Kandidaten der Erzdiözese Freiburg für Kunstpreis Installationen, die an der Wahrheit zweifeln lassen

Kandidaten der Erzdiözese Freiburg für Kunstpreis Installationen, die an der Wahrheit zweifeln lassen

Kunstpreis (Foto: Daniela Tekeva - Foto: Marc Doradzillo)
Die Leipziger Künstlerin Daniela Tekeva stellt etwa einen Schreibtisch auf, legt wild verstreut allerlei Blätter darauf, die mit Stempel und Unterschriften versehen sind und jeweils Fotografien von Hautnarben zeigen. Ganz klar: hier wird geforscht. Doch diese wissenschaftlichen Untersuchungen sind frei erfunden. Es handelt sich um einen Fake. Sind es also nur äußere Formen, die dazu führen, zu glauben, ein Inhalt sei wahr? Es ist möglich, sich an den Schreibtisch zu setzen und in den Unterlagen zu blättern. Ähnlich gibt es auch viele andere Arbeiten, die interaktiv sind. Daniela Tekeva - Foto: Marc Doradzillo
Von der koreanischen Künstlerin Hyunju Oh ist eine Installation mit Lautsprechern und  Videoprojektion ausgewählt. Links erscheint, unter lautem Donnergetöse, eine Frau, die sich im Büßergestus unentwegt auf die Brust schlägt. Von rechts kommt eine Figur auf sie zu, umarmt sie und versucht sie davon abzuhalten. Auf den Betrachter fällt währenddessen von oben ein Spotlight, er wird so in die Szene einbezogen. Die Frage entsteht, worin die eigene Wahrheit besteht. Wie würde jemand in dieser Situation mit einem anderen umgehen, der sich selbst bestraft? Hyunju Oh - Foto: Marc Doradzillo
„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“, „Jeder ist seines Glückes Schmid“ – solche Allerweltswahrheiten hängen sicher noch in vielen Küchen und Wohnzimmern dieser Republik an den Wänden. Auf kitschige Teller geschrieben, bilden sie die Installation der Freiburger Künstlerin Carola Faller-Barris. Dazu Christoph Bauer: „Kann ich mit so einfachen Wahrheiten die Komplexität der Wirklichkeit, die ich nicht mehr überschaue, wirklich meistern? Die Antwort darauf lautet natürlich: Nein!“   VG Bild-Kunst, Bonn 2018 - Foto: Marc Doradzillo
Schließlich kann man noch in einer Wahlkabinen-Installation von Alexander Peterhaensel mit dem Titel „Smile to Vote“ erfahren, welche Partei man bei der nächsten Bundestagswahl wählen wird - anhand der Gesichtsmerkmale, die gescannt werden. Sie werden wiederum mit den Gesichtsmerkmalen aller Abgeordneten im Deutschen Bundestag abgeglichen. Das passiert, wenn man die Wahrheitsfindung an Algorithmen abgibt... Bildrechte beim Künstler - Foto: Marc Doradzillo
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