Sex mit Groupies

„Row Zero. Gewalt und Machtmissbrauch in der Musikindustrie“: Wenn Stars zu Tätern werden

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INTERVIEW
Philine Sauvageot

Ausverkaufte Hallen, jubelnde Fans: Die aktuelle Tournee der Band Rammstein läuft ab, als hätte es die Vorwürfe gegen Sänger Till Lindemann nie gegeben. „Die Fans tragen Verantwortung in dem Sinne, dass sie offenbar bedingungslos an der Seite von Stars stehen“, sagt die Journalistin Lena Kampf in SWR Kultur zur Debatte um sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch im Musikbusiness.

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Wer hat in sexuellen Beziehungen die Macht?

Gemeinsam mit Daniel Drepper hat Lena Kampf für das Buch „Row Zero. Gewalt und Machtmissbrauch in der Musikindustrie“ das Machtgefälle zwischen Fans und Stars untersucht. Bezogen auf den Fall Till Lindemann fragt Kampf, ob das Strafrecht das passende Mittel sei oder „ob wir uns als Gesellschaft vermehrt darüber Gedanken machen, wie solche Machtverhältnisse in sexuellen Beziehungen wirken.“

Ob sich die Zustände mittlerweile langsam ändern? Lena Kampf ist skeptisch. Die Frauen, die sich „mit Gesicht und Namen an die Öffentlichkeit gewagt haben“, seien danach mit Hass konfrontiert gewesen, „bis hin zu Morddrohungen“.

Gleichzeitig habe es eine Vorverurteilung Lindemanns als Täter gegeben. Der Machtmissbrauch sei ein strukturelles Problem in der Musikindustrie.

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