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Sibel sitzt lächelnd auf dem Sofa (Foto: SWR)
Sibel möchte das Thema Menstruation entabuisieren

„Als ich mit zwölfeinhalb meine Tage bekommen habe, hat sich meine Mama neben mich aufs Bett gesetzt. Dann war da so eine beklemmende Stimmung plötzlich. Sie sagte zu mir, dass sich jetzt einiges für mich verändern wird.“  

Sibel, 23, Studierende aus Tübingen

Vom Tabu-Thema zur Offenheit 

Durch die türkische Herkunft von Sibels Mutter war Menstruation zuhause ein Tabuthema. In der Türkei galten menstruierende Frauen als unsauber und durften zum Beispiel den Koran nicht berühren. Mit 18 Jahren jedoch kämpfte Sibel sich frei von jeglichen Tabus und spricht seitdem sehr offen über ihre Menstruation und ihren Zyklus. 

Aktivismus und Kunst 

Frauen, die aus Aktivismus auf öffentlichen Plätzen frei bluten oder die Auseinandersetzung der weiblichen Blutung in der Kunst – das sind Bewegungen, die sie begeistern. „Die Menstruation wird so langsam zu einem normalen Ding gemacht. Was es ja auch ist! Es wird immer so getan, als wäre das Privatsache, obwohl man die Menstruation mit allen Frauen dieser Welt teilt!“ 

Den eigenen Körper kennenlernen 

Durch den Austausch und das Kennenlernen des eigenen Körpers weiß Sibel mittlerweile genau, wie ihr Zyklus funktioniert:  

„Ich gestehe mir immer mehr zu, dass gewisse emotionale und körperliche Schwankungen, das heißt auch körperliche Fitness, natürlich davon beeinflusst sind. Jetzt kann ich sagen: Aha, in der zweiten Woche, wenn ungefähr der Eisprung kommt, fühle ich mich energetischer.“  

Sie wünscht sich mehr Verständnis für den weiblichen Zyklus und das damit verbundene Wohlgefühl – auch von Männern. „Erst vor zwei Wochen, als ich menstruiert habe, hat mich ein guter Freund gefragt: ‚Kann ich dir irgendwas Gutes tun? Brauchst du irgendwas?‘ Da ist mir aufgefallen: Ja wow, das sollte man öfter fragen und gefragt werden! Also ich meine: Durch die Menstruation ist man in der Lage, Kinder zu bekommen. Das sollte mehr Beachtung erfahren.“ 

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