Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Aktuell Live-Blog zum Coronavirus

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Montag, 22. März 2021

Stand

Das war der Montag in Baden-Württemberg

Modellstadt Tübingen: Oberbürgermeister zieht positives Zwischenfazit

19:58 Uhr

In Tübingen kann man - trotz der landesweit hohen Inzidenzzahlen rund um das Coronavirus - seit einer Woche wieder ein Stück Alltag erleben. Die Öffnung von Cafés, Kinos oder Außengastronomie ist eng verbunden mit einem umfassenden Schnelltest-Konzept. Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) zieht ein positives Zwischenfazit.

Unterbrechung der Bund-Länder-Beratungen

19:28 Uhr

Bei den Verhandlungen zwischen den Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat es eine Unterbrechung gegeben. Zuvor verhakten sich Länderchefs und die Bundesregierung bei der Frage, welche Reisen angesichts der steigenden Zahl der Infektionen über Ostern möglich sein sollen. Schon im Kreis der Ministerpräsidenten hatte es dazu zuvor keine Einigung gegeben, weil die Küstenländer auf "kontaktarme Reisen" in ihren Ländern pochen.

Weitere Umfragen zur Modellstadt Tübingen

19:15 Uhr

In Tübingen sammelt ein Forschungsteam der Uni seit heute zusätzliche Daten. Damit wolle man herausfinden, welche Lebensumstände eine Infektion mit dem Coronavirus möglicherweise begünstigen. Drei Studierende befragen deshalb in den kommenden Wochen rund 2.000 Menschen, die die Modellstadt Tübingen besuchen. Mehr Hilfskräfte hat die Uni auf die Schnelle nicht gefunden. Auch die systematische Erhebung aller Schnelltestergebnisse zur Modellstadt läuft noch "holprig", so der Infektiologe Peter Kremsner.

Impfterminvergabe erst wieder ab Freitag

18:47 Uhr

Neue Impftermine in Baden-Württemberg können laut Gesundheitsministerium voraussichtlich erst wieder ab Freitag vereinbart werden. Man arbeite vorrangig die Warteliste der über 80-Jährigen im Land ab und verimpfe alles was da sei, Biontec, Moderna und Astrazeneca so eine Sprecherin des Sozialministeriums. Außerdem gebe es noch jene, deren Impftermine wegen des Impfstopps von Astrazeneca vergangene Woche abgesagt wurden. Diese Personen würden ebenfalls vorrangig Impftermine erhalten, mit einer Impfung frühestens Ende nächster Woche. Sobald die Warteliste abgearbeitet sei, werde die zentrale Terminvergabe wieder geöffnet. Man würde gerne noch schneller impfen, habe aber immer noch zu wenig Impfstoff zur Verfügung, heißt es aus dem Sozialministerium. Seit dem Astrazeneca-Impfstopp war das Online-Terminbuchungssystem geschlossen worden, zunächst nur bis einschließlich dem heutigen Montag.

Genügend Tests für Bundesländer vorhanden

18:29 Uhr

Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Bundesländer in den kommenden Wochen genügend Corona-Tests zur Verfügung haben werden. Die Taskforce Testlogistik vermittelte den Ländern abrufbare Kontingente von mehr als 130 Millionen Selbsttests für März und April, zeigt eine Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums. Außerdem gibt es demnach auch genügend Schnelltests zur Anwendung durch geschultes Personal - allein im März seien 150 Millionen Stück bestellbar. Insgesamt liege das verfügbare Kontingent bei knapp 900 Millionen Tests. Für Bestellung und Verteilung sind den Angaben zufolge die Länder zuständig. Laut einem Bund-Länder-Beschluss soll jeder Mensch in Deutschland mindestens einen kostenlosen Schnelltest pro Woche durchführen lassen können.

Mehr als eine Million Baden-Württemberger mindestens einmal geimpft

18:18 Uhr

Die Zahl der Menschen in Baden-Württemberg, die eine oder bereits zwei Impfungen zum Schutz gegen das Coronavirus erhalten haben, steigt weiter. Laut aktuellen Werten des Robert-Koch-Instituts haben bis heute 1.002.604 Menschen mindestens die Erstimpfung erhalten. Bereits vollständig geimpft sind in Baden-Württemberg mehr als 447.000 Menschen, also rund vier Prozent der Bevölkerung. Im Ländervergleich schneiden diesbezüglich nur sechs Bundesländer besser ab.

Landesweiter Inzidenz-Wert nahezu unverändert – R-Wert bei 1,23

18:06 Uhr

In Baden-Württemberg ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus um weitere 682 Fälle gestiegen (Stand: 16 Uhr). Im Vergleich zum Montag der Vorwoche, als das Landesgesundheitsamt 437 Fälle vermeldete, stieg die Zahl demnach um fast 250 Personen an. 21 weitere Menschen sind in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben (gesamt in Baden-Württemberg: 8.550). Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohnern wird aktuell mit 103,0 (Vortag: 103,1, vergangenen Montag 74,7) angegeben. Nur der Kreis Rottweil (48,6) liegt unter der 50-er Marke. Insgesamt 19 der 44 Stadt- und Landkreise liegen über dem Wert von 100, die Kreise Schwäbisch Hall (333,9) und Rastatt (205,3) gar über der 200er-Marke. Der landesweite Sieben-Tage-R-Wert beträgt 1,23. Demnach stecken 100 Menschen derzeit im Schnitt 123 weitere Personen an. Liegt der Wert über einen längeren Zeitraum über 1, steigt das Infektionsgeschehen weiter an und kann unter Umständen gar exponentiell anwachsen.

Tübingen will Modellprojekt fortsetzen

17:48 Uhr

Trotz der jüngsten Unregelmäßigkeiten bei der Abnahme von Corona-Schnelltests gibt die Stadt Tübingen grünes Licht für eine Fortsetzung seines bundesweit vielbeachteten Modellprojekts. Es gelte noch viele Probleme zu lösen, heißt es nach Angaben der Stadt in einem Zwischenbericht von Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne), der Pandemiebeauftragten Lisa Federle und dem Infektiologen Peter Kremsner an das Sozialministerium. Das Zwischenfazit des Projekts "Öffnen mit Sicherheit" sei dennoch positiv und es werde empfohlen, das Test-Modell weiterzuführen. Die Projektphase soll bis zum 4. April gehen.

IHK verweist auf Gerichtsentscheid und will weitere Öffnungen

17:39 Uhr

Die IHK-Rhein-Neckar begrüßt die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Nordrhein-Westfalen, den Einzelhandel sofort wieder zu öffnen. Mit dieser Gerichtsentscheidung sei bestätigt worden, dass die Beschränkungen des Einzelhandels nicht vereinbar mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz seien, so IHK-Präsident Manfred Schnabel. Es sei gut, dass Regierungshandeln durch Rechtsprechung korrigiert werden könne. Corona-Maßnahmen müssten dem verfassungsrechtlich garantierten Gleichheitsgrundsatz genügen. Vor den Corona-Beratungen von Kanzlerin und Ministerpräsidenten seien das aktuelle Urteil in Nordrhein-Westfalen ebenso wie das Urteil des Oberverwaltungsgerichts des Saarlandes vom 9. März wichtige Richtigstellungen. Schnabel bekräftigt die Forderung der IHK und des Einzelhandels, bald wieder öffnen zu dürfen.

Testzentrum in Pforzheim eröffnet

17:32 Uhr

Corona-Schnelltests im großen Stil sind seit heute in Pforzheim möglich. Auf dem Messplatz hat ein großes Testzentrum die Arbeit aufgenommen. Jeder kann sich dort einmal in der Woche kostenlos testen lassen. Bis zu 28.000 Tests an sechs Tagen die Woche sind möglich. Die Möglichkeit, massenweise Schnelltests anbieten zu können, sei ein wichtiger Mosaikstein zur Pandemiebekämpfung und für Lockerungen, so der Pforzheimer Oberbürgermeister Peter Boch (CDU).

Ausbruch in Schramberg

17:28 Uhr

In Schramberg (Kreis Rottweil) hat es in einem Betrieb einen Corona-Ausbruch gegeben. Bisher wurden 17 positive Fälle bestätigt. Weitere Fälle sind laut dem Landratsamt nicht ausgeschlossen. Die Behörden sehen auch einen Zusammenhang zu Infektionen in einem Kindergarten.

Modehaus wird zu "Klopapier-Flagship-Store"

17:21 Uhr

Im Main-Tauber-Kreis ist seit Montag wegen der hohen Infektionszahlen der Einzelhandel wieder geschlossen. Doch ein Modehaus in Bad Mergentheim umgeht die Schließung, indem es sein Geschäft zum "Klopapier-Flagship-Store" umwidmet.

Kritik an Verteilung der Impfdosen auf die Landkreise

17:11 Uhr

Der Landrat des Schwarzwald-Baar-Kreises, Sven Hinterseh (CDU) hat die Verteilung des Corona-Impfstoffes auf die Kreise kritisiert. Während der Bund die Impfdosen für die Länder nach einem Einwohnerschlüssel verteile, werde diese Art der Verteilung innerhalb des Landes auf die Stadt- und Landkreise jedoch nicht berücksichtigt. Dies führe laut Landratsamt dazu, dass jedes Kreisimpfzentrum gleich viele Impfdosen bekomme. Dadurch würden in vielen Zentralen Impfzentren unter Hoheit des Landes und auch in vielen Kreisimpfzentren bereits die Altersgruppe über 70 und somit die Prioritätsstufe 2 geimpft, während im Schwarzwald-Baar-Kreis noch viele hundert Bürger der Prioritätsstufe 1 (die über 80-Jährigen) geimpft werden müssten. "Diese Ungerechtigkeit muss das Land und hier namentlich der zuständige Sozialminister Lucha nun endlich abstellen", so Hinterseh.

Bundesfinanzminister plant weitere Schulden

17:09 Uhr

Die Corona-Krise belastet den Bundeshaushalt deutlich stärker als erwartet: Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will in diesem und im nächsten Jahr insgesamt mehr als 140 Milliarden Euro neue Schulden machen. Im laufenden Jahr sind es nach Angaben des Finanzministeriums 60,4 Milliarden Euro mehr als geplant. Für das kommende Jahr kommt demnach eine zusätzliche Neuverschuldung von rund 81,5 Milliarden Euro hinzu.

Genereller Lockdown soll vorerst bis 18. April weitergehen

17:01 Uhr

Im Kampf gegen die Corona-Pamdemie soll der bestehende Lockdown in Deutschland grundsätzlich bis zum 18. April verlängert werden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus mehreren Quellen aus den Beratungen von Bund und Ländern. Ein endgültiger Beschluss über die künftigen Maßnahmen stand aber noch aus. Über weitere konkretere Regelungen auch mit Blick auf die Osterzeit wollten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten weiter beraten. Der generelle Lockdown mit der Schließung zahlreicher Einrichtungen war bisher zunächst bis zum 28. März vereinbart.

Umfrage: Nur wenige Betriebe testen Mitarbeiter selbst

16:52 Uhr

Der Einsatz von Corona-Schnelltests ist in baden-württembergischen Unternehmen bisher eher die Ausnahme. Bei einer Umfrage des Industrie- und Handelskammertags unter 935 Betrieben kam heraus, dass nur 19 Prozent der befragten Firmen Schnelltests anwenden. 27 Prozent wollen demnach in Kürze damit starten. Bei Großbetrieben mit mehr als 1.000 Beschäftigten sind die Anteile etwas größer: In dieser Gruppe bieten 46 Prozent Schnelltests an, ein Drittel hat entsprechende Pläne. Die Umfrage ist allerdings nicht repräsentativ.

Ulmer Testbus erweitert Route

16:48 Uhr

Der Ulmer Corona-Testbus erweitert seine Route. Laut Stadtverwaltung wird er ab dieser Woche auch am Ulmer Eselsberg und im Stadtteil Wiblingen Station machen. Getestet wird nur nach vorheriger Terminvereinbarung. Der Testbus ist damit jetzt mittwochs am Eselsberg, donnerstags in Wiblingen und freitags in der Weststadt. Zusätzlich gibt es städtische Möglichkeiten für Schnelltests in der Hirschstraße, am Donaubad und der Messehalle.

Probleme bei Corona-Schnelltests in Tübingen

16:32 Uhr

Bei der Durchführung von Corona-Schnelltests in Tübingen ist es zu Problemen gekommen. Wie der Betreiber von zwei Schnelltest-Ständen mitteilte, seien von 2.000 getesteten Menschen 25 in die Isolation geschickt worden, obwohl sie möglicherweise gar nicht Corona-positiv waren. Grund sind laut der Kern Medical GmbH (KME) zu niedrigen Temperaturen - sowohl beim eigentlichen Test als auch bei dessen Auswertung. Laut dem Hersteller Abbott hätten die Test-Kits bei Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad verwendet und ausgewertet werden müssen. Nun sollen die Teststationen umgestaltet werden, damit eine korrekte Temperatur zur Auswertung der Tests gewährleistet sei, sagte der KME-Gesundheitsmanager. In Tübingen läuft derzeit das Modellprojekt "Öffnen mit Sicherheit". Dabei soll geprüft werden, ob Läden, Gastronomie und auch Kultureinrichtungen wieder geöffnet werden können, wenn gleichzeitig breit angelegt Corona-Tests durchgeführt werden.

Corona-Gipfel von Bund und Ländern gestartet

15:45 Uhr

Der Bund-Länder-Gipfel hat begonnen. Viel deutet darauf hin, dass die Einschränkungen ausgeweitet werden. Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) rechnet mit einer Verschärfung der Regeln. Wie aus einem Entwurf für ein Beschlusspapier hervorgeht, das dem ARD Hauptstadtstudio vorliegt, könnte der Lockdown bis zum 18. April verlängert werden. 

Neue Test-Strategie: Pooltests an Freiburger Schulen

15:42 Uhr

An allen Kitas und Schulen der Stadt Freiburg soll eine neue Test-Strategie angewandt werden: Pooltests, auch Schoco- oder Lolly-Tests genannt, sollen zum Tragen kommen. Speichelproben aller Schüler einer Klasse sollen gemeinsam getestet werden. Ist der Befund positiv, werden die Schüler einzeln getestet. Dies soll Geld und Kapazitäten sparen. Noch befindet sich diese Test-Strategie in der Pilotphase.

Curevac erweitert Impfstoff-Studie auf Corona-Mutationen

15:31 Uhr

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac erweitert im Zusammenhang mit der Zulassung seines Corona-Impfstoffs die klinische Studie. Nun solle auch untersucht werden, wie der Wirkstoff bei Virusvarianten wirkt, teilte Curevac mit. Hintergrund sei die schnelle Ausbreitung neuer Corona-Mutationen. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben auch die Wirksamkeit des Präparats bei über 60-Jährigen gezielter in den Blick nehmen. Derzeit wird der Impfstoff-Kandidat von Curevac in Europa und Lateinamerika untersucht. Rund 35.000 Menschen nehmen an dieser Studie teil. Das Tübinger Unternehmen bekräftigte, im zweiten Quartal 2021 eine Marktzulassung für seinen Impfstoff beantragen zu wollen. Mit einer Zulassung rechnet Curevac bis Ende Juni.

Intensivmediziner aus Stuttgart: Sorge wächst

15:17 Uhr

Mit steigenden Infektionszahlen müssen wieder mehr Menschen ins Krankenhaus und auf den Intensivstationen behandelt werden. Aktuell sei die Lage nicht kritisch, sagte Stefan Reinecke, Ärztlicher Direktor am Marienhospital Stuttgart, im SWR. "Aber erkennbar ist jetzt, dass die Zahl der Patienten wieder zunimmt."

Kunstaktion zum Gedenken an Corona-Tote

14:45 Uhr

In der katholischen Kirche St. Maria in Stuttgart soll in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag mit einer Kunstaktion an die fast 75.000 Corona-Toten in Deutschland erinnert werden. Für jeden Verstorbenen werde man einen Nagel in eine große Metallschale fallen lassen, teilten der Theologe Sebastian Schmid und der Künstler und Jugendreferent Marios Pergialis mit. Jeder Nagel erzeuge dabei einen Ton, so Schmid. Die Performance könne sowohl als Nachruf als auch als Hilferuf verstanden werden. Etwa zwölf Stunden werde die liturgische Kunstaktion dauern. Am Morgen sollen dann mehr als 200 Kilogramm Nägel in der Schale liegen. Sie sollen zugleich an die Nägel am Kreuz Jesu erinnern, hieß es.

Bodenseekreis ist bei "Luca"-App freigeschaltet

14:10 Uhr

Im Bodenseekreis steht jetzt auch die App "Luca" für das Corona-Kontaktmanagement zur Verfügung. Der Landkreis ist eine von drei Pilotregionen in Baden-Württemberg, in der Bürgerinnen und Bürger die kostenlose App nutzen können. Mit der App können sie sich beispielsweise in einem Restaurant oder zu einem Konzert anmelden. Das soll im Falle einer Infektion die Kontaktnachverfolgung vereinfachen. Auch der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und die Stadt Freiburg testen die "Luca"-App.

Obst- und Gemüsebauern machen in Pandemie mehr Umsatz

13:58

Die Obst- und Gemüsebauern in Baden-Württemberg sind nach eigenen Angaben mit einem blauen Auge durch das Krisenjahr 2020 gekommen. Wegen der Corona-Pandemie hätten die Menschen häufiger zuhause gekocht und dabei frische und regional erzeugte Lebensmittel gekauft, sagte der Präsident des baden-württembergischen Genossenschaftsverbandes, Roman Glaser. Insgesamt sei die vermarktete Menge bei Obst und Gemüse zwar deutlich gesunken, doch die Preise seien gestiegen. Der Umsatz betrug demnach 511 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 19 Millionen Euro. Auch für das Jahr 2021 sind die genossenschaftlichen Erzeuger in Baden-Württemberg optimistisch.

Reisebranche setzt auf 48-Stunden-Schnelltest

12:41 Uhr

Europäische Reiseunternehmer haben sich für eine 48-Stunden-Teststrategie ausgesprochen, um Öffnungen in der Tourismus-Branche möglich zu machen. Es gebe genügend Tests, sagte Rainer Hageloch von der "Arbeitsgemeinschaft Europäischer Reiseunternehmen" (AER Kooperation AG) im SWR. "Testen, testen, testen" sei der richtige Ansatz. Dazu seien die Betriebe auch in der Lage, so Hageloch. Mit Schnelltests alle 48 Stunden könnten Hotels und Pensionen aber auch die Gastronomie wieder öffnen, ist der AER-Vorstand überzeugt. Damit werde die Corona-Pandemie bekämpft und nicht weiter forciert.

Zeitfenster für Landesgartenschau online buchbar

12:25 Uhr

Inmitten der Corona-Pandemie soll die Landesgartenschau in Überlingen (Bodenseekreis) am 9. April starten. Ab sofort können Besucherinnen und Besucher dafür online ein Zeitfenster für ihre Anreise buchen. Damit soll verhindert werden, dass sich Besuchermassen am Eingang drängen. Dauerkartenbesitzer sind ausgenommen, für sie gibt es Kontingente. Allerdings müssen sich Dauerkartenbesitzer vor ihrem ersten Besuch einmalig online im Ticketportal registrieren. Die Landesgartenschau sollte ursprünglich bereits 2020 stattfinden, war aber wegen Corona verschoben worden. Sie soll bis zum 17. Oktober dauern.

BW will keine Urlaubsreisen über Ostern

12:10 Uhr

Urlaubsreisen an Ostern sind aus Sicht der baden-württembergischen Landesregierung problematisch. Ein Regierungssprecher sagte dem SWR, die Mutante des Coronavirus sei weitaus ansteckender und gefährlicher, jede Form von Mobilität verursache weitere Kontakte. Daher sei Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) auch bei Urlaubsreisen innerhalb Baden-Württembergs sehr zurückhaltend. Mehrere Bundesländer unter SPD-Führung hatten vor der heutigen Bund-Länder-Konferenz kontaktarmen Urlaub im eigenen Bundesland ins Gespräch gebracht. Auch eine landesweite Öffnung des Einzelhandels verbunden mit einer Teststrategie, wie sie der Gemeindetag Baden-Württemberg fordert, lehnt die Landesregierung ab.

Verwandtenbesuche über Ostern möglich?

11:57 Uhr

Ungeachtet hoher Corona-Infektionszahlen ist vor den Bund-Länder-Beratungen im Gespräch, über Ostern die Kontaktregeln leicht zu lockern und Verwandtenbesuche zu erlauben. Konkret liegt ein Vorschlag vor, Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis zu erlauben. Das geht aus einem aktualisierten Beschlussentwurf hervor, der am Vormittag vom Kanzleramt verschickt wurde. Das besonnene Verhalten der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland während der Weihnachtstage habe eindrucksvoll gezeigt, wie Familienzusammenkünfte sicher gestaltet werden könnten, heißt es in dem Vorschlag weiter.

Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen steigt

11:50 Uhr

Nach den ersten Lockerungen in der Pandemie ist die Zahl der Corona-Patienten auf Deutschlands Intensivstationen wieder angestiegen. Mit mehr als 3.000 belegten Betten liegt die Belastung im Moment erneut so hoch wie zu den Spitzenzeiten in der ersten Welle im Frühjahr 2020. Das geht aus dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervor. In Baden-Württemberg werden derzeit 266 an Covid-19 erkrankte Personen auf Intensivstationen behandelt. Das sind mit 18 deutlich mehr als vor einer Woche. Die Zahl der Intensivpatienten steigt damit um 7,3 Prozent. Insgesamt sind 84 Prozent der betreibbaren Intensivbetten im Land belegt.

Corona-Ausbruch in Schramberger Betrieb

11:12 Uhr

In Schramberg (Kreis Rottweil) hat es in einem Betrieb einen Corona-Ausbruch gegeben. 17 positive Fälle wurden laut Landratsamt bislang bestätigt. Zum Teil handle es sich um die britische Virusvariante, hieß es. Weitere Fälle seien nicht ausgeschlossen. Ein Zusammenhang wird auch zum Infektionsgeschehen in einem Kindergarten gesehen. Landrat Wolf-Rüdiger Michel (CDU) appellierte im Hinblick auf das Virus weiter wachsam zu sein, die Verhaltensregeln einzuhalten und Kontakte, wo immer möglich, zu vermeiden. Mit einer Inzidenz von 48,6 lag der Landkreis Rottweil am Sonntag als einziger in Baden-Württemberg unter der Marke von 50.

Tübingen will Schnelltests notfalls einschränken

10:30 Uhr

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) erwägt, die kostenlosen Corona-Tests im Rahmen des laufenden Modell-Projekts nur noch für Bewohnerinnen und Bewohner des Landkreises Tübingen anzubieten. Im Deutschlandfunk sagte Palmer, dies könne notwendig werden, wenn zu viele auswärtige Gäste die Tests nutzen wollen. Derzeit können sich Menschen an mehreren Teststationen in Tübingen auf das Coronavirus testen lassen und anschließend nach einem negativen Bescheid beispielsweise in Läden einkaufen, Kultureinrichtungen besuchen oder ins Restaurant gehen – egal woher die Kundinnen und Kunden kommen. Zugleich ist der Grünen-Politiker mit dem bisherigen Verlauf des Modell-Projektes zufrieden. Laut Palmer wurden am Samstag in Tübingen 7.000 Coronatests gemacht. 100 ehrenamtliche Helfer waren dafür im Einsatz. In der Stadt lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Wochenende bei 30, so Palmer. Das ist deutlich niedriger als im gesamten Landkreis und im Landesdurchschnitt.

RKI: Sieben-Tage-Inzidenz steigt deutschlandweit auf 107,3

10:05 Uhr

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 7.709 registrierte Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 1.105 Fälle mehr als am Montag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt somit auf 107,3 nach 103,9 am Vortag. In Baden-Württemberg liegt sie bei 103,1. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,667 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

Fellbacher Taxiunternehmen fordert Geld für Impf-Fahrten

9:44 Uhr

Der Geschäftsführer eines Taxiunternehmens aus Fellbach (Rems-Murr-Kreis) will einem Zeitungsbericht zufolge Geld für Impf-Fahrten vom baden-württembergischen Sozialministerium zurück. Grund sei, dass Taxifahrer ärztlich verordnete Touren zu den Impfzentren oft nicht mit der Krankenkasse abrechnen könnten, sagte Taxiunternehmer Markus Diler den "Stuttgarter Nachrichten". Ärzte füllten die dafür vorgesehenen Formulare falsch aus. Beim Ministerium und der Kassenärztlichen Vereinigung ist dieses Problem der Zeitung zufolge noch nicht bekannt. Diler habe nun eine Rechnung für vier Fahrten in Höhe von 251,20 Euro eingereicht.

IHK Heilbronn-Franken fordert sofortige Ladenöffnungen

9:37 Uhr

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Heilbronn-Franken fordert die sofortige Öffnung des Einzelhandels. Die Lage sei katastrophal, so die IHK im Vorfeld des Bund-Länder-Gipfels. Ab heute greift im Main-Tauber-Kreis die Notbremse - die Geschäfte müssen schließen. Gleiches droht dem Landkreis Heilbronn.

Neue Corona-Verordnung in Kraft

7:50 Uhr

Wechselunterricht, Autokinos und Maskenpflicht für Kinder: Seit heute gelten in Baden-Württemberg einige Corona-Lockerungen, aber auch -Verschärfungen.

Bund-Länder-Beratungen ab dem frühen Nachmittag

7:30 Uhr

Bund und Länder beraten ab dem frühen Nachmittag wieder über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Das Bundeskanzleramt will den Lockdown bis Mitte April verlängern. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Darin ist auch von weiteren möglichen Einschränkungen die Rede.

Montag, 22. März 2021

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.

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