Fußball | Bundesliga

Freiburger Seriencrasher verpassen die Tabellenspitze

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Der SC Freiburg legt bei RB Leipzig eine starke erste Hälfte hin, muss sich am Ende aber geschlagen geben. Dabei hatte Ritsu Doan eine Leipziger Serie beendet.

Der SC Freiburg hat das Bundesliga-Spiel bei RB Leipzig mit 1:3 (1:0) verloren. Ritsu Doan brachte Freiburg in Führung (15. Minute), Willi Orban (47.), Lutsharel Geertruida (58.) und Lois Openda (78.) drehten das Spiel. "Wenn du drei Tore kriegst in der zweiten Halbzeit, dann tut das natürlich schon weh", sagte Vincenzo Grifo nach dem Abpfiff im Sportschau-Interview. "Wir wollten hier alles mitnehmen und das haben wir leider nicht geschafft."

Dabei war den Breisgauern etwas gelungen, was schon lange keinem Klub mehr gelungen war. Die Defensive der Gastgeber war bislang kaum zu bezwingen gewesen. 510 Minuten war Leipzigs Torhüter Peter Gulacsi zuletzt ohne Gegentreffer geblieben. Zu Hause musste er den Ball überhaupt noch nicht aus dem Netz holen. Dann lief die 15. Minute des Spiels und Grifo setzte zur Flanke auf den langen Pfosten an. Dort entwischte Ritsu Doan seinem Bewacher Benjamin Henrichs und köpfte zum 1:0 ins kurze Eck ein.

Gulacsi steht nun gleichauf mit Richard Golz auf Rang sieben der Torhüter mit den längsten Zu-Null-Serien. Der frühere Freiburger war in der Saison 2000/2001 ebenfalls 510 Minuten ohne Gegentor geblieben und ist damit Rekordhalter des Klubs.

Leipziger Verteidiger drehen das Spiel gegen Freiburg

Nach der Führung stellten die Freiburger die bessere Mannschaft. Christian Günters Schuss aus gut 16 Metern rauschte am Kasten der Gastgeber vorbei. Danach kamen die Leipziger besser rein, doch Noah Atubolu verhinderte gegen Ende der ersten Halbzeit gegen Benjamin Sesko zwei Mal den Ausgleich.

Leipzig wechselte zur Pause, der verletzte Gulacsi wurde durch Maarten Vandevoordt ersetzt. Die Freiburger kamen als "virtueller Tabellenführer" aus der Kabine zurück. Allerdings nur für knappe 90 Sekunden. Dann wurde Willi Orban im Zentrum bedient und traf zum 1:1. Eine knappe Viertelstunde später legte Lutsharel Geertruida für die Leipziger nach, RB-Angreifer Lois Openda sorgte zwölf Minuten vor dem Abpfiff für die Entscheidung.

Freiburg gegen den HSV und Mainz

Statt auf dem ersten Platz stehen die Freiburger weiter auf Rang drei. Allerdings könnten mit Bayer Leverkusen, Union Berlin und Eintracht Frankfurt noch gleich drei Vereine an den Breisgauern vorbeiziehen.

Das nächste Bundesliga-Spiel steht für die Freiburger am 3. November an. Dann gastiert um 15:30 Uhr der auswärts bislang noch ungeschlagene 1. FSV Mainz 05 beim Sport-Club. Bereits am Mittwoch empfangen die Freiburger den Hamburger SV im Zweitrundenmatch des DFB-Pokals.

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Redakteur/in
Michi Glang