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Die passende Mischung beim Scheibenfrostschutz ist entscheidend dafür, dass Sie im Winter den Durchblick bewahren. Wir sagen Ihnen, worauf es beim Scheibenfrostschutz ankommt.

Konzentrat oder Fertigmischung

Achten sie beim Kauf von Scheibenfrostschutz darauf, ob es sich um Konzentrat oder eine Fertigmischung handelt. Konzentrate müssen vor Benutzung mit Wasser verdünnt werden, während Fertigmischungen unverdünnt zum Einsatz kommen können. Das spart Zeit, verursacht aber mehr Abfall in Form von Plastikverpackungen.

Konzentrate

Die gibt es zwar beim Konzentrat auch, im günstigsten Fall aber eben nur halb so viel. Im günstigsten Fall kann ein Kanister Konzentrat 1:1 mit Wasser gestreckt werden. Beim Konzentrat bestimmt die Menge des zugegebenen Wassers den Gefrierpunkt der Mischung. Die Mischtabelle findet sich auf dem Produkt. "2:1 bis -10 Grad" bedeutet zum Beispiel, dass auf zwei Liter Konzentrat ein Liter Wasser zugegeben werden darf. Die Mischung ist dann bis Temperaturen um -10 Grad Celsius anwendbar.

Nie unverdünnt

Konzentrate müssen mit Wasser verdünnt werden. Zu starke Mischungen haben nur eine mäßige Reinigungswirkung und verursachen einen hartnäckigen Schmierfilm auf der Autoscheibe. Zu viel Wasser bewirkt, dass die Mischung bei niedrigeren Temperaturen schnell dickflüssig und damit unbrauchbar wird. Experten empfehlen den Scheibenfrostschutz auf -20 Grad "einzustellen". 

Außerhalb mischen

Um die Scheibenfrostschutz-Mischung gut abstimmen zu können, empfiehlt es sich außerhalb des Wischwassertanks zu mischen. Besorgen Sie sich einen zweiten Kanister oder einen Eimer, in dem Sie die Mischung ansetzen. Ein Trichter hilft beim Umfüllen in den Wischwassertank.

Folienbeutel Frostschutz (Foto: dpa Bildfunk, Angelika Warmuth)
Frostschutz aus dem Folienbeutel lässt sich leichter befüllen, so die Experten der GTÜ. Angelika Warmuth

Leerkanister für die Umwelt

Wer in Sachen Verpackung besonders nachhaltig sein möchte, der lässt sich in der Autowerkstatt seines Vertrauens einen mitgebrachten Wischwasserkanister vom Fass befüllen. Diesen Service gibt es inzwischen auch in immer mehr Baumärkten. Verwenden Sie keinesfalls Lebensmittelverpackungen, wie zum Beispiel Limonadenflaschen. Die Verwechslungs- und Vergiftungsgefahr ist zu hoch. Auch der Reservekanister ist für Scheibenfrostschutz ungeeignet.

Notvorrat im Kofferraum

Kontrollieren Sie den Füllstand ihres Wischwassers im Winter zum Beispiel beim Tanken oder vor Antritt der Fahrt regelmäßig. Eine Literflasche Winter-Fertigmischung im Kofferraum ist ebenfalls ratsam. Damit sind Sie gegen plötzliche Wettereskapaden und salzverschmierte Schieben gut gerüstet.

Produktvielfalt

Auch beim Scheibenfrostschutz gibt es gute und weniger gute, günstige und weniger günstige Produkte. Entsprechende Tests, wie der der GTÜ, können dabei helfen, das passende Produkt zu finden.

Hausmittelchen


Eine Mischung aus Brennspiritus und Schmierseife wird gerne als Hausmittel und Alternative zu Scheibenreinigern gehandelt. Die Experten des ADAC warnen jedoch vor dem selbst gemischten Frostschutz. Zum einen neigt die Mischung zur sofortigen Bildung von Eiskristallen auf der Scheibe, zum anderen kann der Spiritus nicht nur den Autolack, sondern auch die Dichtungen der Reinigungsanlage angreifen.

Scheiben abdecken

Scheibe im Winter abdecken (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Andrea Warnecke)
Wer morgens nicht kratzen möchte, deckt die Autoscheibe am Abend vorher einfach ab. Andrea Warnecke

Um die Autoscheibe morgens frei zu bekommen, benutzen Sie einen Schneebesen oder einen Eiskratzer. Warme Hände behält man bei Modellen mit angenähtem Handschuh. Richtig dickes Eis beseitigt auch ein Enteisungsspray. Wer die Scheiben mit einer Abdeckplane, -folie oder einer Pappe am Abend vorher schützt, spart sich die Mühe ganz.

Nicht mischen

Leeren Sie den Wischwassertank ihres Autos im Herbst möglichst komplett, bevor Sie auf die Wintermischung umsteigen. Nutzen Sie zum Beispiel eine Handpumpe, um den Rest abzusaugen. Die Sommermischung können Sie dann in der nächsten Saison wiederverwenden. Gleiches gilt übrigens für die Wintermischung. Die sollte spätestens im Frühling komplett verbraucht sein oder ausgetauscht werden.

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