Bachforelle (Foto: imago images, imago images / blickwinkel)

Lebensraum einiger Arten wird knapp

Langenargener Studie: Wie leiden Fische unter dem Klimawandel?

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Die Fischereiforschungsstelle Langenargen hat untersucht, wie sich der Klimawandel auf die Fische in Baden-Württemberg auswirken könnte. Kälteangepasste Arten werden demnach besonders leiden.

Der Klimawandel wird auch Baden-Württemberg treffen, das wird in den letzten Jahren immer deutlicher. Starkregenereignisse, Überflutungen oder lange Trockenphasen sind erste Auswirkungen. Doch auch auf die Gewässer im Land wird sich der Klimawandel auswirken. Wie, das haben die Forscherinnen und Forscher der Fischereiforschungsstelle in Langenargen in einer neuen Studie nun untersucht. Mit Hilfe von Computermodellen haben sie berechnet, wie ein Anstieg der Wassertemperatur die Artenvielfalt beeinflussen könnte.

Bachforelle wird Lebensraum knapp

Besonders Arten, die kaltes Wasser brauchen, wird es treffen, so die Berechnung der Forscher. Ein Beispiel: Die Bachforelle. Sie fühlt sich in kühleren Gewässern wohl und ist bislang landesweit verbreitet. Sollte der Klimawandel weiter voranschreiten, könnte sich das jedoch bald ändern. Denn ihr gehe nach und nach geeigneter Lebensraum verloren, bis Ende des Jahrhunderts um über 90 Prozent, heißt es in der Studie.

Bachforelle (Foto: imago images, Imago)
Der Lebensraum der Bachforelle ist bedroht. Imago

Vorkommen würde die Bachforelle dann nur noch in Höhenlagen der Mittelgebirge und des Alpenvorlands. Ähnlich sieht es bei der bereits heute schon stark gefährdeten Äsche aus, sie sei dann vermutlich gar nicht mehr in baden-württembergischen Gewässern zu finden.

Es gibt auch Profiteure des Klimawandel

Es gibt aber auch Fischarten, die vom Klimawandel profitieren, heißt es in der Studie: Die Generalisten, also Fische, die mit unterschiedlichen Lebensbedingungen zu Recht kommen. Rotaugen oder Flussbarsche könnten sich weiter ausbreiten. Um diesen Szenarien entgegenzuwirken, raten die Forscher zu wirksamem Klimaschutz für heimische Fische. Dazu gehöre der Erhalt möglichst naturnaher Gewässer.

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