Ein Arzt untersucht im Olgahospital des Klinikums Stuttgart ein Kind.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Viele Patienten, viel erkranktes Personal

Termine abgesagt: Kinderklinik Olgäle in Stuttgart verschiebt Behandlungen

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Das Olgahospital, die Kinderklinik des Klinikums Stuttgart, ist in einigen Bereichen über der Belastungsgrenze. Patienten müssen sich auf Wartezeiten und Engpässe einstellen.

Junge Patientinnen und Patienten müssen sich im Stuttgarter Olgahospital - kurz "Olgäle" - derzeit darauf einstellen, dass Behandlungen in einzelnen Abteilungen verschoben oder abgesagt werden. Gründe für die Engpässe seien ungewöhnlich viele Atemwegsinfekte und Engpässe bei niedergelassenen Kinderärzten. Das erklärte eine Sprecherin des Klinikums Stuttgart auf SWR-Anfrage.

Krankheitsfälle und Corona beeinträchtigen Klinik-Betrieb im Olgäle

Allein die Patientenbesuche in der Notaufnahme lägen dieses Jahr auf Rekordniveau: Bis Jahresende werde dort die Marke von 40.000 Behandlungen geknackt. Zudem falle Personal aus - krankheitsbedingt wie auch wegen Absonderungs-Pflichten im Zusammenhang mit Corona. All das führe aktuell zu den Einschränkungen im Klinik-Betrieb, so die Sprecherin weiter. Das Olgahospital ist nach eigenen Angaben Deutschlands größte Kinderklinik.

Klinikum Stuttgart will Probleme mit mehr Personal lösen

Das Olgäle ist darum bemüht, den Engpässen entgegenzuwirken. So habe man trotz Corona die Zahl examinierter Pflegekräfte im gesamten Klinikum Stuttgart um rund sieben Prozent steigern können im Vergleich zum Personalstand vor der Pandemie, heißt es. Dies Zahl der Ausbildungsplätze habe man auf über 1.000 Stellen erhöht. Die Nachfrage sei groß, erklärte die Sprecherin. Das Klinikum biete Beschäftigten übertarifliche Gehälter und Vorteile wie Personal-Appartements, Job-Tickets, Sportangebote und Stipendien.

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