Hans Bausch Mediapreis (Foto: SWR)

Preisverleihung am 19. Mai

Hans Bausch Mediapreis für gesellschaftliche Verantwortung in digitalen Öffentlichkeiten

STAND

Wissenschaftliche Arbeiten zu den Auswirkungen der Digitalisierung können Debatten über eine digitale Ethik und die Verantwortung verschiedener gesellschaftlicher Akteure in Politik, (Medien-)Unternehmen und Organisationen sowie der Zivilgesellschaft anstoßen. Wissenschaft und den gesellschaftlichen Diskurs zu fördern, ist Ziel des Hans Bausch Mediapreis des SWR. Er möchte exzellenter Forschung, die aktuelle Medienentwicklungen einordnet und bewertet, zu mehr Sichtbarkeit verhelfen.

Verantwortungsvoller Umgang mit der Digitalisierung

Der Preis verdeutlicht das besondere Engagement des SWR bei der Suche nach Antworten auf die Frage, wie die Digitalisierung der Medien ethisch verantwortungsvoll und gemeinwohlorientiert gestaltet werden kann. Zugleich steht er für die Leitidee des Tübinger Instituts für Medienwissenschaft, gesellschafts- und kulturprägende Folgen medienvermittelter Kommunikation zu analysieren und innovative Forschung in gesellschaftlicher Verantwortung zu betreiben.

Preisverleihung am 19. Mai ab 18.30 Uhr im Livestream

Bei der Ausschreibung und Verleihung des Hans Bausch Mediapreises arbeitet der SWR mit dem Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen zusammen. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird am 19. Mai 2022 während der Tübinger Medientage verliehen. Die Veranstaltung in der Alten Aula Tübingen wird hier im Livestream ab 18.30 Uhr zu sehen sein. Die Moderation übernimmt die Journalistin Alev Seker.

Preisträger:innen 2022

Quelle: Internet? Digitale Nachrichten- und Informationskompetenzen der deutschen Bevölkerung im Test.“ Für diese Studie aus dem März 2021 erhalten Anna-Katharina Meßmer, Alexander Sängerlaub und Leonie Schulz den Hans Bausch Mediapreis des SWR. Sie haben darin überprüft, wie gut Probandinnen und Probanden Desinformationen erkennen und Quellen einordnen können – eine Fähigkeit, die in Zeiten des Medienwandels eine Grundlage der unabhängigen Meinungsbildung ist. Mit ihrer Studie geben sie einen Überblick über die aktuelle Nachrichten- und Informationskompetenz der Bevölkerung in Deutschland und leiten daraus Empfehlungen für gezielte Medienbildungspolitik ab.

Anna-Katharina Meßmer im Porträt.  (Foto: Sebastian Heise)
Preisträgerin Anna-Katharina Meßmer. © Sebastian Heise Sebastian Heise Bild in Detailansicht öffnen
Preisträgerin Leonie Schulz. © Urban Ruths Urban Ruths Bild in Detailansicht öffnen
Preisträger Alexander Sängerlaub. © Andrej Russkovskil Andrej Russkovski Bild in Detailansicht öffnen
Logo Hans Bausch Mediapreis © SWR Bild in Detailansicht öffnen

Fachjury aus Medienpraxis und -forschung

Über die Vergabe des Hans Bausch Mediapreises des SWR entscheidet eine Jury, die das Wissen von Expertinnen und Experten aus dem praktischen Medienalltag und der universitären Erforschung von Medien und Gesellschaft vereint. Mitglieder des Vorstandes der Stiftung sowie der personenidentischen Jury sind:

  • Professor Kai Gniffke, SWR Intendant sowie Vorsitzender Vorstand und Jury des Hans Bausch Mediapreises des SWR
  • Stefanie Schneider, SWR Landessenderdirektorin Baden-Württemberg
  • Thomas Dauser, SWR Direktor Innovationsmanagement und Digitale Transformation
  • Professorin Tanja Thomas, Lehrstuhl für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen mit dem Schwerpunkt Transformation der Medienkultur
  • Professorin Martina Thiele, Lehrstuhl für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen mit dem Schwerpunkt Digitalisierung und gesellschaftliche Verantwortung
  • Professor Sascha Dickel, Arbeitsbereich Mediensoziologie und Gesellschaftstheorie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

Hintergrund: Der Hans Bausch Mediapreis des SWR

Die gemeinnützige Stiftung Hans Bausch Mediapreis des SWR dient der Förderung von Wissenschaft, Forschung und Innovation im Medienbereich. Dies wird insbesondere durch die Verleihung des gleichnamigen Mediapreises in Höhe von 5.000 Euro verwirklicht, der einmal jährlich für eine wissenschaftliche Arbeit im deutschsprachigen Raum verliehen wird. Der Preis kann unter mehreren Personen oder Organisationen aufgeteilt werden. Im Einzelfall können zusätzlich Fördergaben vergeben werden. Ausgezeichnet werden Arbeiten, die

  • für die Entwicklung auf dem Feld der Digitalen Ethik oder auf dem Feld der Medienethik, der Medienkompetenz im Rahmen gesellschaftlicher Verantwortung oder zum Thema Medien und gesellschaftlicher Wandel von hervorragender Bedeutung erscheinen,
  • im Bereich der Medienpublizistik, der Digitalisierung der Medien, der Medienforschung oder Medienpädagogik in herausragender Weise zur Förderung eines verantwortlichen Umgangs mit Medien in einer breiten Öffentlichkeit beitragen,
  • oder in einem den genannten vergleichbaren Themenfeld eine herausragende Bedeutung für die gesellschaftliche Fortentwicklung haben.

Frühere Preisträgerinnen und Preisträger

2021 wurde Simon Strick für sein Buch „Rechte Gefühle. Affekte und Strategien des digitalen Faschismus“ mit dem Hans Bausch Mediapreis des SWR ausgezeichnet. Strick untersucht in seinem Buch, mit welchen Strategien rechtes Gedankengut auf der Gefühlsebene verankert wird und welche Rolle digitale Medien dabei spielen. Die Preisverleihung kann hier nachgeschaut werden.

Die Jahre zuvor wurde der Preis ausgesetzt und die Satzung der Stiftung in Abstimmung mit der Stiftungsbehörde aktualisiert. Frühere Preisträgerinnen und Preisträger waren unter anderem Medienjournalist Stefan Niggemeier, Moderator Harald Schmidt, der Kinderbuchautor Janosch, die Schriftstellerin Elke Heidenreich und die Medienwissenschaftlerin Hertha Sturm.

Wissenschaftlicher Kontakt

Professorin Martina Thiele Institut für Medienwissenschaft

Universität Tübingen

Telefon +49 7071 29-75302
E-Mail:
martina.thiele@uni-tuebingen.de

Professorin Tanja Thomas Institut für Medienwissenschaft

Universität Tübingen

Telefon +49 7071 29-76816
E-Mail:
tanja.thomas@uni-tuebingen.de
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