Geldautomat in Oberhonnefeld-Gierend geprengt: Symbolbild Polizeieinsatz (Foto: IMAGO, IMAGO / U. J. Alexander)

Polizei bittet um Hilfe bei der Fahndung

Wieder Geldautomat gesprengt - diesmal im Kreis Neuwied

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Es hört einfach nicht auf: Erneut haben Unbekannte einen Geldautomaten im Norden von Rheinland-Pfalz gesprengt - am Sonntagmorgen in Oberhonnefeld-Gierend.

Nach Polizeiangaben sprengten die bislang unbekannten Täter den Geldautomaten kurz nach fünf Uhr morgens im Westerwaldpark, der in Oberhonnefeld-Gierend in unmittelbarer Nähe der A3 liegt. Die Täter konnten danach flüchten. Die Polizei bittet mögliche Zeugen, sich zu melden.

Immer wieder sind in den vergangenen Wochen Geldautomaten im Norden von Rheinland-Pfalz gesprengt worden, zuletzt unter anderem in Hundsangen, Höhr-Grenzhausen und Herschbach im Westerwald, in Kirchberg im Hunsrück und im Koblenzer Stadtteil Karthause. In Herschbach wurde das Gebäude der betroffenen Bankfiliale durch die Sprengung erheblich beschädigt.

Schon sehr viele aufgesprengte Geldautomaten in RLP in 2022

Nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) liegt die Zahl der Geldautomatensprengungen in diesem Jahr teilweise weit über den Werten der vergangenen fünf Jahre. Demnach hatten sich im letzten Jahr nur 23 Diebe an einer Sprengung versucht oder sie tatsächlich durchgeführt. In den Jahren 2019 (22), 2018 (26) und 2017 (23) waren es ähnlich wenige Fälle. Nur im ersten Corona-Jahr 2020 lag die Zahl mit 35 Fällen etwas höher. In diesem Jahr registrierte das LKA bis Ende November nach eigenen Angaben schon über 40 Fälle.

Warum es gerade jetzt vermehrt zu Geldautomatensprengungen kommt und ob beispielsweise saisonale Effekte eine Rolle spielen, dazu kann das LKA nur Mutmaßungen anstellen. Die Dichte an Taten über das Jahr verteilt sei so unterschiedlich, dass sich kein klares Bild ergebe, heißt es.

Täter arbeiten laut LKA in überregionalen Gruppierungen

In der Regel handelt es sich um überregionale Tätergruppierungen, die auch große Anfahrts- und Fluchtwege in Kauf nehmen. Das bestätigte das LKA. In den vergangenen Jahren seien an den Sprengungen meist organisierte Tätergruppen aus den Niederlanden beteiligt gewesen. Trotz vieler Sprengungen wird in Rheinland-Pfalz den Angaben zufolge etwa jeder dritte bis vierte Fall aufgeklärt - abgeschreckt hat das die Täter in diesem Jahr wohl nicht.  

In Koblenz stehen seit Ende November zwei mutmaßliche Geldautomatensprenger vor dem Landgericht. Sie sollen laut Staatsanwaltschaft mehrere Geldautomaten in der Region aufgebrochen oder aufgesprengt haben - unter anderem in einer Bankfiliale in Höhr-Grenzhausen. Dort sollen sie etwa 3.000 Euro erbeutet, aber einen Schaden von rund 750.000 Euro an dem Gebäude verursacht haben.

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