© brave new work, Little Dream Entertainment (Foto: SWR)

Nominiert für den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2020

Kleine Germanen

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Ein Blick auf die Spätfolgen radikaler Erziehung

Kleine Germanen macht auf ein kaum aufgearbeitetes Problem unserer Gesellschaft aufmerksam, das mit Blick auf die rechten Gewaltakte der letzten Zeit relevanter denn je ist: Kinder, die in einem demokratiefeindlichen Umfeld aufwachsen und nach Prinzipien rechtsextremer Ideologie erzogen werden.

Filmtrailer zu Kleine Germanen:

Der animierte Dokumentarfilm erzählt dabei die tragische Geschichte einer Frau, die genau so groß gezogen wurde: Als Kind hat Elsa mit ihrem Opa Soldat gespielt, später schickte sie ihre eigenen Kinder in Jugendlager völkischer Gruppierungen und war stolz auf ihren Beitrag zur Erhaltung des deutschen Volkes.

Heute blickt sie auf ihre Kindheit zurück und versucht zu verstehen, was diese Erziehung, die eine menschenverachtende Ideologie mit emotionalen Bindungen vernetzte, mit ihr selbst und ihren eigenen Kindern gemacht hat.

© brave new work, Little Dream Entertainment (Foto: SWR)

Neben Elsas Geschichte, die als roter Faden fungiert, blickt der Film darüber hinaus auch auf einen Teil unserer Mittelstandsgesellschaft, der immer stärker von rechtspopulistischen Strömungen geprägt ist.

Frank Geiger erzählt über die Dreharbeiten:

Buch und Regie

© brave new work, Little Dream Entertainment (Foto: SWR)
Frank Geiger

Frank Geiger studierte Theaterwissenschaft an der LMU-München. Neben einigen Kurzfilmen, führte er bisher bei zwei Langfilmen Regie und wirkte als Produzent bei über 20 Spiel- und Dokumentarfilmen mit, die auf nationalen und internationalen Festivals präsentiert und mit Preisen ausgezeichnet wurden.

© brave new work, Little Dream Entertainment (Foto: SWR)
Mohammad Farokhmanesh

Mohammad Farokhmanesh hat Film an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg studiert und ist ebenso als Produzent, Regisseur und Autor tätig. Gemeinsam mit Frank Geiger gründete er im Jahr 2000 die brave new work GmbH. Ihr Film „Reich des Bösen“ wurde mit dem Gerd-Ruge-Preis ausgezeichnet. „Teheran Tabu“ feierte 2017 auf dem Filmfestival in Cannes seine Premiere.

Stab / Filmdaten

Deutschland/Österreich 2018 – 86 Min.
Buch: Frank Geiger, Armin Hofmann, Mohammad Farokhmanesh
Regie: Mohammad Farokhmanesh, Frank Geiger
Kamera: Marcus Winterbauer
Montage: Andrew Bird, Frank Geiger, Habiba Laout
Ton: Sönke Strohkark, Gregor Rašek
Musik: Sigfried Friedrich
Produktion: brave new work, Little Dream Entertainment
Koproduktion: Golden Girls Film, SWR in Zusammenarbeit mit ARTE
Filmförderung: FFHSH, Deutscher Filmförderfonds, Film- und Medienstiftung NRW, Filmfonds Wien, MFG Baden-Württemberg, Creative Europe MEDIA, FISA – Filmstandort Austria
FSK: ab 12 Jahren
Barrierefreie Fassungen: Untertitel für Hörgeschädigte, Audiodeskription

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