Prozess wegen versuchter Gründung von Söldertruppe (Foto: dpa Bildfunk, picture-alliance/dpa/Rolf Haid)

Prozess wegen Gründung einer terroristischen Vereinigung

Ex-Bundeswehrsoldaten wegen geplanter Söldnertruppe vor Gericht

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Zwei frühere Bundeswehrsoldaten, einer von ihnen aus dem Kreis Calw, müssen sich demnächst vor Gericht verantworten. Die Beschuldigten sollen den Aufbau einer Söldnertruppe geplant haben.

Das Oberlandesgericht Stuttgart, vor dem der Prozess stattfindet, hat jetzt die Anklage des Generalbundesanwalts zugelassen. Die beiden 52 und 60 Jahre alten ehemaligen Fallschirmjäger wurden im Oktober 2021 im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und in München festgenommen. Einer von ihnen stammt aus Bad Liebenzell im Kreis Calw.

Rekrutierungsversuche in der Bundeswehr

Den Männern wird die versuchte Gründung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Sie sollen Anfang 2021 den Entschluss gefasst haben, eine Söldnertruppe aufzustellen. Diese sollte sich demnach vor allem aus ehemaligen Angehörigen deutscher Spezialeinheiten zusammensetzen. Einer der Männer soll zu diesem Zweck aktive und ehemalige Bundeswehrsoldaten angesprochen haben.

Einsatz im Bürgerkriegsgebiet Jemen

Die künftigen Söldner hätten für ihren Einsatz im Monat bis zu 40 000 Euro bekommen sollen. Die Söldnertruppe sollte laut Bundesanwaltschaft völkerrechtswidrig in den jemenitischen Bürgerkrieg eingreifen.

Mittelfristig sei ein weltweit operierendes Militärunternehmen geplant gewesen. Wegen der Festnahme der Männer kam es nicht zur Ausführung ihrer Pläne. Der Prozess am Oberlandesgericht Stuttgart beginnt am 9. Juni, bis Ende November sind fast 30 Verhandlungstermine angesetzt.

Zwei Männer in Untersuchungshaft Festnahme im Schwarzwald: Ex-Bundeswehrsoldaten wollten offenbar Söldnertruppe gründen

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