"Upcycling": Wenn aus alten Fetzen neue Mode wird

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Katja Burck
Katja Burck steht vor dem Logo von SWR Aktuell.

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Heute vor elf Jahren ist die Rana Plaza Textilfabrik in Bangladesch eingestürzt. In dem baufälligen Hochhaus schufteten Frauen und Männer unter erbarmungswürdigen Bedingungen und für Hungerlöhne, damit in westlichen Läden T-Shirts für 5 Euro verkauft werden konnten. Beim Einsturz starben mehr als 1130 Menschen. Der Jahrestag der Katastrophe heißt mittlerweile "Fashion Revolution Day". Er soll ein Zeichen setzen gegen Ausbeutung und für eine nachhaltige Modeindustrie. Dafür setzt sich auch Nils Hauser ein. Der Modestudent aus Kandel in Rheinland-Pfalz hat den Nachhaltigkeitspreis "Redress Award" gewonnen. Und zwar mit Jacken, die er aus dem Nylonstoff eines alten Zelts gefertigt hatte. Ausgedientem einen neuen Lebenszyklus zu verschaffen - das wird "Upcycling" genannt. Hauser sagt in SWR Aktuell: "Zelte sind sehr häufig ein Abfallprodukt. Vor allem bei Festivals werden sie häufig zurückgelassen. Nylon ist ein hochwertiges Material und hält sehr lange." Was den Modestudenten an der Idee des Upcyclings fasziniert, darüber hat er mit SWR Aktuell-Moderatorin Katja Burck gesprochen.