Live-Blog zu Corona in Baden-Württemberg (Foto: SWR)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Freitag, 22. April 2022

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Das war der Freitag in Baden-Württemberg

BW: Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Vergleich zum Vortag

17:39 Uhr

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vortag angestiegen. Das Landesgesundheitsamt (LGA) in Stuttgart meldet heute (Stand: 16 Uhr) eine Sieben-Tage-Inzidenz in Höhe von 746,2. Das sind 76,7 mehr als gestern (Vorwoche: 976,2). Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen seit Donnerstag liegt bei 15.930. Aktuell liegen 171 Menschen mit Covid-19 auf der Intensivstation, elf weniger als gestern (Vorwoche: 197). 21 weitere Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. Insgesamt sind in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie nach Angaben des LGA rund 3,4 Millionen Corona-Fälle nachgewiesen worden.

Umfrage: Acht Prozent der Mitarbeitenden in Kliniken und Pflege sind ungeimpft

16:43 Uhr

15.400 Mitarbeitende in Kliniken und Reha-Einrichtungen im Land haben laut einer Umfrage der baden-württembergischen Krankenhausgesellschaft bisher keinen Impf-Nachweis vorgelegt. Seit dem 16. März gilt bundesweit die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht. Bei insgesamt rund 200.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Gesundheitseinrichtungen sind derzeit laut dieser Umfrage knapp acht Prozent ungeimpft. Unklar sei jedoch, wie viele von ihnen als Ärztinnen und Ärzte oder Pflegepersonal arbeiten und wie viele in patientenfernen Berufen wie beispielsweise in der Verwaltung, IT oder Technik tätig sind.

Baden-Württemberg

Baden-Württemberg Umfrage: Acht Prozent der Mitarbeitenden in Kliniken und Rehas sind ungeimpft

15.400 Mitarbeitende in Kliniken und Rehaeinrichtungen im Land haben laut einer Umfrage der Krankenhausgesellschaft bisher keinen Impf-Nachweis vorgelegt.  mehr...

Land verlängert Pandemiehilfen im Kulturbereich

15:14 Uhr

Das Land Baden-Württemberg verlängert seine Corona-Nothilfe für existenzgefährdete Kunst- und Kultureinrichtungen. Staatssekretärin Petra Olschowski (Grüne) teilte am Freitag in Stuttgart mit, dass die Hilfe über den Nothilfefonds bis Ende 2022 verlängert werde. Die Rücklagen vieler Kunst- und Kultureinrichtungen seien aufgebraucht. Bis die Ertragssituation wieder normal sei, werde es noch dauern. Zusätzlich zur Verlängerung des Nothilfefonds starte eine mit 4,6 Millionen Euro dotierte weitere Förderrunde des Programms "Kultur nach Corona". Damit sollten insbesondere nichtstaatliche Kultureinrichtungen beim Neustart unter neuen Bedingungen unterstützt werden. Das Land habe seit Beginn der Pandemie mehr als 200 Millionen Euro investiert, um die Kunst- und Kulturlandschaft aufrechtzuerhalten.

Klinikum Karlsruhe schafft Corona-Station ab

14:39 Uhr

Auch in der Region Karlsruhe sinken die Covid-Inzidenzen weiter. Das Klinikum Karlsruhe ändert deshalb seinen Umgang mit dem Virus, die Personalsituation bleibe jedoch weiter angespannt. Viele Infektionen auch unter Mitarbeitenden in den Kliniken der Region seien auf den Wegfall der Maskenpflicht außerhalb der Kliniken zurückzuführen, so die Geschäftsführung des Karlsruher Klinikums. Seit dieser Woche arbeite die Klinik außerdem mit einem neuen Konzept, wonach nicht die Corona-Infektion, sondern die Erkrankung, wegen der der Patient aufgenommen wurde, darüber entscheide, auf welcher Station er behandelt werde – allerdings nach wie vor isoliert in einem Einzelzimmer. Damit werden Corona-Infektionen künftig wie eine Grippe behandelt.

Ein Teststäbchen für ganze Klasse: Schulaufsicht ermittelt nach Aprilscherz

13:24 Uhr

Ein Lehrer in Pforzheim (Enzkreis) soll dem Aprilscherz eines Kollegen auf den Leim gegangen sein und versucht haben, alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse mit nur noch einem Stäbchen auf Corona zu testen. Jetzt beschäftigt der Fall das Regierungspräsidium Karlsruhe. Eine Sprecherin der Aufsichtsbehörde teilte am Freitag mit, nicht zuletzt wegen der Osterferien sei der Fall noch nicht aufgeklärt. Zuerst hatte die "Pforzheimer Zeitung" heute über den Fall berichtet. Demnach hatte wohl eine Lehrkraft bei einer Besprechung innerhalb des Kollegiums mit Blick auf den 1. April von neuen Corona-Regeln gesprochen. Das habe der Lehrer eines Gymnasiums mutmaßlich für bare Münze genommen. Etliche Jungen und Mädchen einer fünften Klasse hätten sich dem Test mit einem Stäbchen allerdings verweigert. Stand jetzt habe sich kein Kind bei der Aktion infiziert. Die Schule habe schnell reagiert und die Eltern informiert. Das sei bei einigen gut angekommen, bei anderen hingegen nur als Beschwichtigungsversuch.

Pforzheim

Regierungspräsidium Karlsruhe prüft Fall Auf Aprilscherz hereingefallen: Pforzheimer Lehrer lässt Klasse mit nur einem Corona-Stäbchen testen

Ein Teststäbchen für eine ganze Schulklasse? Ein Pforzheimer Lehrer hat den Aprilscherz eines Kollegen für bare Münze genommen. Doch nicht jeder Schüler machte mit.  mehr...

Curevac meldet Erfolg bei Impfstofftest an Mäusen

12:22 Uhr

Ein neuartiger Corona-Impfstoff der Firma Curevac zeigt laut einer Mitteilung des Tübinger Biotech-Unternehmens bei Tests an Mäusen und Ratten eine gute Wirkung. Er soll auch gegen die Omikron-Variante helfen. Neu ist, dass Curevac dabei Impfstoffe gegen die Beta- und die Deltavariante des Coronavirus kombiniert.

Trotz Pandemie und Ukraine: Statistik-Chefin verteidigt Volkszählung

12:01 Uhr

In der Debatte um eine Verschiebung des Zensus hat die Präsidentin des Statistischen Landesamtes, Anke Rigbers, den Start der Volkszählung verteidigt. "Das hätte erhebliche Mehrkosten bedeutet", sagte sie heute. Eine erneute Verschiebung sei unverhältnismäßig. Zudem gehe der Zensus auf eine EU-Verordnung zurück und sei damit verpflichtend. Beim Zensus werden ab Mitte Mai rund zehn Millionen zufällig ausgewählte Menschen in Deutschland zu Familienstand, Staatsangehörigkeit und Wohn- und Arbeitssituation befragt. Für Kommunen ist die Zählung nach Angaben des Landesamtes die Grundlage aller Planungen. Die CDU-Fraktion im Stuttgarter Landtag hatte sich vor wenigen Wochen gemeinsam mit dem Landkreistag und dem Gemeindetag wegen der Corona-Pandemie und des Kriegs in der Ukraine für eine erneute Verschiebung des Zensus stark gemacht. Eigentlich war der Zensus schon 2021 geplant.

Technorama startet in Ulm nach zwei Jahren Corona-Pause wieder

11:37 Uhr

Rund 850 Aussteller aus elf verschiedenen Ländern haben sich für die Technorama in Ulm angekündigt. Die Technorama in Ulm ist eine der größten Oldtimermessen in Süddeutschland. Vor allem Schrauber und Sammler besuchen die Messe. Die Veranstalter rechnen mit 25.000 Besucherinnen und Besuchern.

Ulm

Oldtimer in der Friedrichsau Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause: Technorama in Ulm ist zurück

Die Technorama in Ulm ist eine der größten Oldtimermessen in Süddeutschland und ein Mekka für Schrauber und Sammler: Die Veranstalter rechnen mit 25.000 Besucherinnen und Besuchern.  mehr...

Nach Betrugsfällen mit Corona-Tests: Zwei Männer in U-Haft

10:40 Uhr

Die Polizei hat zwei Männer festgenommen, weil sie bei drei Covid-Teststationen im Kreis Ludwigsburg Tests falsch abgerechnet haben sollen. Ihnen wird darüber hinaus vorgeworfen, dass sie Bekannte mit negativen Testbescheinigungen versorgt hätten, ohne dass überhaupt ein Test stattgefunden habe. Auch auf das Konto der beiden Tatverdächtigen soll eine Diebstahlserie von hochwertigen Autorädern gehen. Wie Staatsanwaltschaft Stuttgart und Polizeipräsidium Ludwigsburg mitteilten, sitzen die beiden mittlerweile in Untersuchungshaft.

Shanghaier Lockdown führt zu höheren Preisen in Deutschland

9:15 Uhr

Der anhaltende Corona-Lockdown in Shanghai stört weltweite Lieferketten und lässt dadurch auch in Deutschland die Preise steigen. Laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) ist im größten Hafen der Welt nicht nur das Be- und Entladen der Schiffe von dem Lockdown betroffen, sondern vor allem auch der Transport der Waren mit Lastwagen. Es werde Monate dauern, bis sich die globalen Lieferketten davon erholen werden. Die Verknappung des Angebots an Lieferungen aus China wird laut dpa auch in Deutschland die Inflation anfachen.

ZEW: Lieferketten sicherer machen - auch im Zusammenhang mit der Pandemie

8:10 Uhr

Um sich besser für Krisen wie die Corona-Pandemie oder den Ukraine-Krieg zu rüsten, sollten Firmen Lieferketten leichter durch mehrere Optionen sichern können, so Achim Wambach, der Präsident des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim (ZEW). "Für den Staat sollte aus meiner Sicht eine der Lektionen sein: Man muss es den Unternehmen leichter machen zu diversifizieren", sagte Wambach der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Wenn ein Lieferant ausfalle, könne der andere einspringen. Dazu seien Handelsverträge mit Regionen wie Afrika und Südamerika nötig, sagte der ZEW-Präsident.

Medizinerverbände fordern Ende von kostenlosen Bürgertests

6:20 Uhr

Mehrere Medizinerverbände haben sich für ein Ende der generell kostenfreien Corona-Bürgertests ausgesprochen - zum Beispiel der Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Dessen Vorstandsmitglied Elke Bruns-Philipps sagte der "Ärzte Zeitung", das Testgeschehen sollte sich auf die Beschäftigten im Gesundheitswesen konzentrieren und auf Menschen mit Symptomen. Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, fordert hingegen, an den Bürgertests festzuhalten - unter anderem, um früh erkennen zu können, wenn die Corona-Zahlen wieder stiegen.

Fachleute: Breiter Einsatz von Viertimpfungen derzeit nicht notwendig

5:30 Uhr

Einen kompletten Schutz vor einer Corona-Infektion durch wiederholtes Boostern erreichen zu wollen, hält Christoph Neumann-Haefelin vom Universitätsklinikum Freiburg für "vermutlich kein realistisches Ziel". Das Ziel der Booster-Impfung müsse sein, die verschiedenen Personengruppen vor wirklich schweren Infektionsverläufen zu schützen. Ähnlich äußerte sich Christine Falk. Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie sagte, aus rein immunologischer Perspektive würden Menschen mit gesundem Immunsystem unter 70 Jahren eine sehr gute, nachhaltige, schützende Immunantwort geben. Diese schütze vor einem schweren Krankheitsverlauf. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission einen zweiten Booster derzeit nur für Menschen ab 70 und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hingegen hatte sich kürzlich in Brüssel für eine vierte Impfung für alle ab 60 Jahren eingesetzt.

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz gestiegen - im Gegensatz zum Land

3:56 Uhr

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet am Freitag 161.718 Neuinfektionen binnen 24 Stunden in Deutschland. Das sind 4.854 Fälle mehr als am Freitag vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 733,4. 289 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Darunter dürften allerdings auch Nachmeldungen sein - aufgrund der Osterfeiertage und weil einzelne Bundesländer nicht an jedem Wochentag Daten melden. In Baden-Württemberg war die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt leicht gesunken - auf 669,5.

WHO empfiehlt Pfizer-Coronamedikament für Risikopatienten

2:24 Uhr

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für Risikofälle eine nachdrückliche Empfehlung für das Corona-Medikament Paxlovid ausgesprochen. Es sei die beste Wahl für die Behandlung ungeimpfter, älterer oder immungeschwächter Menschen mit leichteren Formen von Covid. Die Empfehlung stützt sich auf die Ergebnisse zweier Studien mit fast 3.100 Patientinnen und Patienten. Diese zeigen, dass Paxlovid das Risiko einer Krankenhauseinweisung um 85 Prozent verringert. Das Medikament kann im Frühstadium der Krankheit eingesetzt werden.

Freitag, 22. April 2022

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