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Erstmalig verleiht der Südwestrundfunk im Mai 2021 während der Tübinger Medientage in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medienwissenschaft der Eberhard Karls Universität den wiederbelebten Hans Bausch Mediapreis der gleichnamigen Stiftung des SWR.

Der Preis verdeutlicht das besondere Engagement des SWR bei der ethisch verantwortungsvollen Ausgestaltung der Digitalisierung der Medien. Zugleich steht er für die Leitidee des Instituts für Medienwissenschaft, gesellschafts- und kulturprägende Folgen medienvermittelter Kommunikation zu analysieren und innovative Forschung in gesellschaftlicher Verantwortung zu betreiben.

Ziel des Preises ist es, exzellenter Forschung, die zur Einordnung und Bewertung aktueller Medienentwicklungen beiträgt, zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen und Debatten über die gesellschaftliche Verantwortung von Medien anzustoßen.

Wofür wird der Preis verliehen?

Der Hans Bausch Mediapreis des SWR für gesellschaftliche Verantwortung in digitalen Öffentlichkeiten wird verliehen für eine wissenschaftliche Arbeit im deutschsprachigen Raum, die

  • für die Entwicklung auf dem Feld der Digitalen Ethik oder auf dem Feld der Medienethik, der Medienkompetenz im Rahmen gesellschaftlicher Verantwortung oder zum Thema Medien und gesellschaftlicher Wandel von hervorragender Bedeutung erscheint,
  • im Bereich der Medienpublizistik, der Digitalisierung der Medien, der Medienforschung oder Medienpädagogik in herausragender Weise zur Förderung eines verantwortlichen Umgangs mit Medien in einer breiten Öffentlichkeit beiträgt,
  • in einem den genannten vergleichbaren Themenfeld eine herausragende Bedeutung für die gesellschaftliche Fortentwicklung hat.

Was wird mit dem Preis ausgezeichnet?

Mit dem Preis gewürdigt werden wissenschaftlich fundierte Publikationen und Forschungsarbeiten, die sich mit der Funktion und Bedeutung von Medien, Kommunikation und Öffentlichkeit für gesellschaftliche (Macht-)Verhältnisse, deren Produktion, Reproduktion und Veränderung beschäftigen. Angesprochen sind Autor*innen, die danach fragen, wie gesellschaftliche Dominanzverhältnisse in digitalen Medienkulturen reproduziert werden, aber auch verschoben und unterlaufen werden können, um demokratisches Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft zu befördern.

Öffentliche Debatten anstoßen

Die preiswürdige Arbeit soll beispielsweise Anstöße geben zur öffentlichen Debatte über Medienfreiheit und die Rolle des Journalismus für eine demokratische Gesellschaft, über Chancen und Risiken zunehmend digital vernetzter öffentlicher wie privater Kommunikation sowie über den Stellenwert von Medienbildung und Digitalkompetenz.

Der Preis ist mit 5000,- Euro dotiert.

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