Künstliche Intelligenz (Symbolbild) (Foto: IMAGO, YAY Images)

Virtueller Assistent der Stadtverwaltung

Heidelberg: Künstliche Intelligenz soll Bürger informieren

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Heidelberger können sich künftig bei Fragen an die Stadtverwaltung an einen virtuellen Assistenten wenden. Ein Heidelberger Start-Up hat die künstliche Intelligenz entwickelt.

"HeiKo" heißt der virtuelle Assistent, den Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) am Freitag zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Es handelt sich um den Prototyp einer künstlichen Intelligenz. Er soll Informationen aus der Verwaltung bündeln und auf Anfragen von Bürgern und Bürgerinnen

Künstliche Intelligenz soll Fragen beantworten

Voraussichtlich in einigen Wochen soll man über die Homepage der Stadt Heidelberg mit "HeiKo" chatten können. Er beantwortet dann laut Stadtverwaltung Fragen wie: "Was hat der Gemeinderat in Sachen Masterplan Neuenheimer Feld entschieden?" Oder: "Wie beantrage ich einen neuen Personalausweis?"

Heidelberger dürfen über Namen der KI entscheiden

"HeiKo" ist bisher nur der Arbeitstitel für den virtuellen Bürgerassistenten. Über seinen richtigen Namen sollen die Heidelbergerinnen und Heidelberger in den kommenden Wochen entscheiden.

Der virtuelle Bürgerassistent der Stadt Heidelberg (Foto: Stadt Heidelberg)
So soll der virtuelle Bürgerassistent der Stadt Heidelberg aussehen. Stadt Heidelberg

Start-Up aus Heidelberg für Gründerpreis nominiert

Entwickelt wurde die künstliche Intelligenz von dem Heidelberger Start-Up-Unternehmen Aleph Alpha. Es gilt europaweit als Vorreiter auf dem Gebiet.

Laut Jonas Andrulis, Mitgründer und Firmenchef von Aleph Alpha, kann seine Technologie Bilder und Texte verstehen und einordnen. Auf dieser Basis könne sie Kontexte herstellen, Aufgaben lösen, Fachfragen beantworten und Zusammenfassungen zu komplexen Themen erstellen.

Für diese Entwicklung wurde Aleph Alpha in der Kategorie "Bestes Start-Up" für den Deutschen Gründerpreis nominiert, der im September verliehen wird.

Förderung vom Bund

Zudem dient die in Heidelberg entwickelte Technologie als Basis für ein europäisches KI-Sprachmodell. Es soll bereits bestehenden Modellen aus den USA Konkurrenz machen und wird vom Bundeswirtschaftsministerium mit 15 Millionen Euro gefördert.

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SWR