Symbolbild Telefonbetrug (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Seniorinnen um Schmuck und Bargeld gebracht

Mainzerinnen abgezockt: Mutmaßlicher Telefonbetrüger in Bayern gefasst

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Sechs Tage nachdem Telefonbetrüger zwei Mainzer Seniorinnen ausgeraubt hatten, konnte jetzt ein mutmaßlicher Täter bei einer Polizeikontrolle in Bayern gefasst werden.

Die Telefonbetrüger hatten sich Anfang Januar bei zwei Mainzer Seniorinnen am Telefon als Polizeibeamte ausgegeben. Die Täter erbeuteten so laut Polizei Schmuck, Bargeld und die Bankkarten der Frauen.

Sechs Tagen nach der Tat sei jetzt Grenzpolizisten aus Bayern wahrscheinlich einer der Täter ins Netz gegangen. Bei einer Routinekontrolle auf der Autobahn kurz vor dem Grenzübergang nach Österreich war den Polizisten ein Mietwagen aufgefallen. In dem Wagen saßen zwei 22-jährige Männer aus Baden-Württemberg.

Diebesgut bei Fahrzeugkontrolle entdeckt

Die Polizisten fanden in dem Wagen Gegenstände, die bei dem Telefonbetrug in Mainz-Finthen Anfang Januar erbeutet worden waren. Nach gemeinsamen Ermittlungen der Bayerischen Polizei und der Mainzer Kriminalpolizei konnte der 22-jährige Beifahrer mit den Taten in Mainz in Verbindung gebracht werden.

Die Staatsanwaltschaft Mainz erließ daraufhin einen Haftbefehl gegen den 22-jährigen Beifahrer. Er wurde in ein Gefängnis gebracht. Gegen den 22-jährigen Fahrer des Wagens haben die Ermittler keine belastenden Beweise gefunden.

Festnahme hilft Mainzer Polizei bei Ermittlungen

Ob der Verdächtige wirklich einer der Männer sei, der sich am Telefon als Polizist ausgegeben hatte, müsse jetzt ermittelt werden, so der Mainzer Polizeisprecher Mattias Bockius. Er könnte auch nur der Kurier der Bande sein.

"Die Festnahme des Mannes ist für uns ein Glücksfall".

Die Mainzer Polizei sei froh, einen Verdächtigen zu haben, so Bockius. Denn die Ermittlungen bei Telefonbetrug seien sehr aufwendig. Die Anrufe ließen sich oft nicht zurückverfolgen.

Mainzer Seniorinnen auf falsche Polizisten hereingefallen

Die 75- und 77-jährigen Seniorinnen seien leider auf eine altbekannte Betrugsmasche hereingefallen. Der Telefonbetrüger gab sich in beiden Fällen als Polizist aus. Er erzählte den Frauen, dass in der Nachbarschaft eingebrochen worden sei. Dabei seien die Täter festgenommen worden. Sie hätten eine Liste mit Wohnungen für weitere Einbrüche dabei gehabt. Da ihre Adressen darunter sein, sollen sie ihre Wertgegenstände der Polizei zum Schutz übergeben.

Die 77-Jährige in Mainz-Hechtsheim packte Schmuck, Bargeld und ihre Bankkarte in eine Papiertüte und stellte sie an einen geschützten Ort, wo einer der Täter sie abholte. Die Frau in Mainz-Finthen übergab nachts ihren Schmuck und ihr Bargeld direkt an der Haustür.

Polizei warnt vor falschen Polizisten am Telefon

Die Mainzer Polizei rät, Anrufe von angeblichen Polizisten immer kritisch zu hinterfragen. Die Telefonate sollten schnell beendet werden. Die Betroffenen sollten dann sofort die Polizei über den Anruf informieren und auf keinen Fall Wertgegenstände an fremde Personen übergeben.

Neue Masche bei Schockanrufen: Telefonbetrug nimmt zu in RLP

Als bei einem Ehepaar aus der Nähe von Trier das Telefon klingelt, war es ein Schock: Ihr Sohn würde an Corona sterben, wenn er nicht ein 37.000 Euro teures Medikament aus der Schweiz bekäme, sagte der Anrufer. Er gab sich als Professor des Brüderkrankenhauses aus - war aber ein Betrüger. Mit dem Thema "Corona" Angst machen - eine neue Masche. Insgesamt ist die Zahl der betrügerischen Telefonate in Rheinland-Pfalz gestiegen.

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Online-Kriminalität Betrügerische WhatsApp- und SMS-Nachrichten - das rät die Polizei

In Rheinland-Pfalz sind wieder vermehrt betrügerische SMS- oder WhatsApp-Nachrichten im Umlauf. Die Polizei RLP rät zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen.

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