Lea radelt für krebskranke Kinder im Team Rynkeby von Nieder-Olm nach Paris

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Lea, Mitte 30, in ihrem gelben Rennradoutfit bedruckt mit Sponsoren (Foto: SWR)
„Ich fahre über 900 Kilometer mit dem Rennrad, um Spenden für krebskranke Kinder zu sammeln“.
Die Strecke, die sie fahren wird, verläuft von Nieder-Olm bei Mainz, über Belgien und die Niederlande nach Paris. Lea unterstützt im Team Rynkeby die Kinderkrebsstiftung.
Bei der Spendenfahrt kommen über 2.500 Fahrerinnen und Fahrer aus neun Ländern zusammen.
Wer mitfahren will, muss sich um einen Platz bewerben und bestimmte Kriterien erfüllen.
2020 wurden insgesamt 8.799.175 Euro an Spenden von 57 Teams in Europa gesammelt. Hierfür haben alle vor der Fahrt Sponsoren gesucht.
„Einzeln oder im Team werden wir immer wieder erkannt und wurden schon als gelbe Engel bezeichnet. Hilfsbereitschaft steht für uns an erster Stelle, so helfen wir jederzeit auch anderen Radfahrern“.
„Für mich bedeutet Radfahren, dass es eine Reise ist, kein Rennen. Es wird nicht leichter, sondern wir werden einfach besser desto länger wir fahren“.

„Für mich bedeutet Radfahren, dass es eine Reise ist, kein Rennen, obwohl ich mit dem Rennrad sehr schnell unterwegs bin. Es ist für mich wie eine Entdeckungstour, die ich lieben gelernt habe. Und es wird nicht leichter, sondern wir werden einfach besser desto länger wir fahren.“

Lea aus Mainz mag sportliche Herausforderungen. Deshalb wurde sie auch von ihren Freunden angesprochen, ob sie nicht in das Team Rynkeby gehen möchte. „Da hat mich erst die sportliche Herausforderung gereizt und am Schluss war es der karitative Gedanke, also wir sammeln ja Geld für die Kinderkrebsstiftung.“ Das Team Rynkeby besteht aus mehr als 49 Rennradteams aus acht Ländern. 2001 durch einen Dänen entstanden, fährt das Team alljährlich von verschiedenen Orten in Europa aus nach Paris.

Seit 2019 ist Lea im Team Rynkeby Nieder-Olm. Die Wirtschaftsingenieurin hat kein Auto und ist sonst nur mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Für sie ist Radfahren eine Art Bewältigungsmaschine, in der sie den Kopf ausschalten und die Beine einschalten kann. „Ich kann Gas geben, ich kann abschalten. Ich kann meinen Gedanken freien Lauf lassen, ich bin voll im Hier und Jetzt. Ich bin im Flow, wie man manchmal so schön sagt.“

Viel Eigeninitiative für den guten Zweck

Ein Kriterium an der Teilnahme ist, dass man mindestens 2.500 km trainiert. Letztes Jahr hat sie es auf über 7.500 km gebracht und das als Einsteigerin. Das Besondere an dieser Spendenfahrt: Jeder Teilnehmer verpflichtet sich, aktiv Geld für schwerkranke Kinder zu sammeln. Die Kosten für Material, Hotels und Verpflegung übernehmen die Fahrer selbst. So konnten für Deutschland insgesamt 152.749 Euro für die Kinderkrebsstiftung „erradelt“ werden.

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