Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus (Foto: Getty Images, Montage: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Hospitalisierungsinzidenz steigt auf 2,11

STAND

Bund investiert in Long-Covid-Erforschung

21:50 Uhr

Um Long-Covid besser zu verstehen und behandeln, unterstützt das Bundesforschungsministerium zehn Forschungsvorhaben. Insgesamt werden dafür 6,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, teilte das Ministerium mit. "Sehr viele Covid-19-Patientinnen und -Patienten leiden auch Wochen oder Monate danach noch an Symptomen - unabhängig von der Schwere des Krankheitsverlaufs. Diese Menschen bestmöglich versorgen zu können, bleibt eine Herausforderung", sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek am Donnerstag. Schätzungen zufolge treten die mit Long-Covid verbundenen Symptome bei rund zehn Prozent der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf. Zu den häufigsten Spätsymptomen zählen extreme Erschöpfung, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Atemnot sowie der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns.

Erholung von Coronazeit: Bund fördert Urlaub für arme Familien

21:18 Uhr

Um sich von der schweren Coronazeit besser erholen zu können, fördert die Bundesregierung kurze Urlaube für Familien mit geringerem Einkommen. Bei dem Programm "Corona-Auszeit" können ab sofort Aufenthalte gebucht werden, teilte das Bundesfamilienministerium mit. Dabei können Familien eine Woche lang Urlaub in einer gemeinnützigen Erholungseinrichtung machen. Zahlen müssen sie nur etwa zehn Prozent des üblichen Preises.

Stiko: Auffrischungsimpfungen zunächst nur für Risikopatienten

19:56 Uhr

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will Auffrischungsimpfungen zunächst nur für Risikopatienten empfehlen. "Wir haben die Sichtung aller wissenschaftlichen Daten zur Frage der Auffrischungsimpfungen für bestimmte Risikogruppen abgeschlossen und als Kommission eine Empfehlung beschlossen", sagte der Ulmer Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Die Stiko empfiehlt abgestuft Auffrischungsempfehlungen für Menschen mit Immundefekten oder Erkrankungen, bei denen das Immunsystem medikamentös reguliert wird, etwa bei Rheuma oder nach einer Transplantation."

Maskenpflicht an Schulen auf unbestimmte Zeit verlängert

19:23 Uhr

Die Maskenpflicht an Schulen soll laut der baden-württembergischen Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) auf unbestimmte Zeit verlängert werden. Das gab sie heute im Bildungsausschuss des baden-württembergischen Landtags bekannt. Die Maskenpflicht sei notwendig, um den Präsenzunterricht und die gelockerten Quarantäneregeln an den Schulen weiter zu garantieren, sagte Schopper. Die Infektionszahlen blieben auch zehn Tage nach Schulstart aber weiter gering. 0,1 Prozent der 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler wurden bis heute positiv getestet und mussten in Quarantäne. Fälle gebe es an 795 Schulen. Außerdem verteidigte die Kultusministerin im Bildungsausschuss, dass das Land noch keine Fördergelder vom Bund für Luftfilter abgerufen hat. Erst sehr spät, nämlich Ende August, habe es Klarheit über die Mittel und Förderbedingungen des Bundes gegeben. Zu diesem Zeitpunkt sei das Förderprogramm des Landes über 70 Millionen Euro aber schon angelaufen. Jetzt gebe es Überschneidungen.

Langsam steigende Corona-Zahlen Maskenpflicht an BW-Schulen bleibt auf unbestimmte Zeit

Die Maskenpflicht an den Schulen wird auf unbestimmte Zeit verlängert. Das sagte Kultusministerin Schopper im baden-württembergischen Bildungsausschuss.  mehr...

Hospitalisierungsinzidenz in BW steigt auf 2,11

19:09 Uhr

Das Landesgesundheitsamt meldet seit gestern 1.744 bestätigte Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg - weniger als vor einer Woche (1.968 Fälle). Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist am Donnerstag etwas angestiegen - auf 81,0. Am Tag zuvor lag sie noch bei 80,7. Am höchsten war der Wert der Corona-Neuinfektionen in Pforzheim mit 210,3. Den niedrigsten Wert verzeichnet der Stadtkreis Heidelberg mit 42,2. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz stieg leicht an: von 1,99 am Mittwoch auf 2,11 am Donnerstag. Diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen. 195 Erkrankte sind aktuell in intensivmedizinischer Behandlung, das sind 7 weniger als am Mittwoch.

Nach Bluttat in Idar-Oberstein: BW-Minister Strobl befürchtet Nachahmer

18:53 Uhr

Nach dem tödlichen Schuss auf einen Tankstellenmitarbeiter nach einem Streit um die Maskenpflicht in Idar-Oberstein sieht der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) eine mögliche Gefahr durch Nachahmer.

Stuttgart

Insbesondere labile Menschen könnten angestachelt werden Nach Bluttat in Idar-Oberstein: BW-Minister Strobl befürchtet Nachahmer

Nach dem tödlichen Schuss auf einen Tankstellenmitarbeiter in Idar-Oberstein sieht der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) eine mögliche Gefahr durch Nachahmer.  mehr...

Kritik an Blockaden von Impfgegnern vor BW-Schulen

18:08 Uhr

Nachdem Impfgegner in den vergangenen Tagen Impfaktionen an Schulen in Baden-Württemberg blockiert haben, kritisieren Politiker die Proteste. Vor Schulen zu demonstrieren sei nicht akzeptabel. Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) äußerte sich am Nachmittag kritisch: "Wer Impfaktionen blockiert oder stört und wer Impfärztinnen und -ärzte an der Arbeit hindern will, versucht, Menschen an ihrem Recht auf eine Impfung zu hindern." Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte: "Wir stellen fest, dass es eine zunehmende Radikalisierung dieser Szene gibt."

Baden-Württemberg

Aufgeheizte Stimmung bei Demonstrierenden Corona-Impfaktion an Schulen blockiert: BW-Regierung kritisiert Gegner

Nachdem Impfgegner in den vergangenen Tagen Impfaktionen an Schulen in Baden-Württemberg blockiert haben, kritisieren Politiker die Proteste. Vor Schulen zu demonstrieren sei nicht akzeptabel.  mehr...

Impfstoff: Novavax beantragt Notfallzulassung bei WHO

17:23 Uhr

Der US-Pharmakonzern Novavax und das indische Serum-Institut haben nach eigenen Angaben bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Antrag auf Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff gestellt. Damit könnte das Präparat im Rahmen der internationalen Hilfsinitiative Covax eingesetzt werden, die ärmere Länder mit Vakzinen versorgen soll. Der Antrag bei der Weltgesundheitsorganisation stütze sich auf eine bereits erfolgte Einreichung bei den zuständigen indischen Behörden, hieß es. Der Impfstoff von Novavax ist leichter zu lagern und zu transportieren als manche anderen Vakzine. Auf ihm ruhen große Hoffnungen für eine bessere Versorgung von Entwicklungsländern mit Impfstoffen. Im Juni erklärte der Hersteller, das Vakzin sei zu etwa 90 Prozent wirksam gegen symptomatische Covid-19-Erkrankungen.

Biontech-Impftsoff: Entscheidung über Einsatz bei Kindern noch 2021

17:21 Uhr

Eine Zulassung des Biontech-Impfstoffs für Kinder in der Europäischen Union könnte noch in diesem Jahr erfolgen. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA erklärte, sie habe noch keinen Antrag auf die Erweiterung der Genehmigung für unter Zwölfjährige erhalten. Damit rechne sie aber für Anfang Oktober. Die Bewertung des Zulassungsantrags dürfte dann rund vier Wochen dauern. Die beiden Unternehmen hatten Anfang der Woche Ergebnisse aus der Studie mit dem Impfstoff zum Einsatz bei Fünf- bis Elfjährigen vorgelegt und erklärt, nun schnellstmöglich für diese Altersgruppe die Zulassung beantragen zu wollen.

Spahn: 3G-Nachweise stärker kontrollieren

17:06 Uhr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat stärkere Kontrollen von Nachweisen angemahnt, wenn Corona-Zugangsregeln nur für Geimpfte, Genesene und Getestete gelten. "Ich glaube, dass mehr verbindliches Überprüfen auch bei uns noch den einen oder anderen überzeugen kann, sich impfen zu lassen", sagte der CDU-Politiker dem Nachrichtenportal "Watson".

Polizei warnt: Corona-Schockanrufe im Zollernalbkreis sind frei erfunden

15:20 Uhr

Das Polizeipräsidium Reutlingen warnt vor einer Welle von betrügerischen Telefonanrufen im Zollernalbkreis. Kriminelle würden erzählen, dass ein Angehöriger schwer an Corona erkrankt sei und dringend Geld für Medikamente und die Behandlung benötige. Diese Geschichten sind laut Polizei frei erfunden. Der Tipp von der Polizei: Sofort auflegen und nicht auf das Gespräch eingehen, da es sich um Anrufe von Kriminellen handle.

Marburger Bund: Befristungen verschärfen Ärztemangel

13:20 Uhr

Angestellte Ärztinnen und Ärzte in Baden-Württemberg sind überlastet und überwiegend befristet beschäftigt. Das geht aus einer Umfrage des Marburger Bunds hervor. Die Landesvorsitzende Sylvia Ottmüller warnte, dass Befristungen den Ärztemangel im Land verschärfen könnten. Durch die Belastungen während die Corona-Pandemie würden noch mehr Medizinerinnen und Mediziner ans Aufhören denken, so die Landesvorsitzende.

Stuttgart

Marburger Bund stellt Umfrage vor Überstunden und befristete Verträge: Ärzte in BW kritisieren Situation in Krankenhäusern

60 Wochenstunden sind bei Ärztinnen und Ärtzen in Baden-Württemberg keine Seltenheit. Außerdem sind vier von fünf Ärtze sind nur befristet angestellt. Das zeigt eine Umfrage des Marburger Bunds.  mehr...

Fünf-Millionen-Euro-Sofortprogramm für Wiederbelebung der Innenstädte

11:50 Uhr

Das baden-württembergische Wirtschaftsministerium hat ein Sofortprogramm aufgelegt, um angeschlagene Innenstädte und den dortigen Einzelhandel zu stärken. Städte und Gemeinden können insgesamt fünf Millionen Euro abrufen. Geringe Kauflaune, wenig Umsätze und damit verbundene Betriebsschließungen und Leerstände - Innenstädte und deren Einzelhändler seien durch die Corona-Pandemie und den allgemeinen Strukturwandel herausgefordert, so Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Städte und Gemeinden sollen beispielsweise Geld bekommen, wenn sie leerstehende Räume an sogenannte Pop-up-Stores vermieten, also Geschäfte, die kurzfristig und für einen bestimmten Zeitraum öffnen. Außerdem werden Städte und Gemeinden finanziell unterstützt, die Veranstaltungen in ihren Zentren planen und umsetzen. Im Gegensatz zu bestehenden Förderprogrammen soll das Sofortprogramm laut Wirtschaftsministerium Innenstädten noch kurzfristiger zum Neustart verhelfen.

Polizeischutz für Impfaktion in Freiburger Schule

11:30 Uhr

Fast 100 Impfgegner haben gegen eine Impfaktion in einer Schule in Freiburg protestiert. Sie nannten Schülerinnen und Schülern, die sich impfen lassen wollten, "freiwillige Versuchskaninchen" und griffen die Schulleitung per Megafon verbal an. Die Polizei griff immer wieder ein.

Freiburg

Aufgeheizte Stimmung bei Demonstration Corona-Impfgegner stören Impfaktion an Freiburger Schule

Impfgegner haben am Donnerstagmorgen bei einer Freiburger Schule gegen das Impfen von Kindern und Jugendlichen protestiert. Auch die Polizei war im Einsatz.  mehr...

Unternehmerverband in BW sieht telefonische Krankschreibung kritisch

11:20 Uhr

Im Zusammenhang mit der Streichung der Quarantäne-Lohnfortzahlung für Ungeimpfte sieht der Verband "Unternehmer Baden-Württemberg" mögliche Probleme bei der telefonischen Krankschreibung. "Wir fürchten durchaus einen gewissen Anstieg von – ich sage mal 'nicht ganz korrektem' Verhalten", so Hauptgeschäftsführer Peer-Michael Dick. So könnten sich Mitarbeiter ohne Impfung krankschreiben lassen, um die Quarantäne zu umgehen. Insgesamt stellte Dick aber fest: "Unsere Erfahrung ist, dass sehr, sehr viele Belegschaften die letzten anderthalb Jahre gut durchgestanden haben. Da müsse dieser "letzte Schritt auch noch gemeinsam" durchgestanden werden. Allerdings brauche es dafür "sicherlich noch viel Überzeugungsarbeit", so Dick weiter.

VGH: Eilantrag gegen Maskenpflicht in Schule abgelehnt

11:00 Uhr

Niederlage für eine Schülerin aus dem Neckar-Odenwald-Kreis vor dem Verwaltungsgerichtshof Mannheim. Dieser hat einen Eilantrag der Fünftklässlerin abgelehnt. Das Mädchen hatte argumentiert: Die Masken- und Testpflicht in der Schule greife in ihre Rechte ein.

Mannheim

Fünftklässlerin wehrt sich gegen Corona-Verordnung VGH in Mannheim lehnt Eilantrag gegen Maskenpflicht an Schulen ab

Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim hat einen Eilantrag gegen die Masken- und Testpflicht an Schulen abgelehnt. Der Antrag kam laut VGH aus dem Neckar-Odenwald-Kreis.  mehr...

Dehoga BW: "Aggressionspotential der Gäste in Restaurants steigt"

10:10 Uhr

Der Chef des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Baden-Württemberg, Fritz Engelhardt, hat im SWR beklagt, dass wegen der Kontrollen der 3G-Regeln in Restaurants im Land das Servicepersonal häufig beschimpft werde. "Es gibt hier viel Unverständnis von Gästen. Wir sind ausführendes Organ staatlicher Vorgaben. Das Personal am Einlass eines Restaurants erfüllt nur seine Aufgabe und wird häufig beschimpft und sogar bedroht." Die Situation sei mittlerweile sehr belastend und nicht mehr hinnehmbar. Engelhardt sagte, das Aggressionspotential der Gäste sei stark gestiegen. Außerdem komme es zum Beispiel in seinem Hotel in Pfullingen (Kreis Reutlingen), wo auch internationale Gäste über Online-Buchungssysteme reservierten, manchmal zu unsäglichen Diskussionen an der Rezeption, wenn ein Gast seinen Impfausweis vergessen habe. "Dann müssen wir ihn wegen der staatlichen Vorgaben abweisen", so der Hotelier im SWR.

Unternehmerverband in BW begrüßt Ende der Quarantäne-Lohnfortzahlung

9:10 Uhr

Der Verband "Unternehmer Baden-Württemberg" hat die Streichung der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte im Quarantänefall begrüßt. Hauptgeschäftsführer Peer-Michael Dick sagte im SWR: "Wir halten das für sehr sinnvoll. Es ist eine Frage der Solidarität, dass denjenigen, die sich aus freien Stücken gegen eine Impfung entscheiden, keine Fortzahlung gewährt wird.“ Auch Dick räumte jedoch ein, dass viele Fragen der Praxis noch offen seien. Dazu zähle auch die Frage, wie Arbeitgeber überhaupt Kenntnis vom Impfstatus ihrer Beschäftigten erlangen könnten: "Das Frage-Recht haben wir ja schon seit einigen Wochen gefordert“, sagte Dick. Die Politik verlange zwar ausgeklügelte Corona-Hygiene-Konzepte, verweigere aber den Unternehmen das Recht, den Impfstatus abzufragen. "Wir halten das für schwierig.“ Baden-Württemberg hatte als erstes Land angekündigt, von der Ausnahme im Infektionsschutzgesetz Gebrauch zu machen. Seit 15. September gibt es für Ungeimpfte dort keine Entschädigung für Gehaltseinbußen durch Quarantäne mehr.

RKI: Sieben-Tage-Inzidenz leicht gesunken

4:27 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist erneut gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 63,1 an. Am Vortag hatte der Wert bei 65 gelegen, vor einer Woche bei 76,3. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10.696 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12.925 Ansteckungen gelegen.

Städtetag für Aussetzung der Quarantäne-Entschädigung für Nicht-Geimpfte

1:38 Uhr

Der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung (SPD), hat positiv auf den Beschluss der Gesundheitsminister zur Streichung der Lohnfortzahlung für Nicht-Geimpfte in Quarantäne reagiert. "Ich halte es für richtig, die Fortzahlung von Verdienstausfällen bei Quarantäne für Ungeimpfte auslaufen zu lassen", sagte der Leipziger Oberbürgermeister den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Wenn Menschen sich nicht impfen lassen, ist das ihre Entscheidung", sagte Jung weiter. "Aber Lohnfortzahlung sollte der Staat nur übernehmen, wenn es dafür einen guten Grund gibt, wenn sich also jemand zum Beispiel aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann". Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, dass nicht-geimpfte Beschäftigte, die in Quarantäne müssen, spätestens ab 1. November deutschlandweit keinen Ausgleich mehr für entgangenen Lohn bekommen sollen.

DGB gegen Aussetzung der Quarantäne-Entschädigung für Nicht-Geimpfte

0:35 Uhr

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisiert den Beschluss der Gesundheitsminister, dass Nicht-Geimpfte künftig bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne keine Entschädigung mehr bekommen sollen. "Es kann nicht sein, dass die Politik die Verantwortung für den Kampf gegen die Pandemie einfach bei den Beschäftigten ablädt", sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann dem SWR. "Eine Impfpflicht durch die Hintertür lehnen wir weiterhin ab." Außerdem bedeute die Neuregelung auch, dass Beschäftigte dem Arbeitgeber ihren Impfstatus offenlegen müssten. Hoffmann betonte, es sei eine der wichtigsten Errungenschaften der Arbeiterbewegung, dass Arbeitgeber so wenig wie absolut nötig über das Privatleben und damit auch die Gesundheitsentscheidungen der Beschäftigten erfahren.

US-Präsident Biden kündigt globale Impfkampagne an

23:01 Uhr

Impfen als konzertierte, weltweite Aktion: Das ist der Kern der globalen Kampagne, die die Corona-Krise unter Führung der USA in den Griff kriegen soll, so US-Präsident Joe Biden auf einem virtuellen Gipfel.

Biden kündigt globale Impfkampagne an "Wir müssen in die Vollen gehen!"

Impfen als konzertierte, weltweite Aktion: Das ist der Kern der globalen Kampagne, die die Corona-Krise unter Führung der USA in den Griff kriegen soll, so US-Präsident Biden auf …  mehr...

Geringe Auslastung: Schnellbuslinie Thema im Landtag

22:19 Uhr

Der Verkehrsausschuss des Landtags befasst sich morgen mit der Zukunft der Schnellbuslinie X1 in Stuttgart. Die Verbindung zwischen Bad Cannstatt und der Innenstadt soll zu mehr sauberer Luft beitragen, steht aber wegen geringer Fahrgastzahlen in der Kritik. Nach Angaben des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg wurden zuletzt im Frühjahr durchschnittlich elf Fahrgäste pro Fahrt gezählt. Vor der Coronakrise lagen die Zahlen höher, die X1-Busse fuhren auch häufiger. Seit Juli 2021 ist die Zahl der Fahrten deutlich eingeschränkt - um Kosten zu sparen. Eine Mehrheit im Stuttgarter Gemeinderat möchte, dass die Schnellbuslinie eingestellt wird. Dafür macht sich nun auch die FDP-Fraktion im Landtag stark, die das Thema in den Verkehrsausschuss eingebracht hat.

Scholz: "Querdenker" mitverantwortlich für Tat in Idar-Oberstein

21:20 Uhr

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat die sogenannte Querdenken-Bewegung für den tödlichen Schuss auf einen Tankstellen-Mitarbeiter mitverantwortlich gemacht. "Denn es sind ja diejenigen, die hetzerische, spalterische Reden halten, die letztendlich mit ein Klima geschürt haben, in dem im Kopf dieses Mannes diese Tat möglich geworden ist", sagte Scholz. "Und deshalb haben sie auch eine Mitverantwortung dafür, dass das passiert ist. Die ganzen "Querdenker"-Szenen, die solche Reden halten, und diejenigen, die von rechtsextremer Seite hetzen in dieser Frage, spalten nicht nur unser Land, sondern sie schaffen solchen Unfrieden, dass solche Taten passieren."

Idar-Oberstein

20-Jähriger in Idar-Oberstein erschossen Tankstellen-Kunden sollen Tat gesehen haben

Zeugen sollen die Tötung des Tankstellen-Kassierers in Idar-Oberstein gesehen haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.  mehr...

Ostalbkreis: "Querdenker" blockieren Impfbus an Schulen

20:43 Uhr

In Schwäbisch Gmünd haben heute Vormittag Angehörige der so genannten Querdenkerszene den Bus des mobilen Corona-Impfteams des Ostalbkreises blockiert. Die Polizei bestätigte dem SWR zwei Einsätze. Rund zehn Impfgegner hätten sich zunächst an einem Schulzentrum im Stadtteil Bettringen versammelt, später dann vor einem Gymnasium in Schwäbisch Gmünd. In beiden Fällen sei die Polizei gerufen worden. Die Demonstrationen seien nicht angemeldet gewesen. Nach einer kurzen Ansprache der Beamten hätten die "Querdenker" ihre Blockade aufgegeben. Der Landrat des Ostalbkreises Joachim Bläse (CDU) sprach in der "Remszeitung" von einem "echten Skandal". Die Proteste richteten sich offenbar gegen das Impfangebot an Schulen.

Impfpflicht für Personal zwingt Klinik im französischen Mühlhausen in Notbetrieb

20:30 Uhr

Nach Einführung einer Impfpflicht für das Klinikpersonal in Frankreich hat der Krankenhausverbund der elsässischen Grenzstadt Mühlhausen auf Notbetrieb umstellen müssen. Von den rund 6.000 Beschäftigten seien mehr als 170 noch nicht geimpft und deswegen vom Dienst suspendiert worden. Das berichtete der Sender RTL. Die Beschäftigten hätten gegen die Maßnahme vor dem Krankenhaus demonstriert und sich unter weißen Laken auf den Boden gelegt. Ähnlich gravierende Probleme wie in Mühlhausen wurden aus anderen Regionen bisher nicht bekannt.

Modellprojekt "Grippe-Impfung in der Apotheke"

19:35 Uhr

Mit einem Modellprojekt, das Grippe-Impfungen in der Apotheke ermöglicht, soll die Impfbereitschaft in Baden-Württemberg erhöht werden. Versicherte der Krankenkasse AOK können daran im Raum Mannheim, Esslingen-Göppingen und in Ostwürttemberg teilnehmen. Das Modellprojekt soll auch die Hausärztinnen und Hausärzte entlasten, die noch mit Corona-Impfungen beschäftigt sind.

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Auseinandersetzung mit Corona bei Filmfestival in Karlsruhe

19:15 Uhr

140 Filme aus 45 Ländern werden ab Mittwoch bei den Karlsruher "Independent Days" gezeigt. Das Filmfestival im Filmtheater Schauburg läuft bis Sonntag und findet zum 21. Mal statt. Unter den Streifen wird auch der Film "Corona-Diaries" gezeigt, in dem sich Filmemacher mit der Pandemie auseinandergesetzt haben.

Karlsruhe

Highlight für Filmfreunde in der Schauburg Karlsruhe: Filmfestival Independent Days beginnt

140 Filme aus 45 Ländern werden ab Mittwoch bei den Karlsruher Independent Days gezeigt. Das Filmfestival im Filmtheater Schauburg läuft bis Sonntag und findet zum 21. Mal statt.  mehr...

Initiative in Aalen fordert Luftfilter für alle Klassen

19:00 Uhr

Eine Elterninitiative in Aalen fordert Luftfilter für alle Klassen, um Schülerinnen und Schüler vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Dafür hat sie jetzt 2.000 Unterschriften gesammelt und der Stadtverwaltung überreicht.

Aalen

2.000 Unterschriften gesammelt Luftfilter für alle Klassen: Aalener Initiative übergibt Unterschriften

Luftfilter für alle Klassen in Aalen, um Schüler vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen - das fordert eine Elterninitiative. Dafür hat sie jetzt Unterschriften an die Stadt überreicht.  mehr...

Maschinenbau: Materialmangel und Corona - Branche dennoch optimistisch

18:47 Uhr

Die Maschinenbau-Unternehmen in Baden-Württemberg leiden unter Lieferengpässen. Es fehlen Elektronik-Bauteile, Metall und Kunststoffe. Dennoch sind die Auftragsbücher gut gefüllt, hieß es heute bei der Jahres-Pressekonferenz des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Baden-Württemberg (VDMA). Die Nachfrage wächst und die Unternehmen hoffen, die Corona-Krise bis Jahresende hinter sich lassen zu können.

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Hospitalisierungsinzidenz in BW weiter rückläufig

18:10 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist nach Angaben des Landesgesundheitsamtes am Mittwoch weiter gesunken - auf 80,7. Am Tag zuvor lag sie noch bei 83,8. Am höchsten war der Wert der Corona-Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen auf 100.000 Einwohner in Pforzheim mit 185,7. Den niedrigsten Wert verzeichnet der Landkreis Konstanz mit 48,5. Auch die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz in Baden-Württemberg ging leicht zurück: von 2,06 am Dienstag auf 1,99 am Mittwoch. Diese sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist neben der Zahl der Covid-19-Patientinnen und- Patienten in Intensivbehandlung ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte. Der Anteil der Belegung von Covid-Erkrankten auf den Intensivstationen des Landes blieb laut Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg mit 8,8 Prozent am Mittwoch gleich wie am Vortag. Insgesamt stieg der Zahl der im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion im Land Verstorbenen um 59 auf 10.636. Die Zahl der Genesenen erhöhte sich um 1.107 auf 526.287.

Lindner in Stuttgart: Söder hat sich an Ausnahmezustand gewöhnt

17:10 Uhr

FDP-Parteichef Christian Lindner hat die Motive hinter der strengen Corona-Politik von Politikern wie CSU-Chef Markus Söder hinterfragt. "Ich habe manchmal in dunklen Stunden den Gedanken, ob vielleicht bei Politikern wie Markus Söder eine Gewöhnung an den Ausnahmezustand begonnen hat", sagte Lindner bei einer Wahlkampfveranstaltung am Mittwoch in Stuttgart. "Und dass vielleicht manche Regel gar nicht dem Gesundheitsschutz allein dient, sondern dass dahinter auch das Gefühl steckt, dass man es ja kann. Dass man ja die Macht habe." Das aber sei nicht mehr der Staat des Grundgesetzes, so Lindner weiter. Nicht Markus Söder oder Winfried Kretschmann (Grüne), nicht die Regierung würde den Bürgerinnen und Bürgern die Freiheit gewähren, sondern die Bürger würden der Regierung fallweise gestatten, in ihre Rechte einzugreifen, solange dies erforderlich sei. "Es darf nicht zu einer Beweislastumkehr kommen", so Lindner. Die Regierung müsse alles tun, dass es im Herbst nicht zu weiteren Lockdown komme, sagte Lindner.

Diese Corona-Regeln gelten für Kinder und Jugendliche beim Sport

16:50 Uhr

Dürfen ungeimpfte Jugendliche beim Training mitmachen? Wann müssen Kinder vor dem Sport getestet werden? Die neue Corona-Verordnung in BW wirft Fragen auf:

Rastatt

Neue Corona-Verordnung in BW Das sind die neuen Corona-Regeln für Kinder und Jugendliche im Sport

Dürfen ungeimpfte Jugendliche beim Training mitmachen? Wann müssen Kinder vor dem Sport getestet werden? Die neue Corona-Verordnung in BW wirft Fragen auf. Wir haben die Antworten.  mehr...

Stuttgarter Wilhelma bietet "Impfen unter Palmen" an

16:35 Uhr

Unter dem Motto "Impfen unter Palmen" bietet die Stuttgarter Wilhelma gemeinsam mit einem Team des Robert-Bosch-Krankenhauses am Samstag, 25. September, einen Termin zur Corona-Impfung an. Das teilte der Zoologisch-Botanische Garten mit. Für die Impfungen sei das Gebäude der Wilhelmaschule reserviert. Man wolle niemanden zur Impfung überreden. Stattdessen wolle man eine Möglichkeit für Menschen anbieten, denen bisher die passende Gelegenheit oder der letzte Impuls gefehlt habe. Sowohl Erst- und Zweitimpfungen als auch Auffrischungen für berechtigte Personen sollen möglich sein. Eine Terminvereinbarung sei nicht nötig. Allerdings sei für den Einlass in die Wilhelma weiterhin ein Online-Ticket mit Einlasszeitfenster zu buchen. Es gelten zudem die 3G-Regeln.

Vierte Corona-Welle in Heilbronn schwächer als befürchtet

15:15 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Heilbronn-Franken ist erneut leicht gesunken. Laut der Stadt Heilbronn könnte man glimpflicher als befürchtet durch die vierte Corona-Welle kommen. Der Anteil der Reiserückkehrer bei Infizierten gehe zurück, hieß es auf Anfrage. Und auch an den Kindertagesstätten und Schulen gebe es "keine relevante Häufung".

Neckarsulm

Vierte Corona-Welle schwächer als befürchtet Vierte Corona-Welle in Heilbronn wohl schwächer als befürchtet

Die Sieben-Tage-Inzidenzen in Heilbronn-Franken sind erneut leicht gesunken. Die Stadt Heilbronn könnte glimpflicher als befürchtet durch die vierte Corona-Welle kommen.  mehr...

GEW: Landesregierung muss sofort Bundesmittel für Luftfilter abrufen

14:40 Uhr

Der Landesverband der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Landesregierung aufgefordert, die Bundesmittel für Luftfiltersysteme in Schulen abzurufen. "Wenn die pädagogischen Profis in den Klassenzimmern sich so viel Zeit für ihre Entscheidungen lassen würden, gäbe es am Ende des Schuljahres keine Zeugnisse", sagte GEW-Landesvorsitzende Monika Stein in Stuttgart. Zuvor war bekannt geworden, dass die Bundesländer bisher noch kein Geld vom Bund für mobile Luftreiniger in Schulen und Kitas angefordert haben, obwohl die Mittel bereits seit rund zwei Monaten bereitstehen. Auslöser war eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag an das Bundeswirtschaftsministerium.

Baden-Württemberg

Schutz in Klassenzimmern Corona-Luftfilter für Schulen und Kitas: Baden-Württemberg ruft Bundesfördermittel bislang nicht ab

Luftfilteranlagen sollen Schulen und Kitas vor Corona-Viren schützen. Das Geld vom Bund dafür hat Baden-Württemberg aber wie die anderen Bundesländer noch nicht angefordert.  mehr...

Schwimmkursoffensive wegen ausgefallener Kursen durch Corona

14:00 Uhr

184 Menschen sind in diesem Sommer ertrunken, 24 davon waren Kinder. Das geht aus einem Bericht des WDR-Hintergrundmagazins "sport inside" hervor. Laut des Bundesverbands der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) besteht zwischen der Schwimmfähigkeit und der steigenden Zahl der Ertrinkungstoten ein Zusammenhang. Die Corona-Pandemie gilt dabei als Treiber. Viele Anfänger-Schwimmkurse und und entsprechende Unterrichtsstunden an Schulen sind ausgefallen - auch in Baden-Württemberg. Ein Sofortprogramm soll jetzt helfen.

Es droht der Verlust einer ganzen Generation Was bringt die Schwimmkurs-Offensive für Kinder in Baden-Württemberg?

Lange Wartelisten, zu wenige Ausbilder, Rückstau durch Corona: Es gibt immer mehr Kinder, die das Schwimmen nicht lernen. In Baden-Württemberg soll ein Sofortprogramm helfen. Ein Überblick.  mehr...

Ab November bundesweit keine Entschädigung mehr für Ungeimpfte

13:40 Uhr

Bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne sollen die meisten Nicht-Geimpften spätestens ab 1. November in Deutschland keine Entschädigung mehr bekommen. Darauf verständigten sich die Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern mehrheitlich in einem Beschluss, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Betroffen sind davon nur Menschen, für die es eine Impfempfehlung gibt und die sich auch impfen lassen könnten. Zuvor hatte "Business Insider" darüber berichtet. In Baden-Württemberg gibt es bereits seit 15. September für Ungeimpfte keinen Lohnersatz mehr.

Baden-Württemberg

Strengere Regeln treten in Kraft Keine Entschädigung für Ungeimpfte bei Quarantäne: BW-Beschluss löst Debatte aus

Wer ungeimpft ist und in Corona-Quarantäne muss, bekommt in Baden-Württemberg keine Entschädigung für seinen Verdienstausfall mehr. Die Gewerkschaft Verdi sieht darin eine "Impfpflicht durch die Hintertür".  mehr...

Unternehmen korrigieren Prognosen nach oben

13:20 Uhr

Seit Anfang des Jahres korrigierten 234 der insgesamt 309 im sogenannten Prime Standard gelisteten Börsenunternehmen ihre Gewinn- oder Umsatzerwartungen nach oben, wie die Unternehmensberatung EY am Mittwoch erklärte. Allerdings warnten die Experten angesichts störungsanfälliger Lieferketten, Rohstoffengpässen und der unklaren Entwicklung der Pandemie auch vor übertriebenem Optimismus. Die Zahl der Positivkorrekturen im laufenden Jahr sei ein Rekord. Schon in den ersten acht Monaten seien es mehr als in jedem Gesamtjahr seit Beginn der Erhebung 2011 gewesen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei die Zahl dieser Meldungen um 179 Prozent gestiegen, die Zahl der Umsatz- und Gewinnwarnungen hingegen, also der Negativkorrekturen, sei gleichzeitig um 83 Prozent gesunken. Die Unternehmen würden nach dem Coronajahr 2020 schneller wieder höhere Umsätze machen, als erwartet.

Internetaktivitäten des mutmaßlichen Täters von Idar-Oberstein im Blick

13:10 Uhr

Die Polizei prüft nach der Tötung eines Tankstellen-Mitarbeiters die Aktivitäten des Täters in den sozialen Medien. Es seien sehr viele Hinweise dazu eingegangen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Trier der Deutschen Presse-Agentur. Dem 49-Jährigen wird vorgeworfen, dem 20 Jahre alten Kassierer am Samstagabend im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein in den Kopf geschossen zu haben, nachdem dieser ihn mehrmals zum Tragen einer Maske aufgefordert hatte. Nach seiner Festnahme sagte er den Ermittlern zufolge, dass er die Corona-Maßnahmen ablehne. Die Situation der Pandemie habe ihn stark belastet, er habe ein Zeichen setzen wollen.

Luftreiniger für Schulen und Kitas: noch keine Bundesmittel beantragt

12:50 Uhr

Die Bundesländer haben bisher noch kein Geld vom Bund für mobile Luftreiniger in Schulen und Kitas angefordert, obwohl die Mittel bereits seit rund zwei Monaten bereitstehen. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag hervor. Laut Beschluss der Bundesregierung sollen die Länder bei der Beschaffung der Geräte mit bis zu 200 Millionen Euro unterstützt werden. Ziel der Förderung sei es, "dem Infektionsrisiko in Innenräumen im Herbst und Winter entgegenzuwirken und die Kinderbetreuung sowie den Präsenzunterricht an den Schulen aufrechtzuerhalten", heißt es in der Antwort des Ministeriums. Eltern, Lehrkräfte, Experten und auch viele Politiker hatten im Sommer immer wieder den Einsatz von Lüftungsanlagen gefordert, um Schülerinnen und Schüler zu schützen.

Baden-Württemberg

Schutz in Klassenzimmern Corona-Luftfilter für Schulen und Kitas: Baden-Württemberg ruft Bundesfördermittel bislang nicht ab

Luftfilteranlagen sollen Schulen und Kitas vor Corona-Viren schützen. Das Geld vom Bund dafür hat Baden-Württemberg aber wie die anderen Bundesländer noch nicht angefordert.  mehr...

Polizei warnt vor neuer Corona-Betrugsmasche

12:21 Uhr

In den vergangenen Tagen sind nach Angaben der Polizei vor allem im Kreis Böblingen ältere Menschen angerufen worden, um sie zur Übergabe von Geld oder Wertsachen zu bewegen. Dabei gab sich der Anrufer als ein mit Corona infizierter Angehöriger aus. Die Betrüger behaupteten, finanzielle Unterstützung für die Behandlung zu benötigen und baten ihre Opfer darum, Geld oder Wertgegenstände einem Freund zu übergeben. Die Polizei warnt deshalb erneut davor, auf Geldforderungen fremder Menschen einzugehen.

Corona-Schnelltests ab dem 11. Oktober nicht mehr gratis

11:50 Uhr

Corona-Schnelltests müssen ab dem 11. Oktober meist selbst bezahlt werden. Laut einer neuen Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums soll es Gratis-Tests nur noch für Menschen geben, die sich nicht impfen lassen können - darunter Kinder unter 12 Jahren. Bund und Länder hatten vereinbart, dass das Angebot für kostenlose "Bürgertests" für alle enden soll. Da inzwischen kostenlose Impfungen für alle möglich sind, sei eine dauerhafte Übernahme der Test-Kosten durch die Steuerzahler nicht länger nötig, hieß es zu Begründung. Die im Bundesanzeiger verkündete Verordnung legt aber auch einige Übergangsregeln fest. So können Kinder von 12 bis 17 Jahren und Schwangere noch bis 31. Dezember mindestens einen kostenlosen Test pro Woche machen. Grund ist, dass für sie erst seit kürzerer Zeit eine allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) vorliegt - daher soll noch länger Zeit für eine Impfung bleiben.

Datenschutz beim Impfstatus erschwert Gesundheitsämtern die Nachverfolgung

11:35 Uhr

Die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, sieht den Datenschutz beim Corona-Impfstatus als Problem bei der Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter. Teichert sagte im Radioprogramm SWR Aktuell, die Gesundheitsämter bekämen zwar die Meldung über ein positives Testergebnis - nicht aber die Information, ob die jeweilige Person gegen Covid-19 geimpft sei. Dies führe dazu, so Teichert, "dass der Aufwand im Gesundheitsamt relativ hoch ist", den Impfstatus zu ermitteln. Erst danach könne über die Quarantänenotwendigkeit entschieden werden. Teichert schlug deshalb vor, den Impfstatus schon auf den Labor-Unterlagen zu vermerken. Sie schränkte aber ein: "Da berühren wir auch wieder das Thema Datenschutz - und das ist in Deutschland heilig."

Weniger Krankenhausbehandlungen im Corona-Jahr 2020

9:51 Uhr

Wegen der Pandemie sind 2020 in Deutschland deutlich weniger Patientinnen und Patienten sowie Operationen in den Krankenhäusern gezählt worden. Insgesamt wurden 16,4 Millionen Menschen in den allgemeinen Krankenhäusern stationär behandelt, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren 13 Prozent oder fast 2,5 Millionen Fälle weniger als 2019. Besonders stark war der Rückgang während der ersten Corona-Welle im April mit über einem Drittel (-35 Prozent), als laut Statistik viele nicht akute Eingriffe verschoben wurden, um Kapazitäten für Corona-Fälle freizuhalten. Die Zahl der Operationen sank im vergangenen Jahr um 9,7 Prozent auf 6,4 Millionen. Im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion wurden 176.100 Menschen behandelt.

Psychologe: Durch Pandemie mehr Arbeitsstörungen bei Studierenden

9:01 Uhr

Aus Sicht eines psychologischen Studienberaters haben Arbeitsstörungen bei Studierenden durch die Pandemie deutlich zugenommen. Viele seien sehr auf sich allein gestellt gewesen, als Präsenzveranstaltungen an Universitäten und Hochschulen wegfielen, sagte der Leiter der Beratungsstelle des Studierendenwerks Tübingen-Hohenheim, Stefan Balz, der "Stuttgarter Zeitung". Viele Studierende seien strapaziert, frustriert und enttäuscht gewesen - nicht nur vom Studium, sondern vom ganzen Leben.

Lauterbach warnt vor neuer Quarantäne-Regelung für Ungeimpfte

8:21 Uhr

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) rechnet im Fall von Verdienstausfällen für Ungeimpfte mit einer breiten Quarantäneverweigerung und sinkenden Testbereitschaft. Eine bundeseinheitliche Regelung sei grundsätzlich zwar "richtig und wichtig", sagte er der Zeitung "Rheinische Post". "Ich fände es allerdings falsch, wenn diejenigen, die in Quarantäne gehen müssen, ihren Verdienstausfall nicht erstattet bekommen", betonte er. Eine solche Regelung werde dazu führen, dass sich die betroffenen Menschen gar nicht erst in Quarantäne begeben, warnte Lauterbach. 

Bundesgesundheitsminister Spahn erwartet Pandemie-Ende im Frühjahr

8:08 Uhr

Im Frühjahr 2022 könnte die Corona-Pandemie nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) überwunden sein. Dann sei die Herdenimmunität erreicht, sagte er in einem Interview. Die Frage sei nur, ob dies durch Impfungen oder Ansteckungen geschehe.

Baldige Herdenimmunität erwartet Spahn rechnet mit Pandemie-Ende im Frühjahr

Im Frühjahr 2022 könnte die Corona-Pandemie nach Einschätzung von Gesundheitsminister Spahn überwunden sein. Dann sei die Herdenimmunität erreicht, sagte er in einem Interview. Di…  mehr...

Quarantäne: Bundesweit möglicherweise bald kein Lohnersatz mehr

7:31 Uhr

Bei Verdienstausfällen wegen Corona-Quarantäne ist in vielen Bundesländern bislang erstmal der Staat eingesprungen. In Baden-Württemberg gibt es seit 15. September für Ungeimpfte keinen Lohnersatz mehr. Diese Regelung könnte sich nun bald auch bundesweit etablieren: Heute wollen die Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern über eine einheitliche Linie beraten.

Corona-Quarantäne Kein Lohnersatz mehr für Ungeimpfte?

Bei Verdienstausfällen wegen Corona-Quarantäne ist bislang erstmal der Staat eingesprungen. Das könnte sich für Ungeimpfte schon bald ändern: Morgen wollen die Gesundheitsminister…  mehr...

SPD im Landtag gegen Luchas Stiko-Umbaupläne

6:16 Uhr

Nach Meinungsverschiedenheiten zur Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen wollte BW-Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) die Ständige Impfkommission (Stiko) umbauen. Die SPD im Stuttgarter Landtag kritisiert das nach Beratungen mit deren Vorsitzendem scharf. Die Unabhängigkeit der Stiko sei ein hohes Gut, sie müsse gewahrt und unterstützt werden, heißt es in einer Erklärung, die dem SWR vorliegt. Lucha hatte die Stiko vor allem im Streit um Impfungen für Kinder und Jugendliche mehrfach kritisiert und ihren Umbau gefordert.

Baden-Württemberg

Unabhängigkeit müsse gewahrt werden Nach Kritik an Corona-Impfempfehlung: SPD verurteilt Luchas Umbaupläne für die Stiko

Nach Meinungsverschiedenheiten zur Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen wollte BW-Gesundheitsminister Lucha die Stiko umbauen. Die SPD kritisiert das nach Beratungen mit deren Vorsitzendem scharf.  mehr...

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 65,0

5:13 Uhr

Das Robert-Koch-Institut hat 10.454 neue Positiv-Tests gemeldet. Das sind 2.001 weniger als am Mittwoch vor einer Woche, als 12.455 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel weiter auf 65,0 von 68,5 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 71 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 93.123. Insgesamt fielen in Deutschland bislang fast 4,16 Millionen Corona-Tests positiv aus.

Amnesty International erhebt Vorwürfe gegen Impfstoffhersteller

4:50 Uhr

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erhebt schwere Vorwürfe gegen die großen Hersteller von Corona-Impfstoffen: Biontech, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson. Sie würden in der Pandemie bewusst gegen das Recht von Millionen Menschen auf Leben und Gesundheit verstoßen. Amnesty erklärte, die Hersteller seien zum Beispiel inmitten der globalen Gesundheitskrise auf Gewinnmaximierung aus. Zudem weigerten sie sich, Wissen und Patente zu teilen, damit weltweit mehr Impfstoff produziert werden kann. Amnesty fordert von den Herstellern, bis zum Ende des Jahres die Hälfte ihrer Produktion an ärmere Nationen zu liefern - und zwar zum Selbstkostenpreis.

GdP warnt vor Radikalisierung von Corona-Leugnern

3:56 Uhr

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt nach dem gewaltsamen Tod eines Tankstellen-Mitarbeiters in Rheinland-Pfalz vor einer Radikalisierung der Coronaleugner-Szene. GdP-Vize Radek sagte den Funke-Medien, man nehme eine solche Radikalisierung seit dem vergangenen Jahr wahr - insbesondere im Zusammenhang von Demonstrationen von "Querdenkern". Dort gebe es immer mehr Angriffe auf Journalisten und Polizisten. Ein 49-Jähriger soll am Samstagabend einen 20-jährigen Tankstellenmitarbeiter in Idar-Oberstein erschossen haben - offenbar aus Ärger über die Maskenpflicht.

Mittwoch, 22. September 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.  mehr...

Südwesten

Wie schütze ich mich? Wie ist die Lage in meinem Heimatort? Coronavirus: Alles Wichtige für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Coronavirus: Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr? Wie kann ich mich schützen? Hier finden Sie alles Wichtige für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.  mehr...

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