Montage eines schematischen Bildes von Viren der Famiie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus (Foto: Getty Images, aprott)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Donnerstag, 22. Oktober 2020

STAND

Das war der Donnerstag in Baden-Württemberg

Bilanz nach vier Monaten Corona-Warn-App

21:21 Uhr

Die Corona-Warn-App wurde laut Robert-Koch-Institut (RKI) etwa 19 Millionen Mal heruntergeladen. Demnach geht das RKI von 15 bis 16 Millionen aktiven Nutzern aus. Die genaue Zahl ist jedoch nicht bekannt, weil die Statistik nicht erhoben wird. Bisher wurden über die App etwas mehr als 10.000 positive Testergebnisse geteilt. Allerdings haben sich laut RKI nur etwa 62 Prozent der Nutzer dafür entschieden, ihr positives Ergebnis an die App zu senden.

Corona-Warn-App: Warum sie sich gerade jetzt lohnen könnte

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält sie für einen „zahnlosen Tiger“. Dabei könnte sich eine aktivere Nutzung der Corona-Warn-App gerade jetzt lohnen. Wir ziehen Bilanz – vier Monate nach dem App-Start.  mehr...

Die Corona-News im Überblick

20:05 Uhr

Aktuelle Corona-Zahlen, die wichtigsten Maßnahmen und Konflikte mit Masken-Gegnern in der Schule. Die wichtigsten Corona-News des Tages im Überblick.

Uniklinik Tübingen garantiert virusfreie Stationen

19:50 Uhr

Nicht ins Krankenhaus, obwohl man starke Schmerzen hat? Lieber leiden, als sich auf einer Station mit dem Coronavirus anzustecken? So handeln derzeit manche Menschen. Für die Uniklinik Tübingen ein Grund, jetzt zu besonderen Maßnahmen zu greifen.

Fast 2.000 Neuinfektionen an einem Tag

19:15 Uhr

In Baden-Württemberg sind nach jüngsten Zahlen insgesamt 65.068 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - das sind 1.950 mehr als gestern. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg dabei um 7 auf 1.957. Das teilte das Landesgesundheitsamt mit. Im Schnitt haben sich in den vergangenen sieben Tagen 61,2 Personen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus angesteckt. Gestern lag die Inzidenz noch bei 53,4. Über der Schwelle von 50 lagen heute insgesamt 28 Stadt- und Landkreise. Am höchsten war der Wert weiterhin in Heilbronn: Er kletterte auf 140,6. Auffällig auch die Zahlen in Bietigheim-Bissingen: Dort stieg die Inzidenz an einem Tag auf 243.

Grippeimpfung und Coronainfektion - ein Zusammenhang?

18:50 Uhr

Die Spekulationen schlagen hoch, nachdem Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) positiv auf das Virus getestet worden ist. Er hatte sich kurz davor gegen die Grippe impfen lassen. Nur ein Zufall oder gibt es am Ende wissenschaftliche Belege?

Gesundheitsminister Spahn corona-positiv getestet Kann eine Grippe-Impfung mit einer Corona-Infektion zusammenhängen?

Die Spekulationen schlagen hoch, nachdem Gesundheitsminister Jens Spahn positiv auf das Virus getestet worden ist. Er hatte sich kurz davor gegen die Grippe impfen lassen. Nur ein Zufall?  mehr...

Corona-Ausbruch in Mössinger Pflegeheim

18:30 Uhr

In einem Pflegeheim in Mössingen (Kreis Tübingen) sind zwölf Bewohner und fünf Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Alle Betroffenen zeigten keine oder kaum Symptome, teilte die Leitung des Hauses mit. Ein Bewohner werde im Krankenhaus behandelt. Weitere Tests seien ab Samstag geplant. Besuche seien in Schutzkleidung weiter möglich, hieß es.

Eisenmann hält an Präsenzunterricht fest

15:30 Uhr

Das baden-württembergische Kultusministerium setzt trotz steigender Corona-Infektionszahlen auf den Präsenzunterricht. "Die Schulen sind nicht der Hort, von denen das Infektionsgeschehen ausgeht", sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) im Sozialausschuss des Stuttgarter Landtags. Man müsse den Kindern in der schwierigen Zeit eine gewisse Struktur und Zusammenarbeit mit den Lehrern ermöglichen. Aktuell seien 925 Klassen an 440 Standorten in Quarantäne. Insgesamt gebe es 67.500 Klassen in Baden-Württemberg.

Appelle von IG Metall und Arbeitgeber

15:15 Uhr

Mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen rufen die Gewerkschaft IG Metall und der Arbeitgeberverband Südwestmetall zur Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen auf. "Wir alle müssen jetzt durch unser tägliches Verhalten dafür sorgen, dass in unserem Land kein zweiter großflächiger 'Lockdown' nötig wird", appellierten Baden-Württembergs IG-Metall-Chef Roman Zitzelsberger und Südwestmetall-Chef Stefan Wolf in einem gemeinsamen Aufruf. Es stehe nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung auf dem Spiel, sondern auch das wirtschaftliche Überleben der Betriebe. Damit gehe es um den Erhalt von vielen Arbeitsplätzen.

Keine neue Corona-Verordnung für den Sport

14:30 Uhr

Die Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat dem SWR am Donnerstag mitgeteilt, dass bis auf Weiteres keine Änderungen der Corona-Verordnungen für den Sport vorgesehen seien. Eisenmann widersprach damit einer Äußerung des Staatsministeriums auf Twitter, wonach "die neue Corona-Verordnung Sport (...) aktuell beim Kultusministerium in der Abstimmung" sei. Im Bildungsausschuss des Landtages bekräftigte sie ebenfalls, dass sich auch mit dem Ausruf der "Pandemiestufe 3" nichts für den Sport ändern würde und damit die Vereine weiterhin ihr Sportangebot aufrecht halten könnten.

Was Pandemiestufe 3 für Fitnessstudios bedeutet

13:25 Uhr

Seit dieser Woche gilt in Baden-Württemberg Pandemiestufe 3. Viele Freizeitsportler sind sich unsicher, ob sie noch ins Fitnessstudio gehen sollen. Wie ist die dort Situation?

Welche Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg stattfinden

13:10 Uhr

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Baden-Württemberger darauf vorbereitet: Wenn die Corona-Infektionen weiter steigen, wird es keine Weihnachtsmärkte geben. Viele Märkte sind bereits abgesagt, einige Kommunen planen allerdings Alternativen. Hier gibt es einen Überblick:

Eilantrag gegen Beherbergungsverbot abgewiesen

11:25 Uhr

Das Beherbergungsverbot in Schleswig-Holstein bleibt vorerst bestehen. Das Bundesverfassungsgericht hat am Donnerstag den Eilantrag einer Familie aus Tübingen gegen das Verbot nicht zur Entscheidung angenommen. Zur Begründung hieß es, die Familie habe nicht dargelegt, warum es ihr nicht möglich sei, einen Corona-Test zu erhalten. Das Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein hatte das Beherbergungsverbot am 15. Oktober bestätigt. In mehreren anderen Bundesländern hatten es die Oberverwaltungsgerichte dagegen als unverhältnismäßig gekippt, unter anderem in Baden-Württemberg.

Schweiz und fast ganz Österreich werden Risikogebiet

11:20 Uhr

Die Bundesregierung hat die gesamte Schweiz, fast ganz Österreich, große Teile Italiens und ganz Polen zu Risikogebieten erklärt. Die Regelung gilt ab kommenden Samstag. Die Kanarischen Inseln werden dagegen von der Risikoliste gestrichen, wie das Robert-Koch-Institut am Donnerstag mitteilte. Eine Übersicht über die aktuellen Risikogebiete gibt es hier.

Hohe Inzidenz in Bietigheim-Bissingen

11:15 Uhr

In der Stadt Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) ist nach einem Corona-Ausbruch in einem Flüchtlingsheim die Sieben-Tage-Inzidenz auf 243 gestiegen. Das hat eine Sprecherin der Stadt dem SWR bestätigt. Bei Tests in dem Heim waren vergangene Woche 31 Menschen positiv getestet worden, am selben Tag kamen 19 weitere Fälle aus dem übrigen Stadtgebiet hinzu. In der Regel stelle man nur 6 bis 10 Neuinfektionen am Tag fest, so die Sprecherin.

Diözese Rottenburg-Stuttgart denkt über Gottesdienste im Freien nach

11:10 Uhr

Angesichts steigender Corona-Zahlen zieht die Diözese Rottenburg-Stuttgart Gottesdienste im Freien in Betracht. Das sagte Bischof Gebhard Fürst mit Blick auf die Adventszeit und Weihnachten. Wenn möglich wolle man an der frischen Luft auch Weihnachtslieder singen. Die Kirche würde außerdem weiter digitale Angebote schaffen, um den Menschen nahe zu sein. Den Vorwurf, dass kirchliche Seelsorger in der Corona-Zeit nicht präsent waren, wies der Bischof zurück. Vieles hätte eben im Verborgenen stattgefunden, ohne große Öffentlichkeit.

Kein signifikanter Anstieg bei häuslicher Gewalt durch Corona

10:15 Uhr

Entgegen erster Befürchtungen hat es seit Beginn der Corona-Krise in Baden-Württemberg keinen signifikanten Anstieg bei Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt gegeben. Das teilte der Vorsitzende des Innenausschusses des Landtags, Karl Klein (CDU), mit. Allerdings hat die Zahl der registrierten Fälle in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. 2019 zählte die Polizei 13.048 Fälle, im Jahr 2011 waren es hingegen noch 10.872 Taten. In der Polizeilichen Kriminalstatistik wird die häusliche Gewalt als Partnergewalt definiert. Gut 80 Prozent der Opfer im vergangenen Jahr waren Frauen.

Deutscher Städtetag für einheitliche Regeln

9:50 Uhr

Der Deutsche Städtetag fordert bundesweit einheitliche Regeln in der Corona-Krise. Im ARD/ZDF-Morgenmagazin sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy, um in der Bevölkerung die Akzeptanz für die Regeln zu erhalten, sei zudem eine Generaldebatte im Bundestag zur Corona-Krise wichtig. Das Parlament schweige zu laut in der derzeitigen Ausnahmesituation, so Dedy. Es brauche aber die öffentliche Debatte.

Land lockert Maskenpflicht an Schulen

9:35 Uhr

Nach Kritik aus den Schulen in Baden-Württemberg wird die Maskenpflicht dort jetzt gelockert. Schülerinnen und Schüler dürfen die Maske künftig in der Pause auf dem Schulhof abnehmen - also nur außerhalb des Schulgebäudes und auch nur dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden kann. Das hat das Kultusministerium mitgeteilt.

Inzwischen neun Tote in Marxzeller Altenheim

9:00 Uhr

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Marxzell (Kreis Karlsruhe) sind inzwischen neun Bewohner in Zusammenhang mit der Infektion gestorben. Das hat das Landratsamt Karlsruhe bestätigt. Vor etwa drei Wochen waren in dem Pflegeheim die ersten Bewohner an Covid-19 erkrankt. In den folgenden Tagen wurden von den rund 100 Bewohnern 39 positiv auf das Virus getestet, außerdem weitere 15 Beschäftigte.

Landesschülersprecherin: Luftfilter sinnvoller als Masken

8:06 Uhr

Die Sprecherin des Landesschülerbeirats in Baden-Württemberg, Elisabeth Schilli, hält die Maskenpflicht ab Klasse fünf nicht für das optimale Mittel im Kampf gegen steigende Corona-Infektionen. Sie sprach sich im SWR stattdessen für mehr Luftfilter in Klassenräumen aus: "Dadurch würde man auch dem Lüftungsproblem entgehen, das ja auch noch nicht ganz geklärt ist - wie das funktioniert, wenn es Minusgrade hat." Die Verfügbarkeit solcher Geräte ist aus Schillis Sicht dabei nicht das Problem, sondern eher der Preis. "Allerdings muss man hier auch sehen, dass es sich nicht um eine Investition bis zu den Weihnachtsferien handelt, sondern dass uns die Pandemie noch eine Weile begleiten wird."

Kliniken auf Verschärfung der Lage vorbereitet

7:17 Uhr

Die Kliniken in der Rhein-Neckar-Region haben sich auf eine Verschärfung der Corona-Lage vorbereitet. Überall könne die Zahl der Intensivbetten noch hochgefahren werden, hieß es. In den Neckar-Odenwald-Kliniken etwa wurde die Zahl der Intensivbetten von sechs auf acht aufgestockt. Zwei Menschen würden dort aktuell intensivmedizinisch betreut, so ein Sprecher. Das Uniklinikum Heidelberg betreibt nach eigenen Angaben 240 Intensivbetten. Momentan werden dort drei Corona-Patienten intensiv versorgt. Das Mannheimer Klinikum verfüge über insgesamt 150 Intensivbetten, so die Stadt. In Mannheim werden derzeit vier Corona-Patienten intensivmedizinisch behandelt.

Hackathon-Team will Corona-Dunkelziffer zeigen

7:06 Uhr

Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg steigt - die Dunkelziffer ist wohl aber noch höher. Zahlreiche Fälle bleiben unerkannt, weil die Infizierten symptomlos bleiben oder aus anderen Gründen nicht getestet werden. Ein Hackathon-Team aus Stuttgart versucht jetzt, diesen Wert zu berechnen. Die Website "Dunkelzifferradar" bietet Schätzungen bis auf Kreisebene. Hinter dem Team stecken Berufstätige und Studierende unterschiedlicher Felder. Im Mittelpunkt des Projekts steht eine Deutschlandkarte mit aktuellen Infektionszahlen sowie der berechneten Dunkelziffer. Nutzer können bis in ihren Landkreis zoomen, um regionale Werte zu betrachten. Die Karte soll unter anderem helfen, aktuelle regionale Risiken und Corona-Maßnahmen besser einschätzen können.

Donnerstag, 22. Oktober 2020

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