnung

8:03 Uhr

Die Hochrheinkliniken in Waldshut-Tiengen kritisieren die neue Corona-Verordnung des Landes. Diese sieht unter anderem vor, dass ungeimpfte Krankenhausmitarbeiterinnen und -mitarbeiter täglich getestet werden müssen. Der Geschäftsführer der Kliniken, Hans-Peter Schlaudt, befürchtet, dass die Beschäftigten dadurch unter Druck geraten und kündigen könnten. Außerdem bemängelt er, dass Krankenhäuser in die Pflicht genommen würden, ungeimpfte Besucherinnen und Besucher zu testen. "Das können wir nicht leisten und das werden wir nicht leisten“, sagte Schlaudt dem SWR. Gemäß der neuen Corona-Verordnung gelten in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen keine Beschränkungen mehr bei der Zahl der Besuchenden. Ungeimpfte Personen benötigen aber einen aktuellen negativen Corona-Test, Krankenhäuser sollen vor Ort Testmöglichkeiten anbieten.

Weitergabe von Impfdosen an Afrika gefordert

7:17 Uhr

Die Hilfsorganisation "Brot für die Welt" dringt auf eine Weitergabe von Corona-Impfdosen an afrikanische Länder. "Es wird höchste Zeit, dass Deutschland ungenutzte Impfdosen an Afrika und andere Kontinente weitergibt", sagte die Referentin für Internationale Gesundheitspolitik, Mareike Haase, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Millionen Dosen werden vernichtet, während in Afrika weniger als zwei Prozent der Menschen voll geimpft sind."

Konzertveranstalter wünschen sich Hamburger 2G-Modell bundesweit

6:51 Uhr

Der Präsident des Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow, fordert für seine Branche bundesweit einheitliche Regeln. "Wir hoffen, dass das Hamburger 2G-Modell eine Blaupause für alle anderen Bundesländer ist", sagte Michow der Deutschen Presse-Agentur. Solange es Kapazitätsbeschränkungen und Abstandsregeln gebe, machten Veranstaltungen wirtschaftlich keinen Sinn. Sein Verband begrüße daher die 2G-Option, die ab morgen in Hamburg möglich ist. Dann können Veranstaltungsbetriebe entscheiden, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen. Dieses bezieht Getestete und damit Ungeimpfte ein, unterliegt aber den bisherigen Corona-Einschränkungen.

Inzidenz in BW: Anstieg bei Reiserückkehrern

5:37 Uhr

Die Zahl der Corona-Ansteckungen steigt in Baden-Württemberg weiter sprunghaft an. Auffällig hoch ist die Zahl der Menschen, die sich bei einer Reise ins Ausland mit dem Coronavirus angesteckt haben.

RKI meldet bundesweit 12.029 Neuinfektionen - Inzidenz bei 70,3

5:23 Uhr

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Morgen lag sie bei 70,3 - am Vortag hatte der Wert 66,0 betragen, vor einer Woche 48,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12.029 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 9.280 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 14 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 13 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.913.828 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Freitag, 27. August 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.

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