Staatsanwaltschaft Tübingen erhebt Anklage wegen Mordes

Nach tödlichen Messerstichen in Mössingen: Mann kommt vor Gericht

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Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat einen 19-Jährigen wegen heimtückischen Mordes in Mössingen angeklagt. Der aus Syrien stammende Mann soll seinen Schwager erstochen haben.

Die Tat hatte in Mössingen-Belsen (Kreis Tübingen) für Aufsehen gesorgt, weil sich das Opfer noch schwer verletzt auf die Straße schleppen konnte, dort um Hilfe rief und von Passanten gefunden wurde. Trotzdem starb er an den Folgen seiner Verletzungen.

Rettungskräfte versuchen vergeblich das Leben des Opfers zu retten (Foto: Jürgen Meyer)
Rettungskräfte versuchten vergeblich das Leben des Opfers zu retten. Jürgen Meyer

Drei Messerstiche ins Herz

Jetzt erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes. Der mutmaßliche Täter soll in der Wohnung seiner Schwester das 37 Jahre alte Opfer im vergangenen November mit einem Messer getötet haben. Laut Staatsanwaltschaft Tübingen war der Getötete mit der Schwester des Angeklagten nach islamischem Recht verheiratet. Das Paar hatte sich aber getrennt. Nach der Tat war der 19-Jährige zunächst geflüchtet und stellte sich wenig später der Polizei in Stuttgart.

Laut Staatsanwaltschaft stach der 19-Jährige seinem Opfer unvermittelt drei Mal ins Herz. Weil beide zuvor friedlich zusammensaßen, sei die Tat heimtückisch. Der Beschuldigte sitzt in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen.

Unklar ist noch, ob für den Angeklagten Jugendstrafrecht oder Erwachsenenstrafrecht gilt. Je nachdem drohen bei einer Verurteilung eine Jugendstrafe von bis zu zehn Jahren oder eine lebenslange Haft.

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