Dialogveranstaltung zum geplanten Biosphärengebiet Oberschwaben (Foto: SWR, Martin Hattenberger)

Wirtschaft, Politik sowie Bürgerschaft werden informiert

Pläne für "Biosphärengebiet Oberschwaben" umstritten

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In Bad Waldsee ist am Montag erstmals der 'Dialogkreis Regionalentwicklung' für das geplante Biosphärengebiet in Oberschwaben zusammengekommen. Das Projekt ist umstritten.

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Nach Schwäbischer Alb und Schwarzwald soll in Oberschwaben das dritte Biosphärengebiet in Baden-Württemberg entstehen. Bis das Wirklichkeit wird, ist noch viel Planung notwendig. Der Diskussionsprozess soll "von unten nach oben" aus der Region kommen, heißt es in der Einladung zum Auftakt des Dialogkreises. In Bad Waldsee (Kreis Ravensburg) wurden Akteure aus Politik, Landwirtschaft, Naturschutz sowie Bürgerinnen und Bürger über die weiteren Planungsschritte für das Biosphärengebiet informiert.

Natur und Wirtschaft im Einklang im Biosphärengebiet

Biosphärengebiete umfassen laut dem baden-württembergischen Umweltministerium große Kulturlandschaften, die geschützt werden sollen - in Oberschwaben etwa die Moorlandschaft Pfrunger Ried. Das Biosphärengebiet soll eine Modellregion sein, in der sich Menschen, Wirtschaft und Natur gemeinsam weiterentwickeln können. Dazu sagte der Ravensburger Landrat Harald Sievers (CDU):

Biosphärengebiete gliedern sich laut dem Ministerium in Kern-, Pflege- und Entwicklungszonen. In den Kernzonen soll die Natur weitestgehend sich selbst überlassen werden. Diese Gebiete haben einen ähnlichen Status wie Naturschutzgebiete. In den Pflegezonen, die die Kernzonen umgeben, gelten Naturschutzvorgaben. In den Entwicklungszonen können Böden und Wald bewirtschaftet werden.

Bauern und Waldbesitzer befürchten Einschränkungen

Eine Allianz aus Bauern und Waldbesitzern befürchtet allerdings durch ein Biosphärengebiet Einschränkungen für Land- und Forstwirtschaft. Befürworter sehen Chancen für Umweltschutz, aber auch für den Tourismus und die Wirtschaft. Heimische Produkte und die Region als Ziel für Touristen ließen sich besser vermarkten.

Das geplante Gebiet in Oberschwaben soll in den Landkreisen Biberach, Ravensburg und Sigmaringen liegen.

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