Info-Date am Abend: Lokführer-Streik geht weiter und Pfalzwerke bauen doch keine Wasserstoffanlage

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Autor/in
Gerhard Leitner

Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL kann weiter gehen - die Bahn ist auch in der zweiten Instanz vor dem Hessischen Landesarbeitsgericht mit ihrer Klage gescheitert.

Arbeitsgericht Frankfurt: „Streiks sind zulässig“

In der Vorinstanz hatte schon das Arbeitsgericht Frankfurt den Eilantrag des Konzerns auf einstweilige Verfügung gegen den Ausstand abgewiesen. Der Vorsitzende Richter hat gesagt, das Instrument des Wellenstreiks als Nadelstichtaktik sei zulässig. Er regte den Gang in eine formale Schlichtung an. Rechtsmittel gegen die Entscheidung sind nicht möglich.

Bahn: "Jeder fünfte Zug ist unterwegs"

Die Behinderungen für Millionen Fahrgäste dauern damit an. Der Streik im Personenverkehr hat heute Morgen um zwei Uhr begonnen. Betroffen ist auch der Güterverkehr. Laut der Bahn können rund 20 Prozent der üblichen Verbindungen bedient werden. Im Regionalverkehr sei das Angebot je nach Gebiet unterschiedlich.

Kurzfristige Ankündigung

Mit der aktuellen Streikankündigung hat die GDL bereits umgesetzt, was ihr Chef Claus Weselsky zuvor erklärt hatte. Anders als bisher will die Gewerkschaft Bahn und Fahrgästen künftig deutlich weniger Vorlauf lassen, um sich auf die Arbeitsniederlegung einzustellen. Streiks werden deshalb nicht mehr 48 Stunden vorher angekündigt.

Pfalzwerke steigen aus Bad Dürkheimer Wasserstoffproduktion aus

Der Energieversorger Pfalzwerke baut doch keine Anlage zur Produktion von grünem Wasserstoff in Bad Dürkheim. Das Unternehmen teilte mit, der Mitinvestor sei ausgestiegen, daher fehle das nötige Geld. Mit dem Wasserstoff sollten Busse des ÖPNV betankt und Betriebe der Region versorgt werden. Das Bad Dürkheimer Unternehmen KST, das Motorenantriebe entwickelt, hatte schon Verträge mit den Pfalzwerken geschlossen, über die Lieferung von Wasserstoff. 

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Gerhard Leitner