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HNVG kündigt Erhöhung der Gastarife an

Gaskosten sollen in Heilbronn um 66 Prozent steigen

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Die Heilbronner Versorgungs GmbH (HNVG) will zum 1. November die Gaspreise für Verbraucher in der Grundversorgung deutlich erhöhen.

Die Heilbronner Versorgungs GmbH (HNVG) hat in einer Pressemitteilung eine deutliche Preissteigerung angekündigt. Der Preis für eine Kilowattstunde soll netto künftig um rund 9 Cent angehoben werden. Mit der Mehrwertsteuersenkung zum 1. Oktober entspricht das einer Erhöhung von 66 Prozent. Ein Vier-Personenhaushalt müsse dann im Schnitt mit einer Mehrbelastung von etwa 125 Euro im Monat rechnen, heißt es in einer Mitteilung. Grund für die Erhöhung seien die hohen Gasbeschaffungskosten und die Erhebung neuer Umlagen auf den Gaspreis. Um hohe Nachzahlungen zu vermeiden, will die HNVG die Abschläge ab November anpassen.

Erstattungsanspruch bei Heizkosten-Nachforderungen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Heilbronn-Franken fordert unterdessen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die Heizkosten nachzahlen müssen, dazu auf, von ihrem Rechtsanspruch Gebrauch zu machen: Sie könnten sich beim Jobcenter bei Bedarf finanzielle Hilfe holen und die Erstattung der Kosten beantragen.

"Diese finanzielle Hilfe kann ein entscheidender Rettungsanker sein und sollte genutzt werden. Niemand, der durch Nachzahlungen wegen hoher Energiepreise in Not gerät, muss sich dafür schämen, zum Jobcenter zu gehen."

Dass dafür einige Antragsformulare ausgefüllt werden und Einkommensnachweise vorgelegt müssten, sei zwar aufwendig, aber das Geld wert, so Raugust. So könnten im Falle einer hohen Heizkosten-Nachforderung Personen, deren Einkommen eigentlich über dem Grundsicherungsniveau liegt, für einen Monat leistungsberechtigt werden. Denn in dem Monat, in dem die Nachforderung bezahlt werden müsse, steige gegebenenfalls der Leistungsanspruch deutlich über das vorhandene Einkommen, so der Kreisvorsitzende weiter.

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SWR