© CORSO FILM- UND FERNSEHPRODUKTION Roelly Winker GbR (Foto: SWR)

Nominiert für den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2020

Bruderliebe

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Ein Unfall, ein Mann im Wachkoma: Doch sein Bruder gibt ihn nicht auf.

Es ist ein kurzer Moment, der das Leben von zwei Brüdern für immer verändert. Markus Becker wird von einem Auto erfasst und fällt ins Koma. Die Ärzte sehen keine Chance für Markus, geben ihm noch wenige Tage. Der Vater bereitet die Beerdigung vor. Nur Michael, einer seiner Brüder, kann das Schicksal nicht akzeptieren und stellt sich einer unglaublichen Selbstaufgabe.

Um Markus aus dem Wachkoma zu holen, zeichnet er die Menschen, Straßen und Gebäude, die ihm vertraut sind, mit einer Videokamera auf. Jeden Tag konfrontiert Michael seinen Bruder mit der Erinnerung an sein altes Leben, bringt sie ihm ans Krankenbett. 

Filmtrailer zu Bruderliebe:

Mit unerschütterlicher Ausdauer und positiver Energie, gelingt es Michael, seinen Bruder schrittweise in die Gesellschaft zurückzuführen. Er gibt ihm ein würdiges Zuhause, selbst in dunklen Momenten beweist er Humor. Eine Spirale aus Liebe und Verlust beginnt sich zu drehen, bis Michael vor Erschöpfung fast sein eigenes Leben verliert.

Bruderliebe lenkt den Blick auf unsere Vorstellung von Lebensentwürfen und Beziehungen. Schonungslos und intensiv erzählt die Langzeitbeobachtung von den wirklich wichtigen Dingen.

Julia Horn über die Entstehung ihres Dokumentarfilms:

Buch und Regie

© CORSO FILM- UND FERNSEHPRODUKTION Roelly Winker GbR (Foto: SWR)
Julia Horn

Schon als Kind besaß Julia Horn eine große Neugier für Menschen und ihre Erzählungen. Nach einem Studium der Medienpädagogik, Psychologie und Sozialwissenschaften in Düsseldorf und Bonn, arbeitet sie seit 1989 als freie Fernsehjournalistin, Regisseurin und Produzentin für WDR, ZDF, 3sat und ARTE. Im Fokus ihrer Reportagen, Dokumentationen und Dokumentarfilme steht der Mensch – mit seinen unterschiedlichen Geschichten, Entscheidungen und Perspektiven.

Stab / Filmdaten

Deutschland 2019 – 106 Minuten
Buch und Regie: Julia Horn
Kamera: Timm Lange, Arne Wolter, Gerardo Milsztein
Montage: Alexandra Karaoulis, Johannes Hiroshi Nakajima
Ton: Filipp Forberg, Michael Arens, Michael Ciesla
Musik: Jörg Follert/SunSunPark
Produktion: CORSO Film
Koproduktion: ZDF, Zusammenarbeit mit ARTE, Kooperation mit HornFilm
Filmförderung: Film- und Medienstiftung NRW, FFA, Saarland Medien
FSK: 0

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