Das Ehlers-Danlos-Syndrom – Lisa hat diesen Gendefekt. Mit dem Rollstuhl hat sie viel Freiheit zurückgewonnen und macht damit sogar Sport

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„Ich konnte vorher schon schleichend immer weniger machen und durch den Rollstuhl konnte ich schlagartig wieder am Leben teilhaben. Der Rollstuhl ist für mich Freiheit!“

Lisa hat einen Gendefekt, das Ehlers-Danlos-Syndrom. „Das verursacht, dass meine Zellen alle viel zu elastisch sind. Im Alltag bedeutet das, dass ich mir oft Gelenke ausrenke.“ Bis zu dieser Diagnose war es allerdings ein weiter Weg.

„Ich habe davon nach einem längeren Ärztemarathon erfahren, nachdem irgendwann mal ein Arzt den Verdacht geäußert hatte, dass es das sein könnte.“

Davor hatte Lisa lange Zeit professionell Fußgänger-Basketball gespielt, bis sie immer öfter verletzungsbedingt aussetzen musste. „Ich hatte dann ein langes Loch, wo ich gedacht habe, ich kann nie wieder Basketball spielen, bis ich dann über Rollstuhlbasketball gestolpert bin. Jetzt ist das für mich einfach nur anderes Basketball. Ich bin froh, dass ich meine Sportart wieder machen kann.“

Noch kann Lisa einige Schritte gehen und auch fast ohne Einschränkungen Auto fahren. Gerade in ihrem Alltag – abseits des Basketballfelds – eine große Erleichterung. Wer das Ehlers-Danlos-Syndrom hat, lebt aber mit dem Wissen, dass der Zustand nicht stabil ist.

„Es wird schlechter werden, aber ich mache mir nicht so viele Gedanken darüber, wann es schlechter werden wird. Ich nutze die Zeit, solange es noch gut ist, Spaß zu haben und das zu erleben, was ich gerne machen möchte.“

Für Lisa bedeutet der Rollstuhl also Freiheit – für SWR Heimat Reporter Julius vor allem eine völlig neue Erfahrung in Sachen Fortbewegung. Einen Tag hat er sich selbst in der Rollstuhl gesetzt und sich von Lisa ihren Alltag zeigen lassen.