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Eva, 30, mit einem Korb voller Lebensmittel in der Hand.  (Foto: SWR)
Eva Benz (30) aus Mainz ist Foodsaverin und setzt sich aktiv gegen die Lebensmittelverschwendung in Mainz ein. Sie rettet aussortierte Lebensmittel bei Supermärkten und Gastronomien.
Sie verteilt ihre geretteten Lebensmittel an Nachbarn, Freunde und Familie oder auch an sogenannte „Fairteiler“. Das sind offen zugängliche Schränke, an denen sich jeder bedienen kann.
Täglich werden viele übriggebliebene Lebensmittel aufgrund kleiner optischer Makel aussortiert. Viele der Lebensmittel sind aber noch gut und können bedenkenlos gegessen werden.
„Mich motiviert die Zusammenarbeit mit der Community und der Kontakt mit neuen Menschen. Ich habe durch Foodsharing meine Nachbarschaft kennengelernt. Ich hatte früher keine Nachbarschaft, ich habe früher nur dort gewohnt. Da entsteht ein solidarisches Netzwerk.“

„Lebensmittel sind die Grundlage unseres Lebens. Sie ernähren uns und wir müssen ihnen viel mehr Wertschätzung entgegenbringen, als wir es momentan tun.“

Eva, 30, Foodsaverin aus Mainz

Eva geht schon seit einem guten Jahr nicht mehr groß einkaufen. Sie ernährt sich von geretteten Lebensmitteln, die andere wegschmeißen würden. Sie ist seit einem Jahr ehrenamtliche Foodsaverin und engagiert sich gegen Lebensmittelverschwendung in Mainz. In ihrer freien Zeit sammelt sie nach Ladenschluss bei kooperierenden Supermärkten und Gastronomien Lebensmittel ein, die übrig geblieben sind oder wegen kleiner optischer Makel nicht mehr verkauft werden dürfen. Anschließend verteilt sie die Lebensmittel an Nachbarn, Freunde und Familie, bringt sie zu sogenannten „Fairteilern“ in Mainz und füllt sogar ganz kostenlos ihren eigenen Kühlschrank damit auf. 

„Die Endverbraucher sind die größten Hebel.“

Das Ziel von ihr und der gesamten Foodsharing Community ist es, das Bewusstsein für Lebensmittel in den Köpfen der Menschen zu stärken. Nur weil Lebensmittel nicht mehr so schön aussehen oder über dem Mindesthaltbarkeitsdatum sind, müssen sie nicht direkt weggeschmissen werden.

„Wir können auf unsere Sinne vertrauen. Wir können sie anschauen, daran riechen oder sie probieren.“

Eva und dem gesamten Foodsharing Netzwerk ist bewusst, dass sie mit ihrer Arbeit nicht das Grundproblem der Lebensmittelverschwendung vollkommen lösen können. Ihnen geht es um die Message. „Die Vorstellung, dass die Lebensmittelverschwendung von heute auf morgen aufhört, ist illusorisch. Mit Foodsharing wird auch nicht die Welt verändert, es kann aber ein Stückchen unserer Welt besser machen.“

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