Dallas Eakins kommt zu seiner Vorstellung als neuer Trainer der Adler Mannheim (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Eishockey | DEL

"Direkt ins kalte Wasser": Dallas Eakins soll die Adler Mannheim wieder nach oben führen

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Julian Maier & Johann Schicklinski

Dallas Eakins heißt der neue Trainer der Adler Mannheim. Der 56-Jährige übernimmt in Personalunion auch das Amt des Sportlichen Leiters und soll die Kurpfälzer zurück in die Erfolsspur führen.

Dallas Eakins ist der neue starke Mann bei den Adlern Mannheim. Der 56-Jährige ist nicht nur neuer Trainer beim Traditionsklub, sondern gleichzeitig auch Sportlicher Leiter. Zunächst läuft sein Vertrag bis zum Saisonende. Eakins Auftrag: Mit dem Klub möglichst rasch zurück in die Erfolgsspur zu finden. Zuletzt waren die Adler auf Rang acht der DEL abgestürzt.

Daniel Hopp ist von der Personalie Dallas Eakins überzeugt

"Wir haben uns für einen Trainerwechsel entschieden, weil wir von den letzten zwölf Spielen nur drei Partien gewinnen konnten. Die Entwicklung war besorgniserregend. Sie hat uns erst zum nachdenken, dann zum reagieren gebracht. Wir haben in den vergangenen vier bis sechs Wochen einen beispiellosen Sinkflug hingelegt. Die Zukunft beginnt heute, spätestens morgen", sagte Daniel Hopp, geschäftsführender Gesellschafter der Adler, gegenüber dem SWR.

"Die Möglichkeiten, einen Trainer wie Dallas Eakins zu bekommen, der dann auch noch eine Doppelfunktion ausübt, war für uns eine optimale Konstellation", sagte der Funktionär weiter. "Wir sind total von ihm überzeugt. Er hat seine Qualitäten bereits nachgewiesen und nicht umsonst unter anderem in der NHL gecoacht."

Zuletzt bei den Anaheim Ducks in der NHL

In den zurückliegenden vier Spielzeiten war Eakins als Trainer der Anaheim Ducks in der nordamerikanischen Profiliga tätig. Nun soll es der gebürtige US-Amerikaner also bei den Adlern richten.

"Es war ein guter erste Tag, mit vielen Emotionen"

Am Mittwochvormittag kam Eakins in Mannheim an und leitete am Nachmittag seine erste Trainingseinheit. Der Neu-Coach findet es ermutigend, dass sich die Spieler mit der Krise auseinandersetzen. "Es war ein guter erster Tag, mit vielen Emotionen. Die Spieler übernehmen Verantwortung für den Trainerwechsel, sie beschäftigen sich mit der Situation, sie wollen etwas ändern", sagte Eakins.

Und weiter: "Ich wünschte, wir hätten mehr Zeit zu trainieren vor dem ersten Spiel, aber so springen wir direkt ins kalte Wasser." Er kündigte eine Art "Vorspielen" an: "In den nächsten Spielen werde ich die Spieler beobachten und bewerten. Ich muss sie jetzt schnellstmöglich kennenlernen."

Dallas Eakins gibt im Training der Adler Mannheim Anweisungen, die Spieler hören zu (Foto: SWR)
Dallas Eakins gibt im Training der Adler Mannheim Anweisungen, die Spieler hören zu

Das Spielsystem wolle er zunächst beibehalten, so der 56-Jährige: "Es geht um Vertrauen. Es geht um Konstanz und darum, die Negativität verschwinden zu lassen. Wenn Du Fragezeichen im Kopf hast, dann bist Du nicht bereit für die nächste Möglichkeit. Ich möchte eine Umgebung schaffen, die andere dazu inspiriert, ihre Bestleistung abzurufen."

Tom Kühnhackl: "Er macht einen sehr guten Eindruck"

"Er macht einen sehr guten Eindruck. Das Tempo war direkt sehr hoch - und das ist etwas, das uns vielleicht in den letzten Wochen gefehlt hat", sagte Tom Kühnhackl nach dem ersten Training unter Eakins.

Bereits am Donnerstag (19:30 Uhr) wartet das erste Pflichtspiel auf Eakins als Adler-Coach. Und es ist direkt eine brisante Aufgabe. Ausgerechnet die zuletzt formstarken Schwenninger Wild Wings empfangen im Landesduell die Mannheimer.

Bisher eine enttäuschende Saison der Adler Mannheim

Ab dann soll es für die Adler wieder aufwärts gehen. Der achtmalige Meister hatte vor der Saison den Titel als Ziel ausgerufen, war aber zuletzt nach mauen Darbietungen in der Tabelle abgerutscht. In der Champions League waren die Adler trotz einer starken regulären Saison im Achtelfinale zudem an den Rapperswil-Jona Lakers aus der Schweiz gescheitert.

Am Montag hatten sich die Kurpfälzer dann entschieden, aufgrund der sportlichen Talfahrt Coach Johan Lundskog, seinen Assistenten Jeff Hill und den Sportlichen Leiter Jan-Axel Alavaara freizustellen.

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