SWR2 Wissen | Porträt zum 200. Geburtstag

Rudolf Virchow – Genialer Arzt und umstrittener Anthropologe

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Andrea Lueg
Andrea Lueg

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Als Arzt und liberaler Politiker führte Rudolf Virchow Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin Hygienestandards ein, um etwa Sauberkeit und Arbeitsbedingungen in Schlachtbetrieben und an Krankenhäusern zu verbessern. Er forderte eine ordentliche Ausbildung für Pflegepersonal und begründete mit seiner Thrombose-Forschung die moderne Pathologie.

Aber Virchow, der am 13. Oktober 1821 geboren wurde, hatte auch eine große Schädelsammlung und kooperierte mit Hagenbecks rassistischen Völkerschauen. Erst heute geraten diese Schattenseiten des genialen Arztes mehr in den Blick.

Anthropologie

Ethnologie Fußball-EM: So viel Religiosität steckt im vollbesetzten Stadion

Bei der Fußball-EM feiern tausende Fans aus 24 Ländern auf den Straßen und Plätzen, in den Stadien und auf Fan-Festen. Fachleute sehen Parallelen zwischen der Atmosphäre beim Fußball und religiösen Konzepten. Hier und da steckt das „alltägliche Heilige“ in der zweiten Welt des Fußballs.

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Anthropologie Deshalb haben die Vorfahren des Menschen Konsonanten entwickelt

Nach einer Studie im Fachmagazin Nature haben Landschaftsveränderungen vor Millionen Jahren die Entwicklung der menschlichen Sprache beeinflusst. Die Vorfahren des Menschen veränderten in der offenen Savanne möglicherweise ihre Stimmlaute und entdeckten so den Nutzen von Konsonanten.

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Evolution Der Zahlensinn des Menschen – Eins bis fünf, ungefähr, unendlich

Manche Gesellschaften haben im Lauf ihrer Evolution Zahlen entwickelt, andere nicht. Aber auch diese zahlenlosen Völker können Mengen fast genauso gut abschätzen wie wir. Von Christoph Drösser (SWR 2022)

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Medizingeschichte

Porträt Robert Koch – Ein Mikrobenjäger revolutioniert die Medizin

Robert Koch (1843 – 1910) gilt als Begründer der modernen Mikrobiologie und ist Namensgeber des berühmten Instituts in Berlin. Seine Forschung rettete Leben, ist heute aber sehr umstritten. Von Andrea Lueg (SWR 2020/2023) | Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/robert-koch | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Mastodon: https://ard.social/@SWR2Wissen

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Medizingeschichte Kein Medizin-Nobelpreis für Ultraschall, Dialyse und Narkose – warum?

Medizinische Errungenschaften wie die Narkose, die Dialyse oder die Ultraschall-Untersuchung retten weltweit jeden Tag Millionen Menschenleben. Zur Zeit ihrer Erfindung wurden sie allerdings als sonderbar abgetan und ihre Erfinder*innen erhielten kaum Anerkennung. Warum nur?
Martin Gramlich im Gespräch mit dem Medizinhistoriker Nils Hansson.

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Buchkritik Elinor Cleghorn – Die kranke Frau. Wie Sexismus, Mythen und Fehldiagnosen die Medizin bis heute beeinflussen

Sind Frauen einfach hysterisch, wenn sie sich lautstark beschweren - oder spielen mal wieder ihre Hormone verrückt? Wie solche patriarchalen Mythen die Medizin bis heute prägen, das zeigt die promovierte Kunsthistorikerin Ellinor Cleghorn sehr anschaulich. | Rezension von Judith Reinbold. | Aus dem Englischen von Judith Elze und Anne Emmert | Kiepenheuer & Witsch Verlag, 494 Seiten, 25 Euro | ISBN 978-3-46200-015-3

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Zeitwort 26.10.1979: Die WHO gibt die Ausrottung der Pocken bekannt

Pocken sind eine schreckliche Infektionskrankheit. Über 40% der infizierten Menschen sterben an der Krankheit. Eine weltweite Impfkampagne half, den Seuchenzug zu stoppen

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Aula Der Körper und seine Säfte – Eine andere Kulturgeschichte

„Rotz und Wasser" heulen, in "Schweiß gebadet" sein – Körpersäfte sind in unserem Denken und Fühlen präsent. Dennoch: Eine Medizin- oder Kulturgeschichte der Körpersäfte ist bis heute nicht geschrieben. Der Medizinhistoriker Professor Wolfgang U. Eckart schließt die Lücke. (SWR 2019/2021)

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