Die Glasschmelze bei Schott (Foto: SCHOTT AG)

Gewerkschafter-Treffen bei Schott

Mainz: Betriebsräte fürchten hohe Gaspreise bei Chemieunternehmen

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Am Mittwochvormittag treffen sich 100 Betriebsräte aus ganz Deutschland beim Spezialglashersteller Schott Mainz. Es geht um die Frage, wie Unternehmen mit hohem Energieverbrauch bei den derzeitigen Kosten überleben können.

Unternehmen wie Schott Mainz verbrauchen bei der Herstellung ihrer Produkte Gas. Sehr viel Gas. Was daran liegt, dass das Schmelzen von Glas enorm hohe Temperaturen erfordert. Ab etwa 600 Grad ist es möglich, Glas zu formen. Bei 1.500 Grad nimmt Glas eine Form an, die aussieht, als sei es flüssig. Das alles ist nur erreichbar durch den enormen Einsatz von Energie, in diesem Fall durch das Verbrennen von Gas.

Wie verändert der Gaspreis die Industrie?

Die steigenden Gaspreise treffen derzeit viele Menschen: Mieter, Hausbesitzer, Kommunen und eben auch die Industrie. In Betrieben wie etwa Schott Mainz stellt sich die Frage, wie es weitergehen wird, und ob die Produktion dauerhaft gewinnorientiert gesichert werden kann.

Das große Verwaltungsgebäude des Schott-Konzerns in Mainz (Foto: Foto: ©SCHOTT)
Die Mainzer Zentrale des Spezialglashersteller Schott Foto: ©SCHOTT

Sind Arbeitsplätze in Gefahr?

Aus diesem Grund hat die Gewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie zu der Tagung am Mittwochvormittag eingeladen. 100 Betriebsräte werden erwartet, und natürlich geht es dabei auch um Arbeitsplätze. Nach Angaben des Schott-Betriebsrates wird dabei auch über den sogenannten Gaspreisdeckel diskutiert, den die Bundesregierung für das nächste Frühjahr plant. Gerade gasintensive Betriebe wie Schott in Mainz bräuchten Planungssicherheit für sichere Arbeitsplätze, heißt es von Seiten des Unternehmens.

Auch Unternehmensvertreter und Politiker bei Tagung dabei

Neben Gewerkschaftern werden bei der Tagung auch Unternehmensvertreter gehört, wie zum Beispiel Frank Heinricht, Vorstandsvorsitzender der Schott AG. Auch der rheinland-pfälzische Arbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) hat seine Teilnahme angekündigt.

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SWR