Der Biber wurde mit einem Kescher eingefangen.

Rettungseinsatz am Rückhaltebecken

Feuerwehr Neudenau rettet Biber vor dem Ertrinken

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Die Feuerwehr Neudenau hat einen Biber aus einem Rückhaltebecken vor dem Ertrinken gerettet. Ganz in der Nähe, wo 2007 der erste Biber im Kreis Heilbronn gesichtet wurde.

In Neudenau (Kreis Heilbronn) hat die Feuerwehr zusammen mit Mitarbeitern des Landratsamts Heilbronn und des Bauhofs einen Biber vor dem Ertrinken gerettet. Die Mitarbeiter des Landratsamts hatten an der stillgelegten Erddeponie in der Nähe zu tun und dabei durch Zufall den Bieber entdeckt.

Das war sein Glück, denn durch die drei Meter hohen, glatten Wände habe das Tier keine Chance gehabt, sich auszuruhen, sagte der Biberbeauftragte des Landratsamts, Uwe Genzwürker, dem SWR. Er geht davon aus, dass der Biber schon einige Tage dort gefangen war.

Das Rückhaltebecken wurde mit Tauchpumpen abgepumpt, bis der Biber besser zu sehen war, sagte Feuerwehrkommandant Sven Reinhardt dem SWR. Danach konnte das Tier mit einem Kescher eingefangen und in eine Transportkiste gesperrt werden. Im Anschluss wurde es in der Nähe in die Jagst ausgesetzt. Der Biber wog etwa 20 Kilogramm, Uwe Genzwürker schätzt sein Alter auf circaa drei Jahre.

Nach seiner Rettung wurde der Biber in der Nähe an der Jagst ausgesetzt.
Nach seiner Rettung wurde der Biber in der Nähe an der Jagst ausgesetzt.

Erste Bibersichtung im Kreis Heilbronn nur wenige Meter entfernt

Nur wenige Meter vom Rückhaltebecken entfernt wurde im Jahr 2007 der erste Biber im Landkreis Heilbronn gesichtet. Das Tier war damals auf der L1096 überfahren worden, erinnert sich Genzwürker. Mittlerweile schätzt er die Zahl der Biber im Landkreis auf einige Hundert.

Einsatz von Feuerwehr und Fischereiverein Neudenau am Böcklingsee
Einsatz von Feuerwehr und Fischereiverein Neudenau am Böcklingsee (30.4.2023)

Neudenau: Nicht nur Biber, auch Fische wurden gerettet

Für die Feuerwehr Neudenau war es der erste Bibereinsatz, sagt Sven Reinhardt. "Irgendwie sei diese Woche die Tierrettungswoche". Er spielt damit auf den gemeinsamen Einsatz mit dem Fischereiverein am vergangenen Sonntag am Böcklingsee im Neudenauer Wald an. Dort waren mehrere Tausend Fische nach einem Starkregen aus dem See durch ein Ablaufrohr gespült worden. Sie hatten sich dann etwa 600 Meter entfernt im Bachbett vor einem verstopften Rohr gesammelt. Sie wurden mit einem Kescher eingefangen und zurück in den See gebracht.

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